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Die Bezirksligen haben jetzt ein Sprecherteam

Bezirksliga-Wintertagung

Die nach längerer Pause reaktivierte 'Wintertagung der Bezirksligisten' wurde am Montagabend in den Räumlichkeiten des Nürnberger Bezirksligisten Cagrispor in Rekordzeit abgewickelt. Größte Neuigkeit war die Präsentation eines von Spielleiterin Hofmann eingeführten Bezirksliga-Sprecherteams.

Bezirksspielleiterin Sandra Hofmann, gerahmt vom neuen Sprecherteam: Jörg Steinbauer, Fabian Lämmermann,  Johann Spahr und Ercan Özcan (von links).

 / © Robert Schmitt

Fast schon entschuldigend klang es, als Sandra Hofmann die Angelegenheit am Montagabend nach etwas mehr als einer halben Stunde beendete: "Mehr gibt's von meiner Seite nicht", sagte sie, und auch die angereisten Vereinsvertreter hatten keine Wünsche mehr offen. "Also war's das". Das, was zuvor bei dieser Wintertagung thematisiert worden war, hätte sicher keine persönliche Anreise aus Westmittelfranken oder von der oberbayerischen Grenze bedurft. Die Tagung habe auf Wunsch der Vereine stattgefunden, so die neue Bezirksspielleiterin Hofmann, zuvor hatte ihr Vorgänger Ludwig Beer das Wintertreffen für ein paar Jahre eingestampft.

Mit Cagrispor fand sich ein Gastgeber, der hinter der glitzernden Fassade der Millî Görüs-Moschee im Nürnberger Süden mit schlichten und geeigneten Räumlichkeiten für diesen kurzen Abend aufwartete: An drei langen Tafeln saßen die Vereinsvertreter - bis auf den TSV Berching und den SVG Steinachgrund war jeder Verein anwesend - und lauschten den knappen Ausführungen ohne Zwischenfragen. "Es ist spannender, in die Zukunft zu schauen", sagte nach einem knappen Rückblick Bezirksspielleiterin Sandra Hofmann, von ihren männlichen Mitrednern zu Beginn konsequent 'Sonja' genannt. Weil sich aber die wohl spannendste Frage, die nach der Auf- und Abstiegsregelung für die kommende Saison, aufgrund der Variablen noch nicht behandeln ließ ("Wir wissen nicht, wer von oben kommt. Auch wer es nach oben schafft, ist offen"), beschränkte sich ihr Blick in die Zukunft auf Termine für das Relegationsspiel der beiden Endtabellen-14. (25.05., 15 Uhr, auf neutralem Platz), für das Auftaktspiel der kommenden Saison (26.07., bei einem Verein der Bezirksliga Süd) und für den Erdinger Meistercup (30.06., beim SV Schwaig).

Neues Bezirksliga-Sprecherteam

Mit der Einführung eines 'Bezirksliga-Sprecherteams' hatte Hofmann dann aber noch eine Neuerung parat: "Pro Liga zwei bis drei Vertreter" sollen künftig, so Hofmann, "als Ansprechpartner und Sprachrohr" für alle Vereine dienen und mitreden bei Rahmenterminkalender und Auf- und Abstiegsregelung, sowie weitere Ideen einbringen. Generell wolle sie damit die Kommunikation erhöhen und "näher zusammenrutschen", so Hofmann. Und die Bezirksspielleiterin hatte vorgersorgt, präsentierte mit Fabian Lämmermann (FC Hersbruck) und Ercan Özcan (Cagrispor) für die Bezirksliga Nord, mit Johann Spahr (SV Wettelsheim) und Jörg Steinbauer (TSV Freystadt) für die Bezirksliga Süd jeweils zwei Köpfe. Weitere Spontankandidaten fanden sich nicht, abgestimmt wurde ohne Gegenstimme per Handzeichen. Somit war auch das abgehakt.

Zuvor hatte bereits Siegmar Seiferlein die bisherige Kartenstatistik präsentiert, hier hatte die Staffel Süd - sowohl was gelbe, rote als auch Ampelkarten betrifft - klar die Nase vorne. Zudem verlangte er mehr Respekt gegenüber den Unparteiischen: "Beleidigungen mit scharfen Worten haben zugenommen", so der Bezirks-Schiedsrichterobmann, der obligatorisch zu mehr Achtung mahnte: "Vergesst auch die dritte Halbzeit nicht!" In der lasse sich im Vereinsheim nach der Partie vieles ausräumen, so Seiferlein, der auch auf den beruhigenden Effekt des Schlafes setzt: "Beschwerde-Anrufe an uns am besten erste zwei Tage, nicht schon zwei Stunden später". Außerdem äußerte sich Seiferlein in der Causa 'Unterziehhemden und -hosen'; die müssen bekanntlich ab Landesliga aufwärst schon den Trikotfarben entsprechen: "Das wird auch in der Bezirksliga über kurz oder lang einheitlich werden." Grund seien vermehrte Videoaufzeichnungen - und das solle dann auch "ordentlich aussehen". Ein dritter Redner war Thomas Zöllner, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts, der sich von den Vereinen wünschte, "mehr proaktiv vorzugehen" gegen unsportliches Verhalten den Schiedsrichtern gegenüber. Etwa 80 Verhandlungen habe es gegeben, "davon waren aber nur 33 Rote Karten." Ansonsten sei die Hinrunde normal verlaufen, so Zöllner. So normal, dass es an diesem Abend nur Redebedarf für 40 Minuten gab.

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