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Rahner: "Wenn Schwaig spielt, gewinnt am Ende auch Schwaig"

Vorschau Bezirksliga Nord 16. Spieltag

Nach zehn Siegen am Stück ist das Selbstvertrauen beim SV Schwaig naturgemäß bis in den Himmel gewachsen. Am Sonntag wartet mit Abstiegskandidat Bayern Kickers ein auf dem Papier machbarer Gegner. Neben zwei Kellerduellen erwarten die Bezirksliga-Fans am Wochenende eine Antwort auf die Frage, ob Verfolger Stadeln sein Disziplin-Problem in den Griff bekommt.

Glaubt felsenfest an seine Mannschaft: Helmut Rahner, Trainer des unaufhaltsam scheinenden Spitzenreiters SV Schwaig.

 / © Sportfoto Zink

Aufstiegsanwärter FSV Stadeln kassierte beim 1:2 in Buckenhofen die dritte Pleite in Folge. Die Undiszipliniertheiten will Coach Manfred Dedaj nicht weiter tolerieren. "Die Undiszipliniertheiten sind nicht zu akzeptieren und dürfen nicht mehr vorkommen. Ich habe das in dieser Woche klar angesprochen und habe da auch keine Lust mehr drauf", so Dedaj mit klaren Worten. Den Willen konnte er seinem Team nicht absprechen. "Die Mannschaft hat gewollt. Wahrscheinlich hätten wir sogar zu Zehnt das Spiel gewonnen. Aber wir brauchen jetzt nichts schönreden." Alle geben Vollgas im Training und wissen worum es geht. "Wir müssen enger zusammenrücken und uns diszipliniert verhalten. Wichtig ist, so schnell wie es geht wieder drei Punkte einzufahren", so der FSV-Coach. Für Gutenstetten setzte es zu Hause gegen Hüttenbach trotz des warnenden Trainers Daniel Tarone eine deutliche 1:6-Niederlage. "Wir wussten um die starke Offensive, haben ihnen aber trotzdem viele Räume gegeben und kapitale Fehler im Aufbau gemacht. Das war eine ganz schlechte Leistung", so Tarone deutlich. An den Schwächen haben sie in dieser Woche besonders gearbeitet und wollen es in Stadeln besser machen. "Wir haben die ganze Woche versucht an unseren Fehlern zu arbeiten. Wir können es am Samstag wieder besser machen. Ich freue mich auf das Spiel gegen einen starken Gegner und erwarte von den Jungs eine Reaktion."

Für Buckenhofens Aushilfscoach Bernd Feulner steht am Wochenende zum vorerst letzten Mal am Seitenrand des SV Buckenhofen, denn seit Donnerstag ist Chefcoach Helmut Wolff (zuletzt auf Kur) wieder da. Am Sonntag werden sie gemeinsam auf der Trainerbank sitzen. Nach fünf Partien kann Feulner auf eine starke Serie zurückblicken. Vier Siege konnte das Team unter seiner Leitung einfahren. Nur einmal gingen sie leer aus. Im Heimspiel gegen den TV 48 Erlangen ist der Wunsch klar. "Ein Sieg zum Abschluss wäre natürlich schön. Es wird verdammt schwer, aber unsere Aufgabe ist es, die Punkte zu Hause zu lassen. Beim TV sind die letzten Spiele unglücklich gelaufen. Sie waren meistens am Drücker und werden auch bei uns versuchen die drei Punkte einzufahren", so Feulner. Während der TV 48 Erlangen bei der 2:3-Niederlage beim ASV Fürth in der ersten Hälfte noch Moral bewies, enttäuschten die Jungs von Udo Sasse in der zweiten Halbzeit komplett. "Das ärgert mich weil es ein richtig wichtiges Spiel für uns war. Wir sind recht kopflos angerannt und haben sofort das 2:3 kassiert. Fürth hat gekämpft und alle hatten am Ende Krämpfe. Wir sind zwar angerannt aber ohne gefährlich zu werden", so Sasse. Für den TV-Trainer ist der Aufsteiger am Sonntag der Favorit. "Sie sind richtig stark und haben Qualität. Ziel ist es etwas mitzunehmen, wohl wissend dass es verdammt schwer wird."

