Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Wiedmann rettet Seligenporten - Bruck und Forchheim verlieren erneut

Bayernliga Nord 9. Spieltag, Samstag

Der SV Seligenporten erkämpfte sich gegen Ammerthal immerhin noch einen Punkt. Komplett leer gingen dagegen erneut Forchheim und Bruck aus. Letztgenannter kassierte gegen den Würzburger FV eine schmerzhafte 0:5-Klatsche.

Seligenporten (in Rot) kam gegen Ammerthal zu einem Punktgewinn.

 / © Hubert Bösl

Die Hausherren ließen zu Beginn gar keine Zweifel aufkommen, wer hier mehr gewillt war, das Spiel für sich zu entscheiden. Bereits in Minute vier musste Gästekeeper Christopher Sommerer sich nach einem Eckstoß ordentlich strecken, als er einen Kopfball von SVS-Hünen Nico Moos mit der linken Hand sehr wachsam über den Querbalken lenkte. Auch sonst war der SV Seligenporten das bessere Team, brachte aber den Ball nicht im Tor unter und wurde dafür von Ammerthal bestraft. Nach Freistoß aus dem Halbfeld, herrschte im SVS-Strafraum Durcheinander. Durch puren Zufall rollte die Kugel vor die Flinte von Michael Jonczy. Der bullige Stürmer versenkte durch die Beine von SVS-Goalie Kunze zum eher schmeichelhaften 1:0 für die Gäste (23.). Bis zur Pause sollten die "Klosterer" weitere gute Chancen liegen lassen. Nach dem Seitenwechsel in etwa das gleiche Bild. Seligenporten rannte an, im Abschluss blieb das Glück aber weiter aus. Von den Gästen war wenig zu sehen und sollte es doch einmal gefährlich werden, war SVS-Keeper Simon Kunze zur Stelle. Der erlösende Ausgleich sollte dann kurz vor dem Ende noch fallen. Kloster-Kapitän Marco Janz behauptete die Kugel im gegnerischen Strafraum und legte den Ball mit Übersicht nach hinten, wo Wiedmann angerauscht kam und das Leder aus 15 Metern eiskalt ins linke Eck versenkte. Beinahe wäre sogar in der Nachspielzeit noch der Sieg für den Gastgeber drinnen gewesen. Sebastian Glasner setzte den Ball aber am Ammerthaler Tor vorbei. So blieb es beim 1:1. fha/dw

