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Oliveira: "In dieser Liga steht momentan jedes Spiel auf des Messers Schneide"

Kalchreuth nach Ostern

Das schönste Geschenk hätten sie sich selbst machen können, es wäre so viel erfüllender gewesen als ein liebevoll gestaltetes Osternest voller Hasen, Eier und anderer süßer Naschereien. Bislang lief es für den FC Kalchreuth nicht so gut im neuen Fußballjahr, am Gründonnerstag aber hatten die Kicker von der Alm die Chance, das Aufstiegsrennen in der Bezirksliga Nord noch ein bisschen spannender zu machen. Der Konkurrenz zu zeigen, dass sie auch gerne weiter mitmischen würden im Kampf um die Landesliga.

Erfolgreich gegen den Tabellenführer: Der FC Kalchreuth gewann gegen den FSV Stadeln.

 / © Oliver Gold/ Zink

Nach dem 0:3 gegen den SV Buckenhofen aber schmeckte selbst der feinste Fisch am Karfreitag nicht. Auch am Samstag und Sonntag gerieten die Besuche bei Verwandten oder selbst das ausgiebige Sonnenbad ein bisschen schwieriger, schließlich verabschiedete sich der FCK mit dieser Niederlage wohl aus dem Aufstiegsrennen. „Mit einem Sieg wären es drei Big Points gewesen, wir hätten den Anschluss im Aufstiegskampf nicht verloren“, sagte Angreifer Leon Siefert nach dem Schlusspfiff.

Drei Tage nach der Niederlage aber zeigte die Mannschaft von Joao Oliveira, dass sie zu Recht als eine der besten dieser Liga gilt. Am Montagnachmittag schaute im FSV Stadeln jenes Team vorbei, das noch ein bisschen höher gehandelt wird – und das sich zuletzt mit einer Siegesserie an die Tabellenspitze geschossen hat, dorthin, wo auch der FC Kalchreuth gerne stehen würde. In den ersten 25 Minuten zeigten die Fürther Vorstädter auch, dass sie dort nicht zu Unrecht stehen, dann aber kam der FCK immer besser ins Spiel – und belohnte sich mit einem Tor. Rene Schmitt traf nach 40 Minuten zum erlösenden 1:0, Lars Mehlig legte in der 68. Minuten das 2:0 nach, mehr als der Anschlusstreffer (82., Yannick Loos) gelang den Gästen nicht mehr. Für Joao Oliveira war dieser Sieg auch ein bisschen Bestätigung – einerseits, dass seine Mannschaft ihre kleine Durststrecke mit zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen überstanden hat, andererseits aber auch, dass sie an guten Tagen jeden Gegner schlagen kann. „Wir haben gezeigt, dass wir auch eine Top-Mannschaft sind“, sagt der Kalchreuther Trainer.

Viel Lob von den Kollegen

Den verloren gegangenen Punkten der vergangenen Wochen will er gar nicht hinterhertrauern, „ich habe schon immer gesagt, dass es nur an uns liegt. Zuletzt waren eben ein paar Spieler angeschlagen und uns hat auch ein bisschen das Glück gefehlt.“ Denn es war ja nicht so, dass seine Mannschaft eingebrochen wäre, dass sie sich hätten gehen lassen und plötzlich all ihre Tugenden vergessen hätten. Im Gegenteil. Immer wieder hat Joao Oliveira von seinen Trainerkollegen und Bekannten Nachrichten bekommen, in denen sein FCK gelobt wurde, auch nach der 2:3-Niederlage gegen Weisendorf. „Das hört man natürlich gerne, weil es zeigt, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt“, sagt der Trainer.

Den Aufstieg hat er noch immer nicht abgehakt, auch wenn der SV Schwaig auf Relegationsplatz zwei schon acht Punkte entfernt ist. „In dieser Liga steht momentan jedes Spiel auf des Messers Schneide“, so Oliveira. Er will einfach weiterhin mit seiner Mannschaft Spaß am Fußball haben. „Wir haben keinen Druck aufzusteigen, aber wenn man sieht, was wir hätten erreichen können, bin ich natürlich ein bisschen enttäuscht“, sagt er. Umso wichtiger ist ihm deshalb, dass seine Spieler gleich am Donnerstagabend um 18.30 Uhr im Nachholspiel gegen Türkspor ihre gute Leistung vom Ostermontag bestätigen. „Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen, daran hat sich nichts geändert“, sagt der Trainer. Anschließend müssen sie unter anderem noch nach Hüttenbach und empfangen am letzten Spieltag den SV Schwaig. Joao Oliveira hätte nichts dagegen, wenn seine Mannschaft auch da noch mal entscheidend ins Aufstiegsrennen eingreifen würde.

Der Lokalsportcast der Erlanger Nachrichten diesmal von der Alm: FCK-Kapitän Markus Giering und Marco Nerreter sprechen über Fußball, Geld, Handball, Freundschaft, treue Fans und einen #seriösenverein. 

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