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Weißenburg bezwingt Stadeln - Baiersdorf torlos

Landesliga-Relegation 1. Runde, Hinspiele

Das Relegations-Duell der Bezirksliga-Zweiten ist noch völlig offen: Zwar gewann der TSV 1860 Weißenburg das Hinspiel auf eigenem Platz gegen den FSV Stadeln, das 2:1 (1:0) der Vierke-Elf aber ist kein Ergebnis, das Rückschlüsse auf den Favoritenstatus im Rückspiel ermöglicht. Offen auch das zweite Spiel mit mittelfränkischer Beteiligung: Der Baiersdorfer SV trennte sich torlos vom unterfränkischen TSV Gochsheim.

Weißenburg (rot-weiß) setzte sich im Hinspiel gegen den FSV Stadeln durch.

 / © Traub

Die erste dicke Chance der Partie gab es für den TSV 1860 Weißenburg, doch Pfann hatte vor Stadeln-Keeper Lenhart zu viel Zeit und vertändelte aus bester Position. Wenig später aber war es so weit: Nach Freistoß Weichselbaum hielt Ochsenkiel den Fuß in den halbhohen Ball und stellte früh auf 1:0 für die Heimelf. Zwar hatte Stadeln in der neutralen Zone mehr Ballbesitz, konnte mit diesem aber wenig anfangen. Offensivaktionen des FSV waren im ersten Durchgang Mangelware, vielmehr hatte der Gast Glück, dass es zur Pause beim knappen Rückstand blieb: Denn kurz vor der Halbzeit bot sich erneut Pfann die dicke Chance zum Treffer, er vergab vor Lenhart aber mit einem zu lässigen Abschluss. So stand es nach 45 Minuten 1:0. Stadeln-Coach Dedaj schien in der Kabine die richtige Ansprache gefunden zu haben, sein FSV startete zumindest engagierter: Bauer probierte es gleich mit einem Abschluss, der knapp drüber ging. Dann aber plätscherte die Begegnung wieder vor sich hin - bis Weglöhner den FSV mit dem 2:0 schockte: Vom Strafraum nahm er Maß und nagelte den Ball links oben in die Maschen. Nun wachte Stadeln aber auf, die Partie wurde hitziger und den Gästen gelang der Anschluss: Loos bekam die Fußspitze in eine halbhohe Hereingabe, der Ball senkte sich über Keeper Uhl zum 2:1 in die Maschen. Die Gäste wollten jetzt vor allem über rechts und den in der zweiten Halbzeit starken Reischl mehr, die Heimelf verteidigte die Führung, offensiv kam nur noch wenig. Viel ließ die Heimelf aber auch nicht zu. Kurz vor Ende bot sich Loos die Chance auf seinen zweiten Treffer, bei seinem Abschluss aber war noch ein Weißenburger Fuß dazwischen. Weil in der Schlussminute noch die bereits verwarnten Hering und Eco aneinander gerieten, gab es noch die doppelte Ampelkarte. Tore fielen aber auch in der fünfminütigen Nachspielzeit keine mehr. Am Sonntag kommt es auf dem Gelände des FSV zum Rückspiel - wer sich dann durchsetzen kann, rückt in Runde zwei vor.

777 Zuschauer waren zum Sportplatz in der Friedhofstraße gekommen, die allermeisten aus diesem Ort, den sie selbst „Goggsum“ nennen. Man darf sich also viele Hundert Unterfranken vorstellen, die Sprechgesänge über Goggsum dialekteln. Ganz egal war das dem Baiersdorfer SV nicht. Auch er genoss die Atmosphäre dieses ersten Relegationsspiels, in dem es für ihn um den Klassenverbleib in der Landesliga ging. Tore sind beim Tabellenzweiten der Bezirksliga Unterfranken-Ost nicht gefallen, was vor allem für die Mannschaft von Thomas Luckner eine gute Nachricht ist. Zumindest auf den ersten Blick. „Wir waren die tonangebende Mannschaft“, sagt der BSV-Trainer kurz nach dem Abpfiff. „Vom Gegner kam lange nichts.“ Schon in der ersten Minute hatte Christian Kraus das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß, am linken Pfosten aber traf der Angreifer das leere Tore nicht. Nach dem Seitenwechsel hatten die Krenkicker noch zwei weitere gute Chancen, einmal rutschte Kenan Ramic aus, als er alleine Richtung Tor marschierte, ein anders Mal traf der eingewechselte Max Grabert nach einem Eckball den Pfosten. „Wir hätten ein Tor verdient gehabt“, sagt Luckner. Auf der Gegenseite war Gochsheim in 90 Minuten nur einmal gefährlich, es war der einzige Ball, den Keeper Alexander Fieber ernsthaft entschärfen musste. Angesichts des Spielverlaufs also wäre ein Auswärtstor drin und auch immens wichtig gewesen. Bei gleicher Toranzahl nach Hin- und Rückspiel gewinnt die Mannschaft, die auswärts mehr Tore erzielt hat. Doch ob die Krenkicker hier eine große Chance verschenkt haben, wissen sie erst nach dem Rückspiel am Sonntag. Klar ist jedenfalls: „Mit einem Sieg sind wir durch“, sagt Luckner. Kapitän Nicolas Schwab fügt an: „Nach dem Spielverlauf hätte es auch 3:1 stehen können. Jetzt müssen wir im Rückspiel eben einfach ein Tor mehr machen als der Gegner.“ Katharina Tontsch

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