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FC Kalchreuth: Niemandem den Vortritt lassen, der es nicht verdient

Wolfgang Lutz wäre mit Platz fünf zufrieden, andere sehen sein Team jedoch weiter oben

Der FC Kalchreuth hat sich mit einigen prominenten Namen verstärkt. Der Trainer bleibt dennoch bescheiden und will sich weiter in der Bezirksliga etablieren.

Der FC Kalchreuth hat sich vor der Saison ordentlich verstärkt.

 / © Sportfoto Zink

Eines muss Wolfgang Lutz dann doch schnell klarstellen. „Eingekauft“, sagt der Trainer des FC Kalchreuth, „haben wir nicht, das lief alles über Netzwerke und Freundschaften ohne viel Aufwand ab.“ Und doch ließen sie in der Sommerpause aufhorchen, als sie auf ihrer Facebook-Seite jeden Tag einen etwas prominenteren Neuzugang präsentierten. Christian Held wurde im Nachwuchs der Spielvereinigung Greuther Fürth ausgebildet, spielte U17- und U19-Bundesliga und später für die zweite Mannschaft der Fürther sowie den SV Seligenporten in der Regionalliga. Und ab kommendem Sonntag für den FC Kalchreuth in der Bezirksliga.

Auch Tobias Gressel durchlief das Nachwuchsleistungszentrum des Kleeblatts, als ihm der Durchbruch in der zweiten Liga verwehrt blieb, wechselte er zum Regionalligisten SV Schalding-Heining. Während sein großer Bruder Julian derzeit in der amerikanischen Major League Soccer (MLS) für Furore sorgt, soll der kleine Gressel den FC Kalchreuth noch ein bisschen besser machen. Der dritte prominente (Nach-)Name ist in Kalchreuth dagegen bestens bekannt. Phillip und Patric Worst spielen bereits seit Jahren für den FCK, Pascal Worst (aus Seligenporten) folgt ihnen nun – ebenfalls aus der Regionalliga. Fast wäre auch Marco Weber, der Nachbar der Familie Lutz, aus Seligenporten gekommen. Nachdem der SVS aber doch weiterhin in der Regionalliga spielt, wird Weber weiterhin jede Woche in die Oberpfalz fahren - und nicht über Neunhof nach Kalchreuth. Zudem kam Adrian Bayerlein, zuletzt Stammspieler beim Baiersdorfer SV in der Landesliga.

Von großen Zielen, vielleicht sogar vom Aufstieg will Wolfgang Lutz trotzdem nicht sprechen, auch wenn manch anderer Trainer in Kalchreuth eine potenzielle Spitzenmannschaft sieht. „Wir wollen uns im zweiten Jahr in der Bezirksliga etablieren, aber niemandem den Vortritt lassen, der es nicht verdient.“ Etwas besser als im vergangenen Jahr mit Platz zehn und dem frühzeitigen Klassenverbleib soll es dann aber doch werden, der Trainer wäre glücklich, „wenn wir uns so um Platz fünf bewegen“.

Wolfgang Lutz jedenfalls findet, dass sich seine Mannschaft durch die Neuzugänge spielerisch deutlich verbessert hat, wie sehr, das wird sich am Sonntagnachmittag zeigen. Um 15 Uhr empfängt das seit Jahren ambitionierte Cagrispor Kalchreuth auf der Nürnberger Deutschherrenwiese.

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