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Gündogan: "Bin überrascht, dass sie da hinten drin stehen"

Vorschau Landesliga Nordost 18. Spieltag, Wochenende

Die Quelle trifft zum Rückrundenstart auf einen TSV Kornburg unter Druck. Zum Kellerduell kommt es in Groß'lohe, Baiersdorf könnte mit einem Dreier gleichziehen. Auswärtsaufgaben haben Herzogenaurach und Feucht vor der Brust.

Coach Gündogan und seine Quelle bekommen es mit Kornburg zu tun.

 / © Zink

Zum Rückrundenauftakt in der Landesliga Nordost müssen die Pumas zum SV Mitterteich reisen - die zeitlich längste Anfahrt. Anstoß ist am Samstag 15:00 Uhr. Im Hinspiel erkämpfte sich der SV Mitterteich mit viel Glück ein 0:0 in Herzogenaurach. Im Moment trennen beide Kontrahenten nur drei Punkte in der Tabelle. Mit 21 erzielten Toren holten der SV seine 24 Punkte sehr effektiv. Die Gastgeber traten in der Vorrunde mannschaftlich geschlossen auf, so ist die Mannschaft für jeden Gegner schwer auszurechnen. Letzte Woche rannte man bekanntlich 84 Minuten vergeblich einem Rückstand hinterher. Samstag ist der gegen Neudrossenfeld schmerzlichst vermisste Rockwell wieder mit von der Partie, so dass Trainer Karches variabler in der Aufstellung sein kann. uz

"Das war bisher unsere schwächste Darbietung in dieser Saison", fasst Serdal Gündogan, Trainer der SG Quelle Fürth, das letzte Spiel gegen den SV Friesen zusammen. Ein hartes, aber gerechtes Urteil, wenn man den Spielverlauf betrachtet. Zuerst hatte die Quelle einen Rückstand gedreht, doch dann den knappen Vorsprung wieder hergegeben. In der hektischen Schlussphase hatte erst Doppeltorschütze Nino Seiler Gelb-Rot gesehen und schließlich hatte sich David Cabrera Diaz noch zu einer Beleidigung hinreißen lassen. "Wir haben das intern geklärt", sagt Gündogan, "damit ist die Sache erledigt". Was dem Coach mehr Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass seine Taktik nicht aufging. "Wir konnten unseren Plan zu keiner Zeit durchsetzen", sagt er. Im Heimspiel am Samstag gegen den TSV Kornburg soll das besser werden. Die Gäste befinden sich in einer gruseligen Phase mit fünf Niederlagen in Folge. Nur aufgrund der Schwäche der Konkurrenten hat man nur vier Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Trotzdem warnt Gündogan vor dem TSV. "Die Negativserie hat Kornburg nicht geschadet", sagt der Trainer. Dass die Kornburger tief im Abstiegskampf verwickelt sind wundert ihn: "Ich bin überrascht, dass sie da hinten drin stehen, denn sie haben Qualität." Für die Fürther zählt aber in erster Linie wieder die eigene Leistungsfähigkeit auf den Platz zu bekommen. Dann sollte es nach fünf sieglosen Spielen in Folge auch wieder mit einem Dreier klappen. Lucas Werner wird für das Spiel voraussichtlich ausfallen. Nun zum TSV Kornburg: In fünf Spielen gab es nun schon nichts Zählbares mehr. Zuletzt allerdings war trotz der 2:4-Heimniederlage gegen den 1. SC Feucht eine deutliche Steigerung erkennbar. "Wir haben das Spiel analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht alles schlecht war", resümierte Trainer Klaus Mösle. Vor allem defensiv habe man sich deutlich steigern können, was wohl auch das Verdienst von Neuzugang Michele Rinchiuso gewesen sei. Der 33-Jährige war jetzt schon über sechs Monate nicht mehr bei einem Verein unter Vertrag und daher sofort spielberechtigt. Bei ihm spürte man schnell, dass er sofort helfen kann. Allein auf Grund seines großen Erfahrungsschatzes. Seine bisherigen Stationen - unter anderem bei der SpVgg Bayreuth, ASV Neumarkt, SV Seligenporten oder SC Freiburg II in der Bayern- oder Regionalliga - könnte der Mannschaft sicherlich zu Gute kommen. Mit ihm und auch den übrigen Leistungsträgern im Team glaubt Mösle schon, dass der TSV Kornburg den Weg aus dem Tabellenkeller finden kann. Es ist ein steiniger Weg, ein Weg der kleinen Schritte, aber "es ist beileibe nicht hoffnungslos", versprüht Mösle viel Selbstvertrauen. Inwieweit das alles hilfreich ist, damit bereits am Samstag im Gastspiel bei der SG Quelle Fürth (Anpfiff 15 Uhr), Zählbares herausspringt (ähnlich wie beim 0:0 in der Vorrunde vor heimischer Kulisse), muss man abwarten. Dass die SG Quelle zuletzt auch keine hohen Sprünge getätigt hat, lässt sich aus den Ergebnissen ableiten. Die Fürther haben ebenfalls fünf Mal nicht gewonnen, dabei aber immerhin vier Punkte geholt — vier Punkte mehr als Kornburg. Timo Weith / Roland Jainta

