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Wolfsberg/Geschwand stellt Weichen für möglichen Bezirksliga-Aufstieg

Kreisliga 2

Die SG Wolfsberg/Geschwand schrieb in der abgelaufenen Spielzeit weiter an der eigenen Erfolgsgeschichte. Nach Anwendung der Quotientenregel sicherte sie sich den Meistertitel in der Kreisliga 2, den Aufstieg können die Kicker aus dem Trubachtal allerdings nicht wahrnehmen, da es ihnen als SG nicht erlaubt ist. Deswegen hat man für die kommende Saison vorgesorgt, auch mit einem namhaften Co-Trainer.

Die SG durfte in der abgebrochenen Spielzeit einige Male jubeln - am Ende aber nicht über den Aufstieg in die Bezirksliga.

 / © Zink

Nach einigen Anläufen war es der SG in der Saison 2018/19 endlich gelungen, nach dem Zusammenschluss in die Kreisliga aufzusteigen. Unter Erfolgscoach Florian Müller wurde dann eine sorgenfreie Premierensaison im Kreisoberhaus angepeilt, doch es kam deutlich besser: Nach Anwendung der Quotientenregel sicherte sich das Team die Meisterschaft und ließ namhafte Konkurrenten wie Diepersdorf hinter sich. Aufgrund der BFV-Statuten darf die SG ihr Aufstiegsrecht allerdings nicht wahrnehmen, in der Bezirksliga sind keine Spielgemeinschaften zugelassen.

Da mit Oliver Seybold ein namhafter Co-Trainer verpflichtet werden konnte, sehen nicht wenige Kontrahenten in der SG auch für die kommende Saison einen heißen Aufstiegsaspiranten. Trainer Müller formuliert die Ziele dagegen etwas zurückhaltender: „Wie mich die Leute kennen, will ich mit der Mannschaft nicht stehen bleiben und das Maximum aus der Truppe rausholen. Mit Oli Seybold haben wir nochmal immense Qualität dazubekommen im Kader. Die Zielsetzung ist, dass wir mannschaftlich so zusammenbleiben, und natürlich muss man dann schauen, was am Ende herauskommt. Wir wollen uns aber auch nicht mit einem zehnten Platz zufriedengeben.“

Der Blick in den Rückspiegel erfüllt ihn mit großem Stolz, was er gemeinsam mit der Mannschaft und den Verantwortlichen der beiden SG-Vereine aufgebaut hat. Zwei Meisterschaften hintereinander sind wohl auch in der Historie der Traditionsvereine SV Wolfsberg und TSV Geschwand einmalig, und auf diesen Erfolgen will er sich nicht ausruhen. „Solch ein Erfolg war nur möglich, weil wir den Weg gemeinsam gegangen sind. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und sie hat diesen Erfolg zurecht.“ Die formalen Vorkehrungen für einen Aufstieg wurden getroffen, gemeinsam mit Kreisspielleiter Max Habermann hat die Vorstandschaft eine Lösung gefunden, um gegebenenfalls im Fall der Fälle den Gang in die Bezirksliga antreten zu dürfen. Der erfahrene BFV-Funktionär klärt über die neue Situation auf: „Der TSV Geschwand wird das Spielrecht in der Kreisliga übernehmen. Die Pässe der Wolfsberger Spieler werden überschrieben. Ich habe mich aus der Entscheidung herausgehalten und nur dargestellt, welche Möglichkeiten sie haben,“ sagt der aus Wolfsberg stammende Habermann.

Die zweite Mannschaft der SG wird dagegen als SV Wolfsberg 1/TSV Geschwand 2 weiterhin in der A-Klasse antreten. Spieler, deren Pässe weiterhin bei den „Wölfen“ bleiben, sind dann allerdings nicht mehr für die Erste in der Kreisliga einsatzberechtigt. Somit wurde eine Lösung gefunden, um den Spielern in Zukunft die Perspektive Aufstiegskampf bieten zu können. Die Konkurrenz hat aber natürlich auch den Höhenflug registriert, auf die Underdog-Karte kann die Müller-Elf in der kommenden Saison nicht mehr setzen, für den Trainer kein Problem: „Es kann natürlich gut sein, dass die anderen Mannschaften das Spiel gegen uns anders angehen, aber ich habe auch in Pegnitz damals die Erfahrung gemacht, solange die Mannschaft zusammenbleibt und man von größerem Verletzungspech verschont bleibt, muss man sich da keine großen Gedanken machen.“

Noch kann man nicht einschätzen, wie die Einteilung im kommenden Jahr aussehen wird, ob es Teams geben wird, die zwischen den beiden Kreisligen wechseln werden oder wie die Auf- und Absteiger eingeteilt werden. Deswegen kann man über mögliche Konkurrenten auch nur mutmaßen. „Zu diesem Zeitpunkt kann ich es schwer sagen, aber ich schätze, dass die Liga ähnlich wie letztes Jahr laufen wird. Qualitativ wird es wohl auf einem Level bleiben.“ Seine Mannschaft ist motiviert und auch schon ins Teamtraining eingestiegen, auf Laufchallenges wurde in der langen Pause aber bewusst verzichtet, um in der unklaren Situation keinen Frust aufkommen zu lassen. Müller vertraute seinen Jungs, dass sie die Zügel nicht komplett schleifen lassen würden.

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