Den Kampf konnte Torwarttrainer Thomas Oppelt, der den urlaubenden Coach Christian Springer an der Seitenlinie vertrat, den Spielern der SpVgg Jahn Forchheim nicht absprechen. "Aber Kampf und Wille allein reicht gegen eine Spitzenmannschaft in dieser Liga eben nicht", konstatierte Oppelt nach dem 3:4 gegen die DJK Gebenbach. Durch ihre tolle Moral bekam die Heimelf am Ende sogar noch die Möglichkeit aufs 4:4. "Wir hätten dann von einem glücklichen Punkt sprechen können, denn zu diesem Zeitpunkt wäre das Spiel auch schon entschieden gewesen, wenn der Gegner seine Konterchancen im Tor unterbringt", lautet die realstische Einschätzung von Oppelt. Nach langer Verletzungspause kehrte Patrick Mai direkt zurück in die Startelf und sollte der Abwehr in der Innenverteidigung nach 24 Gegentoren in neun Spielen wieder zu mehr Stabilität verhelfen. "Im Fußball geht es nunmal um Zahlen und wenn wir die sehen, lässt sich ein Defensivproblem nicht abstreiten", so Oppelt. Dabei sah es in der ersten Hälfte durchaus gut aus, was der Jahn seinen Zuschauern auf hemischem Platz anzubieten hatte. Zuerst ließ man 18 Minuten lang nichts zu, um dann mit einem mustergültig gespielten Angriff in Führung zu gehen. Innenverteidiger Uttinger trat nach Doppelpass mit Patrick Hagen auf der linken Seite berherzt an und fand im Zentrum den Torschützen Jens Wartenfelser. Wie schon in der Vorwoche in Eltersdorf hielt das 1:0 nicht lange an. Dieses Mal, weil der Junge Offensivmann Misic im eigenen Strafraum zu ungestüm zu Werke ging und gegen Timo Kohler das Bein stehen ließ. Nico Beckers Strafstoß brachte den Ausgleich (21.). Nur wenig später hebelte Forchheim die Gegenbacher Abwehr wieder über die Flügel aus, der agile Kapitän Hagen bediente Startelfrückkehrer Tom Jäckel, doch der Stürmer köpfte knapp am Tor vorbei. Nachdem sich die Gebenbacher mit Beckers Lattentreffer schon einmal angenähert hatten (34.), erwischten sie den Gastgeber kurz vor der Pause kalt: Auf Kohlers Vorarbeit musste Marco Seifert am langen Pfosten nur noch einschieben. Direkt nach dem Wechsel hätten die Forchheimer die Partie zurück in andere Bahnen lenken können, doch Wartenfelser schoss aus kürzester Distanz den Gäste-Torwart an (47.). Auch Misic verzog nach Jäckel-Hereingabe einschussbereit (55.) und so wurde der Jahn für seine offensiven Fahrlässigkeiten bestraft. Einen Freistoß aus halbrechter Position, wo jeder mit einer Flanke rechnete, setzte Kai Hempel den Schuss maßgeschneidert ins obere Tordreieck. Torwart-Routinier Christian Bergmann sah zwar unglücklich aus, hatte bei der perfekten Flugkurve des Balles aber wohl keine Abwehrchance. Der Jahn suchte den Anschlusstreffer, ließ dadurch hinten mehr Räume: Zwischen der 77. und 79. Minute vereitelte Bergmann beste Konterchancen des Gebenbacher Duos Kohler/Pirner, doch Becker nutzte die dritte Einschusschance zur vermeintlichen Vorentscheidung. Der Kampfgeist der Heimmannschaft war jedoch nicht gebrochen. Nach Angriff über Hagen und den eingewechselten Timo Goldammer, der zunächst scheiterte, traf der ebenfalls von der Bank gekommen Philipp Nagengast im Nachschuss (84.). Nach Ecke verhinderte die Latte das schnelle 3:4 bei Misic' Kopfball (86.), Bergmann rettete auf der Gegenseite gegen Lindner, der den Deckel wieder nicht draufmachte. Nach Nagengasts Zuspiel auf Noppenberger kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit fiel das 3:4 und die Spannung steigerte sich bis in die Nachspielzeit. Misic probierte es von der Strafraumkante aus mit Gewalt, es fehlte nicht viel. Dann war Schluss. "Zum Teil geht uns im Abschluss das nötige Glück ab, aber wir müssen vor dem Tor auch mal ruhiger sein", befand Oppelt abschließend und ergänzt mit Blick auf die Tabelle, wo der Jahn nun in der Abstiegszone steht: "Das Positive nehmen wir auch aus diesem Spiel gerne mit und dann müssen wir gegen andere Mannschaften die nötigen Punkte holen." Jonas Baier

Ohne Gegentor bleiben und vorne Nadelstiche setzen, hatte Normann Wagner als Devise für das Heimspiel gegen die noch ungeschlagenen Unterfranken ausgegeben. Das sollte allerdings ordentlich schief gehen. Dennie Michel traf für die Gäste in der 35. Minute zum 1:0. Bis dahin wäre für die Brucker noch alles möglich gewesen. Im zweiten Durchgang verloren die Gastgeber aber komplett den Faden. Durch einen Doppelschlag von Sebastian Fries (53.) und erneut Dennie Michel stand es nach 54. Minuten 3:0 für Würzburg. Damit war die Begegnung bereits entschieden. Nur fünf Minuten später schnürte auch Fries seinen Doppelpack. Nach gut einer Stunde Spielzeit setzte Steffen Barthel den Schlusspunkt zum 5:0. Für den FSV Erlangen-Bruck ist die wacklige Defensive weiter die größte Baustelle und auch der Ausfall von Oliver Seybold ist in der Offensive nur schwer zu kompensieren.

Mehr zum Thema