"Mit etwas mehr Zielstrebigkeit hätten wir gegen Bamberg führen müssen", sagt Baiersdorfs Coach Thomas Luckner im Rückblick auf das Spiel am letzten Wochenende. Es waren tatsächlich nur Nuancen, die den Tabellen-15. vom -zweiten getrennt haben. Aber genau das ist es, was dem BSV derzeit fehlt. Die Baiersdorfer hatten ihre Möglichkeit zum 1:0 ausgelassen, auf der Gegenseite schlug Eintracht Bamberg nach einem Ballgewinn eiskalt zu. "Wir haben im Moment nicht das Selbstvertrauen und die Qualität wie beispielsweise die Bamberger", sagt Luckner. Am kommenden Samstag gegen den SC Großschwarzenlohe stehen die Vorzeichen anders. Der SC hat mit drei Siegen und einem Unentschieden zuletzt gezeigt, dass er in der Landesliga angekommen ist. Mit dem Heimsieg gegen Selbitz haben sie sich drei Punkte Vorsprung auf den BSV verschafft. Leichter wird die Aufgabe für Luckner und seine Mannschaft gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt dadurch nicht. Trotzdem ist der Coach zuversichtlich und beschwört auch ein wenig den Mut der Verzweiflung. "Wir wollen in diesem Auswärtsspiel nun endlich mit einem Sieg den Bock umstoßen", so Luckner. Das ist auch nicht nur aufgrund der Tabellensituation nötig. 13 Spiele ohne Sieg und vier Niederlagen in Folge hat der Baiersdorfer SV auf dem Konto. Ein Grund dafür ist die personelle Situation, die der Coach dennoch nicht als Ausrede gelten lassen will. Jedoch konnte man in der gesamten Vorrunde nur ein einziges mal mit dem kompletten Kader antreten. Auch am Samstag muss Luckner wieder improvisieren. Christoph Lehmann wird aller Voraussicht nach weiter wegen einer Grippeerkrankung fehlen. Und auch Nico Geier hat der Virus in dieser Woche niedergestreckt. Außerdem fehlt Philipp Eismann aufgrund schulischer Verpflichtungen. "Die Spieler, die sonst Ansprüche stellen. müssen nun zeigen was sie können", nimmt Luckner sein übriges Team in die Pflicht. Schwenk zum SC Großschwarzenlohe: Drei Siege und ein Unentschieden hat die Elf von Trainer Florian Bauer zuletzt eingefahren. Der Spielertrainer wird nach seinem berufsbedingten Fehlen vor einer Woche wieder ins Team zurückkehren. Das Hinspiel beim BSV haben die Großschwarzenloher am ersten Spieltag mit 0:1 verloren. Allerdings will Bauer die beiden Aufgaben nicht miteinander vergleichen: "Wir sind in der Zwischenzeit reifer geworden, haben in dieser Spielklasse Erfahrung gewonnen - und wir stehen nicht so unter Druck wie unser Gegner", ließ er durchblicken. Der Baiersdorfer SV hat nach gutem Saisonstart mit dem angesprochenen 1:0-Heimsieg über den SCG und drei Siegen in vier Spielen kein Spiel mehr gewonnen. Immerhin 13 Mal gelang kein "Dreier" mehr, die vier letzten Partien gingen allesamt verloren. Klar, dass man sich in Großschwarzenlohe für das Heimspiel am Samstag einiges ausrechnet. Timo Weith / Roland Jainta