Die Leistung beim 6:1 Sieg in Gutenstetten fand Coach Kevin Trauner "über 90 Minuten fast schon überragend. Besonders die erste Halbzeit war aller erste Sahne. Da kann man fast schon von einem perfekten Auswärtsspiel sprechen." Trauner konnte in Gutenstetten nur auf 13 Spieler zurückgreifen und hofft dass sich die personelle Situation sich bis zum Spiel gegen Cagrispor entspannt. "Cagri hat gute Spieler. Das wird sicherlich ein heißer Tanz. Wir müssen trotzdem auf uns und unsere Stärken schauen, um dem Spiel unseren Stempel aufdrücken zu können. Wir wollen die drei Punkte unbedingt in Hüttenbach lassen, um uns weiter vorne festzukrallen", so Trauner selbstbewusst. Cagrispor konnte nach zwei Niederlagen mit einem 2:0-Sieg über Kalchreuth mal wieder einen Dreier landen. Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde muss die Karali-Elf nach Hüttenbach reisen. Dort wollen sie den nächsten Favoriten ins Straucheln bringen, um den Anschluss nach oben wieder herzustellen.

Ein 0:0 konnten die Jungs von "BaKi"-Trainer Saim Kök bei der "Spieli" einfahren. "Vor dem Spiel hätte ich den Punkt gerne genommen. Dem Spielverlauf nach wäre sicherlich mehr für uns drin gewesen", so Kök über den Auftritt in Erlangen. Im Großen und Ganzen war er mit seinem Team zufrieden, gegen den Spitzenreiter muss aber noch einmal eine Leistungssteigerung her. "Es wird ein hartes Stück Arbeit für uns. Wir müssen ein bis zwei Schippen drauflegen. Es wird nicht reichen nur vernünftig zu verteidigen, wir müssen auch nach vorne etwas machen. Ich bin da gar nicht so pessimistisch." Die beeindruckende Serie des SV Schwaig geht indes weiter. Auch der ASV Weisendorf konnte die Rahner-Elf nicht stoppen. Kurz vor Schluss konnte Weber den vielumjubelten 3:2 Siegtreffer erzielen. "Wir haben gegen eine überragende Mannschaft gespielt. Wir wollten nach dem 2:0 zu schnell aufs dritte und vierte Tor und haben dann die Quittung bekommen. Kurz vor Schluss habe ich noch einen Stürmer gebracht, das hat sich dann ausgezahlt", so Rahner. Für den SVS-Coach ist jedes Spiel eng. Er will weiter marschieren und bei Bayern Kickers den elften Sieg einfahren. "Wir haben in den letzten Wochen über den Schnitt gespielt. Aber wir haben uns das erarbeitet. Bei 'BaKi' wollen wir wieder eine ordentliche Leistung abrufen und weiter im Fahrwasser bleiben. Gegen Mannschaften von unten haben wir uns immer brutal schwer getan." Er erwartet, dass es dort wieder richtig zur Sache gehen wird und hat Gary Linekers Spruch etwas umfunktioniert. "Wenn Schwaig spielt - gewinnt am Ende auch Schwaig", so Rahner schmunzelnd.

Türkspor konnte sich beim 7:2 Sieg in Neunkirchen etwas den Frust von der Seele schießen. Nun will die Mannschaft von Mehmet Marabaoglu gegen den ASV Fürth einen Fluch brechen. "Wir haben es in dieser Saison in der Liga noch nicht geschafft zwei Siege in Folge einzufahren. Das soll sich jetzt endlich ändern", so der Coach vor dem Spiel gegen den ASV. Die Fürther konnten ihre Negativserie gegen den TV 48 Erlangen beenden und mit 3:2 gewinnen. Jetzt geht es für die Jungs von Wilhelm Satzinger gegen Türkspor, die unmittelbar über dem Strich stehen. Um den Anschluss an das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren, wären Punkte eminent wichtig.

Beim 2:0 Sieg gegen Lauf konnte Hersbruck den lang ersehnten Sieg einfahren. "Der Sieg war natürlich sehr wichtig für uns. Nicht nur wegen unserer Negativ-Serie, sondern auch weil man sich sehr gut kennt und schätzt. Dann ist es schon sehr schön gegen einen Nachbarn zu gewinnen", so Hersbruck-Kapitän Rene Bongers. "Der Sieg war schon verdient, weil wir die selbstbewusstere, konsequentere Mannschaft waren und uns das Quäntchen Glück wieder erarbeitet haben." Für ihn gilt es gegen Veitsbronn das neue Selbstbewusstsein beizubehalten und dadurch wieder spielerisch einen kleinen Schritt nach vorne zu machen. "Veitsbronn zeichnet sich vor allem durch eine starke Defensive aus. Wir wollen da dagegenhalten und versuchen nochmal nachzulegen. Jetzt zum Ende der Hinrunde wollen wir noch einmal punkten", so der Kapitän gewillt. Mit vier Siegen im Rücken reist der ASV Veitsbronn nach Hersbruck. "Die Mannschaften, die in einer 'Mini-Krise' stecken, gewinnen irgendwie plötzlich bevor es gegen uns geht", so ASV-Coach Alex Rambau mit einem Augenzwinkern über den jüngsten Erfolg des FC (zuvor war es mit der SpVgg Diepersdorf der Fall). "Sie waren die letzten beiden Jahre sehr erfolgreich und sind in der Liga einer der besseren Teams. Wir wollen ihre momentane Flaute ausnutzen und dort zum Erfolg kommen."

