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Mit Arthur Tremmel verlässt ein besonderer Teambetreuer das Kleeblatt

Gute Seele der U19 der SpVgg Greuther Fürth folgt Joao Oliveira nach Kalchreuth

Eine besondere Personalmeldung kommt in dieser Woche aus dem Nachwuchsleistungszentrum der SpVgg Greuther Fürth. Mit Arthur Tremmel verlässt ein ganz besonderer Mitarbeiter das Team.

Arthur Tremmel (weißes Hemd) bleibt dem Fußball trotz seiner Erkrankung an ALS treu. Nun folgt er Joao Oliveira (braunes T-Shirt) nach Kalchreuth. 

 / © Sportfoto Zink

Jeder, der mit der Nachwuchsabteilung der SpVgg zu tun hat, kennt den Mann im Rollstuhl. Seit 2011 engagierte sich Arthur Tremmel bei der SpVgg besonders für „seine“ U19-Mannschaft. Als deren Medienbeauftragter kümmerte sich der 44-Jährige unter anderem um den Internetauftritt und die Facebook-Seite des Teams.

Tremmel erstellte Spielberichte, pflegte Statistiken und erledigte „nebenbei“ noch eine Vielzahl anderer organisatorischer Aufgaben. Für einen ehrenamtlichen Mitarbeiter ist das schon ein ordentliches Pensum, bei Tremmel kommt aber noch ein wesentlicher Aspekt dazu: Er leidet an ALS.

Die Nervenkrankheit, für die es bis heute keine Heilung gibt, hat ihn an den Rollstuhl gefesselt. Bewegen kann Tremmel nur die Augen, doch das hindert den Familienvater nicht, sich zu engagieren. Jahrelang fürs Kleeblatt, und nun für einen anderen Verein. „Nach sieben wunderschönen Jahren in Fürth will ich einfach mal etwas anderes probieren“, begründet er selbst seinen Wechsel zum 1. FC Kalchreuth.

„Immer im Herzen“

Sicher kein Zufall: Neuer Trainer dort ist Joao Oliveira, der Tremmel einst auch zur SpVgg gelockt hatte. „Sicher hängt das mit unserer Freundschaft zusammen, aber ich glaube, hier wächst auch etwas zusammen“, so Tremmel weiter. Bei seinem neuen Verein wird er das Betreuerteam unterstützen und noch die eine oder andere Aufgabe mehr übernehmen.

Ein großer Schritt dürfte es für ihn dennoch sein: „Die SpVgg wird immer einen Platz in meinem Herzen einnehmen, da ich dem Verein viel zu verdanken habe. Die Zeit beim Kleeblatt war toll und ich habe viele Freunde dazu gewonnen.“

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