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Tobias Ulbricht: "Ab einem gewissen Alter ist es schwer"

Interview

In der Regionalliga riecht es nach Saisonverlängerung in der Abstiegs-Relegation für Tobias Ulbricht und die SpVgg Bayreuth. Es wäre für den 33 Jahre alten Ex-Forchheimer nach fünf Spielzeiten der prickelnde Abschied von der Viertliga-Bühne, ehe er beim FC Eintracht Bamberg ein Gespann mit seinem früheren Jahn-Trainer Michael Hutzler bildet. Wo die Gründe für diesen Schritt liegen, fragten wir den Drosendorfer.

Tobias Ulbricht (rechts) im Zweikampf mit Fürths Dominik Schad.

Nach über 120 Spielen im Trikot der Altstadt ist Schluss. Spielte da der im vergangenen Frühjahr erlittene Kreuzbandriss eine Rolle?

Tobias Ulbricht: Natürlich spielt das mit rein. Man macht sich in solchen Phasen Gedanken, wie es nach der Karriere weitergehen soll. Für mich hat sich parallel beruflich eine Chance aufgetan, die sich zeitlich mit dem Aufwand in der Regionalliga schwer vereinbaren lassen würde. Außerdem habe ich für mich erkannt, dass es im Alter schwerer wird, seine alte Form zu erreichen. Vom Gefühl her ist jetzt der richtige Moment, um beim Fußball den Fuß vom Gas zu nehmen.

Wie groß war denn der Sprung, als es im Herbst 2013 von Forchheim nach Bayreuth ging?

Tobias Ulbricht: Der war auf jeden Fall spürbar, weil du in der Regionalliga auf viele Mannschaften triffst, die unter Profi-Bedingungen arbeiten. Generell werden Fehler konsequenter bestraft, bedingt eben auch dadurch, dass sich mancher ohne Arbeitsstress auf die Spiele vorbereiten kann. Es war eine intensive Zeit, in der wir zwar immer aufs Neue um den Klassenverbleib gekämpft haben, aber ich absolut nicht missen möchte.

Welche Momente werden in besonderer Erinnerung bleiben?

Tobias Ulbricht: Der Aufstieg aus der Bayernliga in meiner ersten Saison war natürlich ein Höhepunkt. Gerne denke ich auch an die Spiele vor großer Kulisse zurück. Der 1:0-Sieg im Gründwalder Stadion gegen die Bayern-Reserve und das 1:1 in der neuen Regensburger Arena sind noch mit persönlichen Erfolgserlebnissen verknüpft.

War das Engagement als Spielertrainer im Herbst der Laufbahn ein Wunsch?

Tobias Ulbricht: Den Plan hatte ich schon immer und spielte öfter mit dem Gedanken. Nur hat der Zeitpunkt vorher nicht gepasst.

Statt Kreisklasse wird es mit Eintracht Bamberg eventuell nochmal die Landesliga. Ist das kein Widerspruch?

Tobias Ulbricht: Ich wollte so lange es geht, so hoch wie möglich spielen und bin natürlich auch als Trainer ehrgeizig. Die Kombination als spielender Co-Trainer ist ein guter Einstieg und die Zusammenarbeit mit Michael Hutzler natürlich mit ausschlaggebend. Wir kennen uns lange, er war mein erster Trainer im Herrenbereich und ich werde noch viel von ihm lernen können.

Auch die SpVgg Jahn Forchheim ist auf der Suche nach einem Co-Trainer.

Tobias Ulbricht: Der Jahn ist immer interessant und ein Thema für mich. Deshalb gab es auch Kontakt. Jedoch ging das Angebot in eine etwas andere Richtung. Trotzdem verfolge ich das Abschneiden der Mannschaft und bin weiter Mitglied im Verein.

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