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"Versöhnlicher Abschied" für Forchheim - Feucht scheitert an Ismaning

Bayernliga-Relegation Rückspiele

Die SpVgg Jahn Forchheim gewann das Rückspiel gegen Kahl verdient mit 4:2. Nach einer starken Anfangsphase wäre für die Springer-Elf sogar mehr drin gewesen. Der SC Feucht trennte sich von Ismaning remis und bleibt Landesligist. Der FSV Erlangen-Bruck kassierte gegen den FC Sand erneut fünf Gegentore, während der ASV Vach Cham mit 2:3 unterlag.

In Forchheim wurde es zwischenzeitlich hitzig.

 / © Sportfoto Zink

Nach einer furiosen Anfangsphase sah es zunächst danach aus, als könnte die SpVgg Jahn Forchheim das Wunder doch noch schafften. Nach wenigen Sekunden bereits setzte Phlipp Nagengast eine Jäckel-Hereingabe aus fünf Metern nur ans Aluminium. Kurz darauf klärte ein Kahler Verteidiger einen Nagengast-Versuch für den bereits geschlagenen Keeper Simon Stadtmüller auf der Linie. Die Heimelf blieb am Drücker, das so wichtige Tor wollte aber erst nach 18 Minuten fallen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zeigte Schiedsrichter Andre Denzlein auf dem Punkt. Steffen Müller übernahm die Verantwortung und traf zur Führung für Forchheim. Mitte der ersten Hälfte wurden die Gäste aus Kahl besser, Forchheim hielt aber gut dagegen und kam auch weiterhin zu guten Möglichkeiten. Erneut Nagengast scheiterte mit seinem Kopfball am Querbalken. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für die Forchheimer, für die deutlich mehr drinnen gewesen wäre, in die Pause. Die Gastgeber kamen mit Elan aus der Kabine. Und Nagengast hatte endlich Glück. Nach einem Eckball war er erneut mit dem Kopf zur Stelle. Diesmal ließ er Stadtmüller keine Abwehrchance (51.). Kurz darauf kam Kahl das erste Mal gefährlich vor das Jahn-Tor. Christian Bergmann entschärfte Jannik Heßlers Schuss aber mit dem Fuß und schnappte sich das Leder im Nachfassen. Wenig später aber dann doch der Knockout für Forchheim durch den zur ersten Halbzeit eingewechselten Michel Sauer (62). Nach dem Kahler Anschlusstreffer brannten den Akteuren die Sicherungen durch. Sauer streckte Müller vor der Forchheimer Bank mit einem heftigen Foul nieder. Die Folge: Rudelbildung, eine minutenlange Spielunterbrechung und zwei Rote Karten für Sauer (grobes Foulspiel) und Tom Jäckel (Tätlichkeit). Von den Szenen zuvor angestachelt, traf Forchheim innerhalb von wenigen Minuten doppelt. Zunächst war der eingewechselte Johannes Petschner zur Stelle (72), ehe Jens Wartenfelser aus der zweiten Reihe eine Rakete zum 4:1 zündete (75.). Die Elf von Christian Springer witterte noch einmal ihre Chance. Ein weiterer Treffer wollte dem Jahn aber nicht mehr gelingen. Im Gegenteil nach einem weiteren Platzverweis für Forchheim (90. / Gelb-Rot für Städtler) trafen die Gäste in der Nachspielzeit durch Oliver Reinhardt noch zum 2:4-Endstand. Jahn-Trainer Christian Springer sagte nach dem Spiel: "Ich freue mich, dass die Jungs einen versöhnlichen Abschied hinbekommen haben. Man hat gesehen, wie gefährlich wir offensiv werden können. Spielerisch gehören wir in die Bayernliga, aber mit Blick auf die vergangenen Monate wäre der Klassenerhalt wohl auch nicht verdient gewesen. Das blöde Gegentor passte natürlich zu unserer gesamten Saison." dw/gu

