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Freystadt crasht Wettelsheims Kirchweih-Heimspiel

Bezirksliga Süd 11. Spieltag, Sonntag

Der SV Wettelsheim hat ausgerechnet im Kirchweih-Heimspiel ein ordentliches Brett vom TSV Freystadt abbekommen. Während auch Verfolger Greding punktlos blieb, haben die beiden Führenden TSV Burgfarrnbach und BSC Woffenbach zumindest die Minimalausbeute eingefahren.

Der Anfang vom Wettelsheimer Ende: Robin Forster (rechts) trifft in der 18. Minute zum 1:0 für Freystadt.

 / © Uwe Mühling

Das Dittenheimer Sportgelände wird allmählich zur Festung. Der verdiente 3:1-Erfolg gegen als Tabellendritte angereiste Gredinger war bereits der vierte Dreier in Serie vor heimischem Publikum. Dabei hatte der Gast zunächst mehr vom Spiel und auch die erste Gelegenheit, Fabian Schlupf ließ diese auf Vorarbeit seines Bruders Daniel aber liegen (11.). Anschließend fanden die Gastgeber besser ins Spiel. In der 27. Minute setzte sich Max Kamm auf der Außenbahn toll durch, seinen Rückpass verwertete Travis Zebisch zum 1:0. Jener Zebisch war es auch, der in der 44. Minute nach einem Konter seinen Doppelpack schnürte und damit für den 2:0-Pausenstand sorgte. Der hätte auch deutlicher ausfallen können, doch Thomas Selz war zuvor an Gäste-Schlussmann Fabian Lang hängen geblieben (30.). Nach Wiederanpfiff vergab erneut Selz die Möglichkeit zum 3:0 (55.), doch diese Szene konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Greding dem Anschlusstreffer näher kam. FV-Torwart André Ballenberger konnte diesen gegen Daniel Schlupf noch zweimal verhindern, doch in der 68. Minute war es so weit: Raphael Eckstein verwandelte einen berechtigten Handelfmeter zum 1:2. Und beinahe wäre die Partie gekippt, doch wieder Ballenberger war kurz darauf gegen TSV-Spielertrainer Christoph Biedermann auf seinem Posten. Kaltschnäuziger zeigte sich da die Heimelf von Trainer Martin Huber. Der hatte wenige Minuten zuvor Sascha Nebert ins Spiel gebracht, der sich mit einer Energieleistung auf der rechten Außenbahn bedankte und auf 3:1 erhöhte (75.). In der Folge hinterließ Greding in einem bis dato fairen Spiel einen gefrusteten Eindruck, zwei Platzverweise kassierten die Gäste noch in den Schlussminuten und Dittenheim schaukelte den Vorsprung in Überzahl souverän über die Zeit.

Es bleibt dabei: Der TSV Berching schafft es einfach nicht, sich mit einem Sieg zumindest den Nichtabstiegsrängen zu nähern. Im Aufsteigerduell mit Dinkelsbühl reichte es für die Oberpfälzer nur zu einem Zähler. Die Gäste gingen durch Stürmer Matthias Arold in Minute 33 in Führung. Berching musste nur ganz kurz schlucken, Franz Geyer erzielte den Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie zunächst offen. In der 73. Minute bekam der TSV einen Strafstoß zugesprochen, den Thomas Ennich zur Führung verwandelte, Spiel gedreht. Doch es sollte wieder nicht reichen für Berching. Denn Matthias Arold schnürte fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit seinen Doppelpack und sicherte den Sportfreunden einen Punktgewinn. fha

"Die erste Halbzeit verlief ziemlich ausgeglichen, sowohl in Anbetracht der Torchancen als auch der Spielanteile, mit guten Chancen auf beiden Seiten“, resümierte BSC-Betreuer Peter Nigl die ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel kam der BSC gegen defensiv eingestellte Mariensteiner zu zahlreichen Torchancen, die er allerdings nicht in Treffer ummünzen werden konnte. Aber auch die Mittelfranken hatten nach Kontern mehrere hochkarätige Gelegenheiten, von denen allerdings ebenfalls keine genutzt wurde. "Alles in allem waren es für uns zwei verlorene Punkte aufgrund unserer vieler erstklassigen Chancen, auch wenn die Mariensteiner sich das Unentschieden aufgrund ihrer taktisch klugen Spielweise ebenso verdient haben", so Nigl abschließend. top

