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Böses Erwachen für Vach, Bruck und Forchheim - Feucht kann es noch packen

Bayernliga-Relegation Hinspiele

Der ASV Vach, der FSV Erlangen-Bruck und die SpVgg Jahn Forchheim zeigten am Mittwochabend keine Bayernliga-tauglichen Leistungen und wurden regelrecht abgeschossen. Einzig der SC Feucht ist im Rennen um die Bayernliga noch dabei, auch wenn es nach der 1:2-Pleite beim Rückspiel am Samstag in Ismaning äußerst schwer werden dürfte.

Der SC Feucht (rot) darf immer noch auf den Aufstieg hoffen. Einfach wird es nach der 1:2-Hinspielpleite aber nicht.

 / © Sportfoto Zink

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Klassenerhalt ade: Der FSV Erlangen-Bruck schaffte es am Mittwochabend im Hinspiel der Bayernliga-Relegation nicht, dem FC Sand auch nur ansatzweise gefährlich zu werden. Am Ende durften die Erlanger sogar froh sein, dass es nur 1:5 ausging. Die Gastgeber übernahmen sofort das Kommando, konnten daraus zunächst aber kein Kapital schlagen. Just in dem Moment, als die Gäste etwas offensiver wurden, schlug Sand eiskalt zu. Die Brucker Defensive agierte bei einem Konter zu schlafmützig. Adrian Reith bediente im richtigen Moment Thorsten Schlereth, der umkurvte Mathias Beck im Brucker Tor und schob ungehindert ein (21.). Sechs Minuten später erhöhte Sand bereits auf 2:0. Erneut war Bruck nicht auf der Höhe des Geschehens. Thorsten Schlereth marschierte über den halben Platz. Sein Schuss konnte im letzten Moment noch geblockt werden, den Nachschuss setzte Reith allerdings von der Strafraumkante flach ins linke Eck. Beck war erneut machtlos. Die Unterfranken blieben auch anschließend nach Kontern immer wieder gefährlich. Bruck dagegen trat offensiv kaum in Erscheinung und hatte Glück, dass Sebastian Wagner nach einem langen Ball in den Sechzehner alleine vor Beck scheiterte. Und so war die 2:0-Pausenführung für Sand mehr als verdient. Kurz nach Wiederanpfiff das 1:2 - mehr oder weniger aus dem Nichts. Ein Freistoß aus dem Halbfeld segelte in den Sander Straufraum. Ein Verteidiger pennte, Moritz Fischer spritzte dazwischen und zog das Foul. Den fälligen Elfer vewandelte Bastian Lunz sicher (52.). Der Anschluss gab Bruck ein bisschen Selbstvertrauen und für kurze Zeit schien es so, als könnte die Wagner-Elf sogar ausgleichen. In diese Drangphase hinein schlug Sand aber zum dritten Mal zu. Wieder war der 37-jährige Oldie Thorsten Schlereth beteiligt, der sich das Leder am Brucker Sechzehner erkämpfte und anschließend aus fünf Meter einschob (62.). Auch am vierten Sander Streich war Schlereth beteiligt. Einen weiten Ball legte er für Reith ab, der das Leder aus 16 Metern ins rechte Eck legte (70.). Acht Minuten später erneuter Tiefschlaf bei den Gästen: Shaban Rugovaj durfte ungehindert durch die Brucker Reihen marschieren, guckte Beck aus und verwandelte in die kurze Ecke. Von den Mittelfranken war zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts mehr zu sehen. Bei konsequenter Chancenverwertung hätte Sand das Ergebnis sogar noch deutlich höher gestalten können. Im Rückspiel am Samstag braucht der FSV Erlangen-Bruck nun ein Fußballwunder, um den Klassenerhalt noch irgendwie zu packen. dw