Der FSV Bruck war zu Beginn das aktivere Team, die erste Chance bekamen die Hausherren vom Gästekeeper Stefan Klemm serviert. Dessen kurzer Abschlag landete direkt bei Bastian Lunz, der Oliver Seybold steil schickte. Doch der Angreifer schoss den Ball unbedrängt weit übers Tor. Auf der Gegenseite war Danny Schlereths Distanzschuss - knapp links vorbei - lange die einzig gefährliche Aktion. Nach einer halben Stunde stabilisierte Sand die eigene Defensive, in der Hälfte des Gegners ergaben sich zudem mehr Räume. Erst klärte Mathias Beck noch einen Karmann-Kopfball, dann traf Dominik Schmitt zum 1:0. Damit war Sand schon fast durch. Trotzdem gab der FSV im zweiten Durchgang nicht auf, Bastian Lunz hämmerte den Ball aus dem Strafraum-Wirrwarr ins Netz. Hoffnung kam auf. Doch nur zwei Minuten später scheiterte der Brucker Kapitän vom Punkt. Diesen Rückschlag verkrafteten die Hausherren nicht. Shaban Rugovaj und Adrian Reith brachten Sand mit ihren Toren 3:1 in Führung. Als wäre das nicht genug, kullerte ein Ball von Dominik Schmitt noch zum 4:1 über die Linie. Mit der letzten Aktion vor dem Schlusspfiff traf Schmitt noch zum 5:1. Bruck steigt ab, Sand hält die Klasse. ton

Der FC Ismaning setzte den SC Feucht schon früh unter Druck und versuchte den Gästen durch hohes Pressing den Schneid abzukaufen. Der Sportclub hielt allerdings gut dagegen, hatte aber auch Glück, dass der FCI seine Chancen nicht nutzte. Nach 23 Minuten setzte sich Anton Siedlitzki über links gut durch, bediente in der Mitte den freien Angelo Hauk, dem der Ball allerdings über den Schlappen rutschte. Hauk gehörte auch die nächste dicke Chance, jedoch hatte er Pech, dass sein Abschluss in der 35. Minute nur an den Pfosten klatschte. Im Gegenzug dann die Führung für die Gäste. Nico Wessner wurde mit einem hohen Ball bedient, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und bugsierte das Leder über Keeper Sebastian Fritz ins Tor zum 1:0-Pausenstand für Feucht (36.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Feuchter zunächst alles unter Kontrolle, schafften es aber nicht sich Torchancen zu erspielen. In der 70. Minute dann die eiskalte Dusche für die Zeidler: Ismaning konterte über Hauk, Leikam kam den schnellen Ismaninger Angreifer nicht hinterher, und der verwandelte mit seinem dritten Anlauf zum Ausgleich. Danach versuchten die Gäste alles, der zweite Treffer wollte aber nicht gelingen, obwohl die Schlicker-Elf am Ende sogar zwei Spieler mehr auf dem Feld hatte. Somit steht fest: der SC Feucht wird auch kommende Saison in der Landesliga antreten müssen. Ismaning darf sich dagegen über den Klassenerhalt freuen. dw

Beide Mannschaften begannen offensiv und kamen früh zu ersten Chancen. Dementsprechend nicht lange mussten die Zuschauer auf einen Treffer warten. In der 14. Minute bediente Johannes Bierlmeier Tobias Kordick, der eiskalt zur Chamer Führung abschloss. Im Gegenzug kamen die Gastgeber allerdings schon zum Ausgleich. Yuri Meleleo steckte für Daniel Krapfenbauer durch, der sicher zum Ausgleich traf. Vach hielt auch anschließend gut dagegen und hätte durch Michael Gambel und Krapfenbauer in Führung gehen können. Michael Riederer im Gästetor war aber auf dem Posten. Nach 32 Minuten dann doch die Vacher Führung. Gambel traf zunächst nur Aluminum, den Nachschuss konnte Krapfenbauer aber über die Linie befördern. Die Gäste brauchten bis zur 59. Minute, um auszugleichen, nach dem die Mannhpfer den dritten Treffer verpassten. Jonas Berzl drückte einen Eckball zum 2:2 ins Tor. Danach übernahmen die Oberpfälzer das Kommando und drehten die Partie noch einmal durch Miachel Wich, dessen abgefälschter Freistoß zum 3:2-Endstand im Vacher Tor landete.

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