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Fischbachs Oliver Lahr nach Großschwarzenlohe

Angreifer zieht es in die Landesliga

Dank seines Treffers beim 1:1 gegen den SV Burggrafenhof steuert Fischbachs Olly Lahr in der Kreisliga Nürnberg/Fürth unaufhaltsam auf seine dritte Torjägerkanone zu. Gleichzeitig wird dieses Tor – bereits sein 25. in dieser Saison – eines seiner letzten für sein Team gewesen sein. Denn nach dieser Saison ist für ihn beim TSV Schluss. Der Karpfen-Knipser verlässt Fischbach und wechselt zum Landesliga-Aufsteiger SC Großschwarzenlohe.

Geht mit einem lachenden, defintiv aber auch einem weinenden Auge: Karpfen-Knipser Olly Lahr.

 / © Zink

2, 25, 18, 29, 25 – nein, das ist nicht ein Teil der Lottozahlen vom Samstag, sondern die eindrucksvolle Torquote von Olly Lahr in den letzten fünf Jahren. 103 Spiele hat der 24-jährige Ur-Karpfen in seiner Karriere für die Fischbacher bislang absolviert und dabei phänomenale 99 mal getroffen. Dass Lahr angesichts dieser Quote überhaupt so lange seinem TSV treu blieb und nicht schon viel früher zu einem höherklassigen Verein wechselte, ist das eigentliche Wunder.

Anfragen gab es für den schlaksigen Stürmer in den letzten Jahren genug. Manche Offerte habe ihn auch tatsächlich zum Grübeln gebracht, erklärt Lahr, am Ende siegte aber immer seine Verbundenheit zu seinem Heimatverein, für den er seit der F-Jugend am Ball ist. „Eigentlich hatte ich immer gehofft, dass ich mit Fischbach nochmal in die Bezirksliga aufsteigen werde“, betont Lahr.

Nun überspringt er gleich eine ganze Klasse, was die Umstellung für ihn nicht einfacher macht. Aber wenn ein Stürmer dazu in der Lage ist, dann Lahr. Davon ist sein aktueller Trainer Manuel Bergmüller felsenfest überzeugt. Lahr habe etwas, was andere Fußballer eben nicht haben: einen extrem ausgeprägten Torinstinkt. Seine Gabe, immer goldrichtig zu stehen und selbst in den aussichtslosten Situationen die Kugel mit irgendeinem Körperteil noch über die Linie zu drücken, könne man nicht trainieren. „Woher das kommt, kann ich auch nicht sagen“, gibt sich der so Gelobte bescheiden.

Spät zum Stürmer umgeschult

Kurioserweise gibt es den Stürmer Lahr noch gar nicht so lange. Denn angefangen beim TSV hatte er einst in der Abwehr. Meist spielte er als Rechtsverteidger, eine Saison lang sogar einmal im Tor. „Ich bin dann im Laufe der Jahre immer weiter nach vorne gerückt“, erklärt Lahr. Dort im Fischbacher Angriffszentrum hat er dann seine sportliche Bestimmung gefunden, weshalb sein Abschied auch so ein enormer Verlust für den TSV ist. Lahr ist aber zuversichtlich, dass es seine Karpfen nächste Saison auch ohne seine Tore hinbekommen werden. Zumindest klingt es so, wenn er sagt: „Ich hoffe, dass ich sie mehr vermissen werde, als sie mich.“

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