Der FC Holzheim legte beim Auswärtsspiel in Ansbach-Eyb sehr gut los und ging bereits nach vier Minuten durch einen wunderschönen Volley von Marc Orel in Führung. In der Folge verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Ansbacher größer und folgerichtig erzielte Hofmann in der 57. Minute den Ausgleich. Acht Minuten später gab es einen Platzverweis für den Holzheimer Thomas Krysa, woraufhin es für die letzten Minuten des Spiels galt, das Remis zu halten. Das gelang allerdings nur bis zur 84. Minute, in der Tim Eisenberger die Eisenbahner auf die Siegerstraße schoss. Vier Minuten später legte der selbe Spieler noch das 3:1 drauf. "War leider schon verdient", räumte FCH-Trainer Vahan Yelegen ein. top

Das Ergebnis ist höher als es die wahren Spielanteile und Chancen verdeutlichen: Der TSV 1860 Weißenburg hat am Sonnatg seine Bezirksliga-Partie bei der SG Herrieden klar mit 1:4 verloren, hatte aber in der zweiten Halbzeit viele Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen. Die Chancen blieben ungenutzt und so wurden die TSV-Sechziger eiskalt ausgekontert. Die Weißenburger wollten in Herrieden eigentlich gewinnen und begannen entsprechend stark. In der 17. Minute hatte Max Pfann mit einem Drehschuss die Riesenmöglichkeit. Er hatte nach einem Schuss von Jonas Ochsenkiel einen Abpraller aufgenommen, allerdings vorbei gezielt. Nach einer Chance von Herriedens Raimund Schreiber hatte Zijad Eco für die Weißenburger erneut die Führung auf dem Fuß, doch die Volleyabnahme einer Weichselbaum-Flanke ging am langen Eck vorbei. In der 24. Minute klapperte es dann im TSV-60-Kasten. Christian Chalupnik hatte sich auf der rechten Außenbahn durchgesetzt und dessen Flanke nutzte Lukas Heidingsfelder zum 1:0. Weißenburgs Keeper Johannes Uhl war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte aber den Rückstand nicht verhindern. Kaum zehn Minuten später gelang seiner Elf der Ausgleich: Christian Leibhard passte zu Benjamin Weichselbaum, der das Leder per Dropkick ins kurze Eck beförderte. Nach dem 1:1 hatten beide Teams gute Möglichkeiten – die beste vergab Max Pfann, als Herriedens Keeper Nico Birnschwitz den Ball fallen ließ, der Weißenburger dies aber nicht nutzen konnte. Nach der Pause agierte die Vierke-Truppe aus Weißenburg noch offensiver und hatte in der 51. Minute eine gute Möglichkeit. Den satten 20-Meter-Schuss von Jonas Ochsenkiel lenkte Herriedens Schlussmann Nico Brinschwitz allerdings um den Pfosten. In der 53. Minute die vorentscheidende Szene: Ein langer Ball in den Weißenburger Straf­raum schien sichere Beute für Torwart Uhl zu werden, doch dieser ließ das Leder durch die Hände gleiten und der nachsetzende Bastian Göttlicher schob zum 2:1 ein. Die Weißenburger rappelten sich nach kurzer Schockphase wieder auf und drängten vehement auf den erneuten Ausgleich. Zwei Kopfbälle von Maik Wnendt und Christian Leibhard gingen vorbei oder wurden vom SG-Keeper mit einer tollen Parade entschärft. Schüsse und Freistöße von Benjamin Weichselbaum oder Claudiu Pienar wurden von der massiert stehenden Herriedener Abwehr geblockt. Und die Gastgeber lauerten auf Konter: In der 80. Minute nutzte Chalupnik einen der Gegenstöße zum vorentscheidenden 3:1 und nur vier Minuten später schloss Peter Bernhard einen weiteren Konter zum 4:1-Endstand ab. Uwe Mühling

