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Jahn Forchheim stockt auf: Quartett mit viel Potenzial ist im Anflug

Bayernligist holt Torwart Christian Bergmann und ein junges Trio

Wenige Tage vor dem Vorbereitungsstart kommt noch einmal mächtig Bewegung in die Personalplanungen beim Bayernligisten Jahn Forchheim. Durch ein illustres Quartett verdoppelt sich die Zahl der Neuzugänge nahezu.

Christian Springer bekommt weitere Verstärkungen für sein Team.

 / © Sportfoto Zink

Trainer Christian Springer fällt es ohne Hilfe momentan selbst schwer, die Liste seiner Spieler in Gedanken zu ordnen. „Das Kennenlernen beginnt mit dem ersten Training“, gibt sich der Ex-Profi noch entspannt. Ab Montag, wenn er das Gros seines 26 Mann umfassenden Kaders zum Vorbereitungsauftakt begrüßt, ist der Kampf um die Positionen eröffnet. Die Kicker erwartet ein kompaktes Programm von 23 Einheiten, darunter sechs Testspiele und ebenso viele reine Athletiktrainings, bis zum Ligastart 33 Tage später. Keinen Zweifel lässt Springer daran, dass er nach Tabellenplatz 6 als Aufsteiger neue Reizpunkte für die Entwicklung seiner Mannschaft setzen will. „Ein großes Ziel ist, die Defensive zu stabilisieren. Aber auch in der Offensive soll mehr Dynamik reinkommen.“ Dies Unterfangen geht nun einher mit einem nicht unerheblichen personellen Umbau, der durch den Verlust von Leistungsträgern wie Kapitän Sebastian Schäferlein (Eltersdorf), Spielmacher Andi Mönius und Abwehrchef Dennis Weiler (beide Spielertrainer Adelsdorf) angestoßen wurde.

Mittlerweile ist das Aufgebot um eine Vielzahl an Alternativen reicher. Bekannt waren bis dato die Verpflichtungen lediglich eines Quintetts um Adrian Grinjuks (SC Eltersdorf), Timo Noppenberger (Baiersdorfer SV), Christian Städtler (TSV Kirchehrenbach), Johannes Petschner (SpVgg Bayreuth U19) und Daniel Uttinger (TSV Buch). Jetzt bestätigt Teammanager Mesut Kimiz, dass sich der Verein mit vier weiteren Kräften einig ist. Die Verstärkungen betreffen sämtliche Mannschaftsteile.

So freut sich Übungsleiter Christian Springer beim 20 Jahre alten Pascal Tischler (FC Amberg) über einen ehemaligen Schützling aus dem Fürther Nachwuchszentrum für die Innenverteidigung, den er schon im Winter vom Ligakonkurrenten loseisen wollte. Mit Timo Goldammer (TV 48 Erlangen) und Niklas Möhrlein (Don Bosco Bamberg) konnten zwei Bewerber für die Lücke in der Kreativzentrale angelockt werden. Der 24 Jahre alte Goldammer sammelte erste hochklassige Erfahrungen in seiner Zeit beim Bayernligisten SC Eltersdorf und empfahl sich in der abgelaufenen Saison mit zehn Treffern in 28 Bezirksliga-Partien. Möhrlein wiederum bringt eine Lokalkomponente ins Spiel.

Den 22-Jährigen Eggolsheimer, der auch auf dem Basketballfeld eine gute Figur als Stratege abgibt, verschlägt es für Praktikum und Bachelor-Arbeit vorerst zurück in die Heimat. Bevor er 2018 noch fünfmal für Bamberg auflief, trug der von Eintracht Bamberg und in Baiersdorf ausgebildete Möhrlein während der Studienzeit das Trikot des Ost-Traditionsklubs Carl-Zeiss Jena. Forchheims Trainer Christian Springer zeigt sich zufrieden mit der Auswahl: „Mit diesen Jungs können wir arbeiten. Wir legen Wert darauf, dass sie zum Jahn passen.“ Nicht in die Kategorie jung und hungrig, sondern routiniert und an einer neuen Herausforderung interessiert fällt wiederum ein neuer Keeper.

Der 35 Jahre alte Bamberger Christian Bergmann, der viele Jahre in der Bayernliga und eine Saison mit der Regionalliga-Mannschaft des 1. FC Nürnberg auf dem Buckel hat, soll sich im Gespann mit Youngster Tino Stahl einbringen. „Wir werden uns diesmal definitiv vorab auf eine Nummer eins festlegen“, kündigt indes Springer an. In Bergmann, der von 2013 bis 2017 beim SV Weilersbach engagiert war und als Spielertrainer zum A-Klassisten Mistendorf weiterzog, sieht der Chefcoach auch eine Ansprechperson für die Aufgaben der vakanten Co-Trainer-Stelle. Ob die Transferaktivitäten des Jahn damit abgeschlossen sind? „Es kann sich immer noch etwas ergeben“, erklärt Teammanager Mesut Kimiz vieldeutig.

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