An den 13. Juni dieses Jahres denken sie beim SC im Moment gerne zurück. Das 9:0 der Feuchter gegen Sonnefeld war der verheißungsvolle Auftakt in eine Landesligasaison, die bekanntlich im nächsten Mai mit dem Aufstieg in die Bayernliga enden soll. Nun zur Saison-Halbzeit steht mit dem ersten Spieltag der Rückserie erneut das Duell gegen die Kellerkinder aus Oberfranken an (Sonntag, 15 Uhr). Und so ziemlich alle Anhänger der Zeidler erwarten ein ähnliches Highlight wie im Hinspiel. Genau das bereitet Trainer Florian Schlicker jedoch ein wenig Sorge. Denn für seine Elf kann das Spiel in Sonnefeld zur Hypothek werden. Fakt ist: Der SC Feucht kann in Sonnefeld eigentlich nur verlieren. Gemessen an dem Hinspielergebnis wäre alles außer ein erneuter Kantersieg eine herbe Enttäuschung für den hochfavorisierten Sportclub. „Genau das ist aber das Problem“, betont Schlicker. „Auch Sonnefeld hat sich im Lauf der letzten Wochen und Monate weiterentwickelt. Wir müssen dieses Spiel von Anfang an ernst nehmen. Wenn sich bei uns ein Schlendrian einschleicht, kann es ganz schnell nach hinten losgehen.“ Personell muss sich der Feuchter Übungsleiter für das Spiel beim abgeschlagenen Schlusslicht (nur vier Punkte) dagegen keine Sorgen machen. Nur Aleks Nikopoulos fällt aus, der Rest seiner Truppe ist einsatzbereit. Allerdings möchte Schlicker das Spiel beim Tabellenletzten nutzen, um zu rotieren oder wie er es formuliert: „Vielleicht bekommen ein paar Spieler mal eine Verschnaufpause.“ Und damit gleichzeitig seine zweite Garde die Chance, ein wenig Spielpraxis zu sammeln. Schließlich brauchen die Feuchter einen funktionierenden Kader, der anders als in der Hinserie personelle Schieflagen besser auffangen kann. Allzu tiefgreifend werden die Wechsel jedoch wohl nicht ausfallen, denn einen weiteren Patzer, so wie erst kürzlich beim 1:1 gegen Röslau, dürfen sich die Feuchter nach ihrem Abrutschen auf Platz vier nun definitiv nicht mehr erlauben, wenn sie nicht vorzeitig ihr großes Ziel Aufstieg begraben wollen. Geprägt von diesen Eindrücken fällt auch Schlickers Halbzeit-Bilanz aus: „Ich würde uns aktuell eine Schulnote zwei geben. Unsere Punktausbeute ist nicht schlecht. Aber wir können auch die Tabelle lesen und sind nicht da, wo wir eigentlich stehen wollten. Im Moment laufen wir der Musik ein wenig hinterher.“ Ganz konkret sind es derzeit fünf bzw. sechs Punkte die den Feuchtern auf den Tabellenzweiten Bamberg und Primus Neudrossenfeld fehlen. Etwas positiver fällt das Zwischenfazit von SC-Macher Manfred Kreuzer aus: „Wenn man sieht, was wir in der Hinrunde für Probleme mit Verletzten und Sperren hatten, können wir eigentlich zufrieden sein. Von den vier Mannschaften, die aktuell oben stehen, haben wir den schlechtesten Startplatz. Aber wir haben den Vorteil, dass wir noch alle drei Gegner zuhause haben.“ Eine stimmige Einschätzung der Situation, die jedoch nur dann Bestand haben wird, wenn die Feuchter weitere Patzer vermeiden. Krischan Kaufmann

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