Die SpVgg Diepersdorf musste sich in Veitsbronn knapp mit 1:2 geschlagen geben. Für Spielertrainer Daniel Wolf kein Beinbruch. Jetzt geht es gegen den Tabellenletzten. "Auch wenn wir personell sehr dünn besetzt sind, haben wir uns in den letzten Wochen stabilisiert. Gegen Neunkirchen wollen wir an die letzten zwei erfolgreichen Heimspiele anknüpfen. Den Druck sehe ich bei Neunkirchen etwas höher als bei uns", so Daniel Wolf. Das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde findet für den TSV Neunkirchen in Diepersdorf statt. In der Fremde konnte der TSV noch nichts zählbares mitnehmen. "Das wollen wir unbedingt ändern. Wir müssen 90 Minuten konzentriert spielen und alles geben, dann ist wie immer alles möglich", so Co-Trainer Damir Hasaj.

"Wir verursachen zwei dumme Elfmeter und können am Ende einen Standard nicht verteidigen. So verlierst du dann beim Tabellenführer. Wir haben nach dem 0:2 Charakter gezeigt und sie in der zweiten Halbzeit hinten reingedrückt. Trotz dem hohen Aufwand stehen wir erneut ohne Punkte da", so Trainer Bernd Fuchsbauer zur 2:3-Niederlage seines ASV Weisendorf in Schwaig. Die Leistungen der vergangenen Spiele seien in Ordnung gewesen und man war keinem Gegner hoffnungslos unterlegen. Dennoch hob der Coach nach dem Spiel warnend den Zeigefinger. "Aus solchen Spielen musst du zählbares mitnehmen. Es bleibt weiter eng. Die positive Entwicklung ist ja zu sehen. Wir müssen aus dieser Phase gestärkt herausgehen und unsere Fehler minimieren." Gegen den SK Lauf wollen sie ihre guten Leistungen endlich wieder vergolden. "Es sind noch sieben Spiele und wir wollen noch Punkte holen, um nach unten etwas Luft zu haben. Das Team ist gefestigt und wird alles daran setzen damit wir im Heimspiel gegen Lauf als Sieger vom Platz gehen", so der ASV-Coach. Für den SK Lauf setzte es zuletzt zwei Derby-Niederlagen. "Wir müssen den Blick jetzt nach unten richten. Leider sind die Leistungsschwankungen aktuell zu groß und uns fehlt es einfach an Konstanz. Hinten sind wir zu anfällig und vorne fehlt es uns an Durchschlagskraft", so SKL-Spielleiter Mario Kulla. Dennoch ist der Spielleiter zuversichtlich dass sich das auch wieder ändern wird. Am besten gleich in Weisendorf. "Denen geht es ja ähnlich wie uns. Ich glaube an diesem Tag gibt es keinen Favoriten, da wird die Tagesform entscheiden."

Kalchreuth musste nach sechs Spielen ohne Niederlage mal wieder eine Niederlage einstecken. Beim 0:2 bei Cagrispor konnte das Team von Joao Oliveira keine gute Leistung auf den Platz bringen. "Wir konnten in allen Mannschaftsteilen nicht an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen", so Kapitän Markus Giering, der darin aber auch kein riesiges Drama sieht. Im Duell mit der "Spieli" wird für ihn die Tagesform entscheidend sein. "Sie haben mittlerweile wieder sehr gut in die Spur gefunden und spielen ordentlichen Fußball. Wir haben Respekt vor ihnen, sie denke ich aber auch vor uns." Die "Spieli" musste sich beim 0:0 gegen Bayern Kickers mit einem Punkt begnügen. Damit kann Coach "Jojo" Müller aber durchaus leben. "Es war kein gutes Spiel von uns und deswegen müssen wir auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Wir waren an dem Tag einfach nicht gut drauf und 'BaKi' hat das auch richtig gut gemacht." Für Müller ist Kalchreuth ein heißer Titelkandidat. "Es ist immer reizvoll gegen einen Favoriten zu spielen. Dann werden wir auch sehen wie weit wir sind. Es wird interessant, aber wir müssen schon alles raushauen um das Spiel zu gewinnen", so der "Spieli"-Coach.

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