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Hüttenbach holt Julius Reutter zurück

Weiterer Neuer kommt aus Diepersdorf Zwei Abgänge

Die SpVgg Hüttenbach hat ihren verlorenen Sohn wieder. Julius Reutter kehrt nach sechs Jahren zu seinem Heimatverein zurück, den er einst in Richtung Erlangen-Bruck verlassen hatte. Ein weiterer Neuzugang kommt aus Diepersdorf an den Pilzanger. Im Gegenzug verlassen mit Kevin Micholka und Sven Lingansch zwei Spieler den Verein.

Coach Kevin Trainer (li.) und der neue Spielleiter Tobias Schubert (re.) mit den drei Neuen. Lukas Mirsberger, Julius Reutter und Nico Weber (v.li.).

 / © privat

"Seine Rückkehr stand für einen unbestimmten Zeitpunkt immer im Raum", sagt Hüttenbachs Coach Kevin Trauner mit Blick auf die anstehende Heimkehr von Julius Reutter. "Er ist mit vielen Jungs aus der Mannschaft, vor allem aber mit den Gruners eng befreundet. Jetzt haben sie es geschafft ihn, zurückzulotsen." Reutter, der Hüttenbach im Sommer 2012 als hochgehandeltes Talent mit Ziel FSV Bruck verließ, spielte zuletzt für Hüttenbachs Klassenkameraden SK Lauf in der Bezirksliga. Trauner freut sich auf den Rückkehrer. "Er wird uns für das Spiel nach vorne ganz viel Qualität und Geschwindigkeit bringen."

Zusätzlich zu Reutter wird sich Nico Weber der SpVgg anschließen. Der junge Mittelfeldspieler kommt von Bezirksligaaufsteiger SpVgg Diepersdorf an den Pilzanger und soll im Zentrum der Simmelsdorfer die Lücke schließen, die Trauner selbst (Karriereende vor der abgelaufenen Saison) und Timm Loch (in der Winterpause als Spielertrainer nach Herpersdorf) hinterlassen haben. "Er ist jung und aggressiv. Einer also, der uns zuletzt nach dem Umbruch im Mittelfeld etwas gefehlt hat", sagt Trauner. Neben den robusten Hüttenbacher "Sechsern" sei der 23-jährige Weber eher "der drahtige, wendige und laufstarke Spieler", so Trauner.

Fest zum Kader wird fortan auch Lukas Mirsberger gehören. Er absolvierte bereits Einsätze in der 1. Mannschaft, gehörte aber noch zum Kader der A-Jugend. Der Linksfuß ist eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatet, "ich habe aber die ein oder andere Idee, wie man ihn noch einsetzen kann", verrät Trauner.

Den zweieinhalb Neuen stehen zwei Abgänge gegenüber. Kevin Micholka wird bekanntlich spielender Co-Trainer von Alex Pfarherr in Weißenbrunn. Sven Lingansch verlässt den Verein Richtung Heuchling.

In die neue Spielzeit gehen die Hüttenbacher nach einer erneut über weite Strecken starken Saison mit spürbarem Selbstvertrauen, allzu forsche Ziele will sich Trauner aber auch diesmal nicht stecken. "An unseren Zielen wird sich nichts ändern. Wir wollen den schleichenden Umbruch weiter sauber vorantreiben, ohne dabei qualitative Einbußen hinnehmen zu müssen. Sprich, wir wollen wieder eine ordentliche Rolle in der Liga spielen, ohne zu vergessen, wo wir herkommen. Als allererstes müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagt Trauner. Seine Zurückhaltung hat auch mit veränderten Rahmenbedingungen in der Bezirksliga zu tun. Die Liga ist bekanntlich zu groß und soll verschlankt werden. Bis zu sechs Direktabsteiger stehen im Raum, entschieden ist noch nichts. "Normalerweise würde ich den Klassenerhalt jetzt nicht mehr als primäres Ziel ausgeben, aber bei dem verschärften Abstieg wird mehr als die halbe Liga bis weit in den Frühling hinein gefährdet sein", warnt Trauner.

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