Deftige Kirchweih-Pleite für den SV Wettelsheim: Die Mannschaft von Trainer Tobias Grimm musste sich am Sonntag zu Hause vor rund 210 Zuschauern mit 1:5 gegen den TSV Freystadt geschlagen geben. Unter den Augen von Ehrenbezirksspielleiter Ludwig Beer, der aus Rohr bei Freystadt stammt, waren die Oberpfälzer die klar bessere Mannschaft, die am Ende "auch in dieser Höhe absolut verdient gewann", wie SVW-Spartenleiter Johann Spahr feststellte. Freystadt agierte bereits in der ersten Hälfte deutlich ballsicherer und aggressiver. Wettelsheim dagegen wirkte über weite Strecken fahrig, kam nicht richtig in die Zweikämpfe, leistete sich zu viele Ballverluste und Fehlpässe und war in der Offensive zu harmlos. Nach kleineren Möglichkeiten der Gäste zu Beginn fiel in der 18. Minute das 1:0 für die Gäste: ein langer Diagonalpass hebelte die komplette SVW-Hintermannschaft aus, Robin Forster bekam den Ball im Sechzehner und zog ins lange Eck zur verdienten Führung ab. Bis zur Pause sorgte vor allem Freystadts Tobias Meier für weitere Gefahr, während auf der Gegenseite die Wettelsheimer erst nach gut einer halben Stunde etwas besser ins Spiel kamen. Niklas Kienlein im Tor des TSV war jedoch gegen Michael Halbmeyer, Kevin Rasch und Julian Dürnberger auf seinem Posten. Die Freystädter machten nach der Pause da weiter, wo sie in Halbzeit eins aufgehört hatten – sie ließen Ball und Gegner laufen und kamen so immer wieder gefährlich vors Tor. Nach einer Stunde fiel das 2:0 durch Mario Forster, der nach einem Angriff über die linke Seite den Rückpass verwertete. Nur drei Minuten später folgte die Vorentscheidung durch Quirin Meier, der nach einer Ecke zum 3:0 einschob. Danach keimte nochmals Hoffnung bei den Platzherren auf: Matthias Müller nutzte die erste nennenswerte Möglichkeit der Wettelsheim im zweiten Abschnitt zum 1:3 (65.). Nach einer Freistoß-Hereingabe von Hans-Christian Döbler stieg Müller am höchsten und köpfte ein. Als Max Stoll mit einem strammen und leicht abgefälschten Freistoß am stark parierenden Kienlein scheiterte, nahm das SVW-Schicksal endgültig seinen Lauf: Andreas Forster nutzte einen kapitalen Fehlpass in der Wettelsheimer Hintermannschaft zum 4:1 (72.). Noch dicker kam es für die "Kirchweih-Burschen" des SVW in der 79. Minute, als Patrick Meyer nach einer schnellen Kombination der Gäste vollkommen frei war und den Endstand markierte. Bis zum Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Zirndorf haben die Wettelsheimer nun die Gelegenheit diese happige Niederlage im Kirchweihspiel zu verdauen. Uwe Mühling

Der SV Ornbau bleibt vor 200 Zuschauern zu Hause weiterhin ungeschlagen und holt sich in einem verrückten Spiel in der Nachspielzeit durch eine erneut geschlossene Mannschaftsleistung verdient noch einen Punkt. Die Heimmanschaft hatte den Tabellenführer aus Burgfarrnbach am Rande einer Niederlage. Der SVO verpasste es in der ersten Halbzeit vorzeitig das Spiel zu entscheiden. Andreas Engelhardt vergab drei hochkarätige Chancen freistehend gegen den gut aufgelegten Gästetorwart Andreas Weyherter. Der Gast enttäuschte in der ersten Hälfte und tauchte kein einziges Mal vor das Tor der Ornbauer gefährlich auf. Das 1:0 fiel durch Engelhardt nach einem Eckball durch Florian Sellinger. In der zweiten Halbzeit bestimmte der Tabellenführer überwiegend das Spiel und kam zu seinen ersten Torchancen. In der 53. Spielminute nutzte Diego Lopez Silva die erst zweite Chance durch einen Spielzug der Burgfarrnbacher zum Ausgleich. Burgfarrnnach machte danach weiter Druck. In der 70. Spielminute glänzte SVO-Torwart Lukas Halt durch eine starke Parade und hielt das Unentschieden zu diesem Zeitpunkt fest. Der SVO blieb durch Konter gefährlich, verpasste es aber erneut, Tore zu erzielen. In der 83. Spielminute verwandelte Fabian Schreiner sicher einen Foulelfmeter. Der SVO steckte nicht auf und Florian Sellinger verwandelte nach einem Freistoß von Marius Lehner, der ein starkes Stammelfdebüt gab, einen Kopfball zum viel umjubelnden Ausgleich. Marco Meier: "Schade, dass wir das Spiel nicht frühzeitig entschieden haben. Wie wir aber als Mannschaft nach dem 1:2 kurz vor Ende noch zurückgekommen sind, ist einfach nur geil. Die Mannschaft kann insgesamt gesehen sehr stolz auf sich sein." MM, SV Ornbau

Ein verdienter Sieg für die Rother, der auf einer soliden Mannschaftsleistung und vor allem einem starken Defensivverbund fußte. Deutenbach, das Markus Schindler nach 17 Minuten mit einer schweren Knieverletzung verlor, agierte wie gewohnt körperlich präsent. Nachdem der Krankenwagen Schindler abtransportiert hatte, tat sich lange Zeit nichts mehr, ehe Philipp Spießl unmittelbar vor der Pause zum 1:0 traf. Die Rother setzten auch in der zweiten Hälfte immer wieder Nadelstiche und verteidigte den Vorsprung ansonsten souverän. Nur zweimal wurde es gefährlich, doch der starke Philipp Kellner im TSG-Gehäuse war auf dem Posten. In den Schlussminuten machten Kevin Walthier mit einem verwandelten Foulelfmeter und Batuhan Tuluk den Deckel drauf.

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