Der Traum von der Bayernliga ist für den SC Feucht in weite Ferne gerückt. Vor 544 Zuschauern auf dem Gelände des TSV Altenfurt unterlag die Elf von Florian Schlicker am Mitttwochabend dem FC Ismaning mit 1:2. In einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Hälfte hatten auch die Feuchter gute Phasen. Vor allem in den ersten 20 Minuten näherten sich die Gastgeber immer wieder vielversprechend dem von Fritz gehüteten FCI-Gehäuse an. Königs Volleyabnahme, Kloses Distanzversuch und Wessners Kopfball fanden aber nicht den Weg ins Tor. Mit zunehmender Spieldauer wurde Ismaning zielstrebiger. Feucht fand sich nun vorwiegend mit Defensivaufgaben konfrontiert. Kubina zielte aus der zweiten Reihe knapp rechts vorbei, ehe Fischer zwei dicke Möglichkeiten ausließ. Erst traf eher freistehend aus 14 Metern das Tor nicht, wenig später setzte er einen Kopfball aus wenigen Metern knapp links vorbei. Nach dem torlosen ersten Durchgang kam Feucht besser aus der Kabine und hätte durch Klose in Führung gehen müssen. Der 26-jährige Offensivspieler setzte den Ball aber aus wenigen Metern am Kasten vorbei. So waren es nicht die Hausherren, sondern der FC Ismaning, der schließlich in Front ging. Nach einer Ecke von rechts stieg Tomasevic am höchsten und köpfte die Kugel kraftvoll in die Maschen (70.). Wessner hatte auf der Gegenseite den Ausgleich auf dem Kopf, brachte das Leder aber nicht aufs Tor. So durften die Gäste ein zweites Mal jubeln. Bei einem Konter kam der Ball von rechts in den Rücken der Feuchter Abwehr, wo Weber das Spielgerät aufnahm, geschickt verzögerte und schließlich aus 17 Metern platziert rechts unten versenkte (85.). Nach einer starken Rettungstat von SC-Schlussmann Sponsel hätte der eingewechselte Volland beinahe noch auf 0:3 erhöht, er jagte die Kugel aber nur an den Querbalken. Als in der Schlussphase kaum noch jemand damit rechnete, verschaffte sich der Sportclub doch noch eine etwas bessere Ausgangsposition für das Rückspiel. Wessner war es, der nach einer Kopfballvorarbeit von rechts den Ball zum 1:2-Endstand über die Linie drückte (90.+2). Schwer wird die Aufgabe dennoch, denn Feucht wird in Ismaning mindestens zwei Tore schießen müssen, um am Samstag doch noch in die Bayernliga aufzusteigen. eber

Der ASV Vach wird nach einer desaströsen Leistung im Hinspiel der Bayernliga-Relegation nächste Saison höchstwahrscheinlich in der Landesliga antreten müssen. 1:8 gingen die Mannhofer in Cham unter. Der Tabellenzweite der Landesliga Mitte kaufte den Gästen von Beginn an den Schneid ab. Tobias Kordick, neben Friedrich Lieder und Johannes Bierlmeier einer der besten auf dem Feld, brachte Cham bereits in der neunten Minute per Kopf nach einer Ecke in Führung. Danach war das Spiel zunächst ausgeglichen. Daniel Krapfenbauer und Yuri Meleleo hatten den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterten aber jeweils an Stefan Riederer im Tor der Heimelf. Anschließend ging es nur noch in eine Richtung. Die Platzherren drückten auf den zweiten Treffer, der in 36. Minute auch fallen sollte. Kordick setzte zum Solo über den halben Platz an und bediente Lieder, der zur 2:0-Pausenführung einschob, mustergültig. Wer es mit dem ASV Vach hatte und nach dem Seitenwechsel auf ein Aufbäumen der Mannhofer gehofft hatte, der wurde bitter enttäuscht. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war erneut Lieder zur Stelle, der nach einer Bierlmeier-Flanke den Ball am zweiten Pfosten volley in die Maschen drosch. Wiederum nur drei Minuten später vernaschte er im Strafraum seinen Gegenspieler und schnürte den Dreierpack. Ab diesem Zeitpunkt konnte man erahnen, dass es ein böses Ende für die Fürther nehmen wird. Zunächst ließ Lieder seinen vierten Treffer noch liegen, ehe Kordick die komplette Vacher Hintermannschaft düpierte und auf 5:0 erhöhte (62.). Sven Gerstner im Tor der Mittelfranken konnte einem leid tun. Neun Minuten später musste er das Leder nämlich erneut aus dem Tor holen. Wieder pennten seinen Vorderleute völlig. Bierlmeier setzte aus dem Mittelfeld zum Sprint an und machte frei vor Gerstner das halbe Dutzend voll. In der 75. Minute leistete sich dann auch Cham eine Unachtsamkeit, die Meleleo mit dem Ehrentreffer bestrafte. Allerdings stellte Bierlmeier im Gegenzug den alten Abstand wieder her. Für den Endstand sorgte in der 89. Minute Michal Hvezda, der auf Bierlmeier-Vorlage zum 8:1 einnetzte. Cham hätte das Ergebnis sogar noch höher schrauben können. Bierlmeier und Marco Faltermeier ließen gute Möglichkeiten aber noch ungenutzt. dw

