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Oliver Janz: Ein Mann für alles

Nach dem 1:3 gegen Vach

Auch Oliver Janz hatte Ostern-Pläne. Eigentlich wollte er einen Kumpel in Berlin besuchen. Doch nach dem 1:3 gegen den ASV Vach geht es am Samstag erst einmal zum Straftraining an die Langenaustraße. Trainer Bernd Eigner hatte im Erfolgsfall ein freies Wochenende in Aussicht gestellt, gegen den Abstiegskandidaten der Bayernliga erwarteten schließlich alle einen Sieg. Kam dann aber anders.

Gegen Vach 45 Minuten auf der Bank, nach der Einwechslung aber ebenfalls glücklos: Oliver Janz spielt bereits seine fünfte Saison beim SC Eltersdorf. Bei den Quecken ist er glücklich, auch wenn es in dieser Saison nicht ganz rund läuft.

 / © Wolfgang Zink

„Wir haben eigentlich gut begonnen“, sagt Janz, der am Donnerstagabend die ersten 45 Minuten noch von der Bank aus verfolgte. „Vach hat mit seinem ersten Konter das Tor gemacht.“ Die Hausherren hatten zwar eine schnelle Antwort parat: In der 20. Minute setzte Kevin Woleman mit einem Pass Calvin Sengül in Szene, und der traf per Lupfer zum Ausgleich. Nach einer halben Stunde aber „flachte das Niveau ab“, Yuri Meleleo erzielte das 1:2 und die zweite Halbzeit, in der Janz nun auch ran durfte, „war nicht gut“. Die Gäste hingegen glänzten durch Effektivität, der ehemalige Eltersdorf Rico Röder traf zum 1:3. „Die machen aus drei bis vier Torschüssen drei Tore“.

Für die Eltersdorfer heißt das: Ostersamstag, 10 Uhr, Training. Auch für Oliver Janz. Sauer, dass er nicht von Beginn an spielen durfte, ist der 23-Jährige aber nicht. „Ich merke den Heuschnupfen extrem, da fühlt man sich nicht zu 100 Prozent fit. Spielen will man trotzdem.“

Praktikum mit den alten Lehrern

Aufgewachsen ist Janz im Schwabacher Ortsteil Wolkersdorf, in der C-Jugend kam er zum 1. FC Nürnberg, an der Bertolt-Brecht-Schule hat er sein Abitur gemacht. Über die SG Quelle Fürth ging es 2014 zum SC Eltersdorf. „Ich war immer glücklich hier, die Mannschaft ist überragend.“ An einen Wechsel hat er nie gedacht, auch weil er Fußball und Studium gut verbinden kann. An der FAU lässt sich Janz zum Lehrer für Wirtschaft und Sport ausbilden.

Anfang der Saison fehlte der Fußballer noch wegen einer Ellbogenverletzung, die er sich in einem Leichtathletik-Kurs beim Speerwurf geholt hatte. Ansonsten aber macht ihm das Studium Spaß, Lehrer sei der richtige Beruf, das habe er auch in seinen Praktika gemerkt. Aktuell muss er 150 Stunden absolvieren — an seiner alten Schule. „Das ist schon ungewohnt, mit Kollegen im Lehrerzimmer zu sein, die man früher noch als Schüler hatte.“

In den Vordergrund drängt sich Oliver Janz dort nicht, das ist nicht seine Art, auch beim Fußball nicht. Fünf Saisontore hat der Angreifer bislang erzielt, „hundertprozentig zufrieden“ ist er mit seiner Leistung nicht. An Toren alleine aber würde er es nie festmachen. „Ich bin jemand, der noch einmal auf den besser postierten Mitspieler querlegt“, meint Janz, „auch wenn letztlich Tore die Spiele gewinnen“. Insgesamt aber sei es eine schwierige Runde, anfangs die Speerwurf-Verletzung, zwischendrin Krankheiten, eine Rot-Sperre.

Dazu wechselte Oliver Janz weiterhin munter die Positionen. Ob Abwehr, Mittelfeld oder Angriff, rechts, links oder zentral, „ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt“. Außer im Tor habe er schon überall gespielt. Die Vielseitigkeit ist sein Vorteil. Platz drei ist weiterhin das Saisonziel. Zuallererst aber geht es zum Straftraining.

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