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Baiersdorfs magische Minuten bringen einen Dreier in G'schwarzenlohe

Landesliga Nordost 18. Spieltag, Samstag

Der Baiersdorfer SV hat binnen weniger Minuten einen deutlichen Auswärtserfolg beim SC Großschwarzenlohe herausgeschossen. Im mittelfränkischen Duell zwischen der Quelle Fürth und Kornburg ging es hin und her. Der 1. FC Herzogenaurach nahm aus Mitterteich neben einem Punkt ganz viele positive Erlebnisse außerhalb des Rasens mit.

Durchgesetzt: Der Baiersdorfer SV (in Rot) hat in der Tabelle mit Samstagsgegner Großschwarzenlohe gleichgezogen.

 / © Robert Gerner

Die 13 Spiele andauernde Serie ohne Sieg des Baiersdorfer SV hat ein Ende gefunden. Beim SC Großschwarzenlohe gelang der Mannschaft von Thomas Luckner endlich der ersehnte Sieg. Die Partie hatte dabei zunächst rasant begonnen. Zweimal konnten die Hausherren eine scharfe Hereingabe vor einem Baiersdorfer Stürmer noch klären. Danach verflachte die Partie zusehends. Der Platz des SC war schwer zu bespielen und auch die Großschwarzenloher selbst trugen nicht unbedingt mehr als nötig zum Spiel bei. Lediglich durch Standards kamen sie gelegentlich vor das Tor der Gäste. Dementsprechend ging es torlos in die Pause. Von dort kamen die Baiersdorfer hellwach zurück. Nach einer Balleroberung hätten sie in der 46. Minute in Führung gehen müssen, doch statt den Abschluss zu suchen, vertändelten sie die Kugel. Anschließend wäre der BSV für diese Nachlässigkeit beinahe bestraft worden, doch Christopher Teuber hielt im Eins-gegen-Eins seinen Kasten sauber. In der 78. Minute flog SCG-Akteur Philip Spindler nach einer Unsportlichkeit mit Gelb-Rot vom Platz. In der 84. Minute platzte dann endlich der Knoten bei Baiersdorf. Kenan Ramic köpfte eine Ecke zum 1:0 in die Maschen. Und Ramic war es auch, der nur 60 Sekunden später eine Flanke von rechts zu Nico Geier schlug, der auf 2:0 erhöhte. Wieder nur eine Minute später sorgte Ramic noch für den 3:0-Endstand, als er wunderbar frei gespielt worden war und nur noch ins leere Tor abschließen musste. Dem BSV gelang damit endlich der dringend benötigte Befreiungsschlag, wodurch er Großschwarzenlohe überholt und auf Platz 13 klettert. 

Quelle-Trainer Serdal Gündogan hatte sich überrascht gezeigt von der Tabellensituation der Kornburger und hatte zugleich gewarnt, dass der TSV viel Qualität habe. Und das zeigten die Gäste schon nach wenigen Minuten. Nach einem Freistoß brachte Yanick Uschold die Kugel unter Kontrolle, schoss dann aber weit über den Kasten. In der 17. Minute zeigte dann aber die Quelle ihre Klasse. Über eine sehenswerte Ballstafette kam das Leder zu Dennis Reinholz, der den Kornburger Keeper überwand. Doch die Kornburger konnten umgehend antworten. Alexander Arlt spielte einen starken Steilpass in den Lauf von Sebastian Schulik, der Wasilios Tsagos im Tor der Hausherren überwand. Keine zwei Minuten später drehten die Gäste das Spiel. Einen Freistoß von links brachte Pascal Abele gefährlich in den Sechzehner. Keiner kam mehr an den Ball und die Kornburger führten aus dem Nichts mit 2:1. Die Quelle war danach das aktivere Team, brachte aber nichts Zählbares mehr zustande. In der zweiten Hälfte passierte lange wenig. Bis zur 74. Minute, als Nino Seiler einen Freistoß von rechts im Getümmel über die Linie drücken konnte. Der nicht unverdiente Ausgleich für die Fürther. Kurz vor Schluss dann noch einmal große Aufregung: Eine weite Flanke von rechts hatte Seiler aus vier Metern nur an die Latte geköpft, den Nachschuss blockte Christoph Klier mit der Hand. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß und zeigte Klier glatt Rot. Reinholz verwandelte den Elfmeter zur 3:2-Führung. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gab es noch einmal einen Freistoß für Kornburg. Den scharf hereingebrachten Ball verpassten aber gleich zwei TSV-Akteure. Damit blieb es beim knappen Sieg für die Quelle. Die Fürther verbessern sich damit auf den sechsten Tabellenplatz, der TSV Kornburg bleibt Sechzehnter. 

Schiedlich friedlich mit 0:0 trennten sich der SV Mitterteich und der FC Herzogenaurach am Samstagnachmittag. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die erste Halbzeit gehörte den Gästen, die mit einem Pfostenschuss die größte Chance des Spiels verzeichnen konnten. Spielerisch waren die Pumas überlegen, verpassten es aber ein Tor zu erzielen. Im zweiten Durchgang hatten dann die Mitterteicher die besseren Gelegenheiten. Zweimal kamen sie gefährlich über außen und passten vors Tor, wo FC-Torhüter Christoph Juckelandt energisch eingreifen musste. Da auch den Hausherren kein Treffer gelang, endete die Begegnung torlos. Ein Umstand, mit dem sich Herzogenaurachs Trainer Jakob Karches anfreunden konnte. "Als Abwehrspieler kann ich mit dem Ergebnis leben", sagte er. Das eigentliche Highlight fand nach dem Spiel statt, denn die Mitterteicher revanchierten sich mit Schweinebraten und Bier für den Saisonauftakt in Herzogenaurach. Auch dort hatte man sich 0:0-Unentschieden getrennt und danach noch zusammen gefeiert. "Da bahnt sich eine Freundschaft zwischen beiden Mannschaften an", sagte Karches, "so etwas habe ich in meinen zwölf Jahren Amateurfußball noch nicht erlebt". Für die nächste Begegnung spricht der FCH-Coach bereits eine Einladung an den SV Mitterteich aus: "Wir spielen erst wieder 0:0 und danach wird gefeiert".

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