Die SpVgg Jahn Forchheim kommt mit einer schweren Hypothek zurück aus Unterfranken. Nach der 0:4-Niederlage im Hinspiel bei Viktoria Kahl braucht es für den Verbleib in der Bayernliga ein echtes Wunder. Die Verantwortlichen um Trainer Christian Springer werden sich etwas einfallen lassen müssen, um ihr Team vor der finalen Partie am Samstag noch einmal aufzurichten. Zwar kam den Forchheimern die Landesliga vor zwei Wochen nach einem 1:2-Pausenrückstand gegen Neumarkt schon einmal bedrohlich nahe, dieses Mal dürfte es jedoch um einiges schwieriger werden, sich ein weiteres Mal aus dem Schlamassel zu ziehen. Auch das so wichtige Auswärtstor, das die Aufgabe zumindest ein kleines bisschen einfacher gemacht hätte, sollte dem Jahn am Mittwochabend nicht gelingen: In der Nachspielzeit lenkte der Torwart einen Müller-Kopfball aus kurzer Distanz über die Latte. Der unterfränkische Gegner Viktoria Kahl spielte hingegen mit der Leichtigkeit und Euphorie, mit der er es in der Rückrunde bis auf Rang zwei der Landesliga-Tabelle gebracht hatte. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte das Ergebnis auch noch höher ausfallen können. Den Gästen war das fehlende Selbstvertrauen nach einer enttäuschenden Rückrunde anzumerken, es fehlte an Klarheit in den Aktionen. So waren es in Durchgang eins bestenfalls Standardsituationen, durch die der Jahn Gefahr ausstrahlen konnte. Auf der Gegenseite verpasste Wissel die erste gute Gelegenheit, sein Kopfball rauschte nur knapp über das Gehäuse (11.). Eine Viertelstunde später zielte Wissel im Anschluss an einen Eckball dann aber genauer und erzielte die Führung für seine Farben, die nach einer kurz ausgeführten Freistoßvariante wenig später erhöhen konnten. Kirchner bediente letztlich den Torschützen Farbmacher im Zentrum. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Forchheim wollte zwar, fand aber keine Mittel, und Kahl lauerte eiskalt auf deren Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel. Nach einem Fehlpass von Kapitän Sandro Gumbrecht reichten der Heimelf zwei Pässe und Reinhart schloss allein vor Torwart Bergmann erfolgreich ab. Mit einer sehenswerten Bogenlampe aus 20 Metern setzte Torjäger Aydin den vierten Streich. Der eingewechselte Andre Jerundow musste in der Nachspielzeit nach einer vermeintlichen Tätlichkeit mit Rot vom Platz und machte den gebrauchten Tag damit perfekt. Jonas Baier

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