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Feucht: Bastian Leikam geht, Adrian Milano kommt

Landesliga Nordost

Der Umbruch beim SC Feucht nimmt nach dem in der Relegation verpassten Bayernligaaufstieg immer mehr Kontur an. Mittlerweile stehen acht Abgänge fest. Einen Wechsel gibt es zudem auf dem Co-Trainerposten.

Enttäuscht waren sie freilich, dass es am Ende knapp nicht gereicht hat, über die Relegation doch noch aufzusteigen. Schon am Tag nach dem 1:1 in Ismaning überwog beim SC Feucht auf der Saisonabschlussfeier aber das Bewusstsein, dass es trotzdem eine ganz ordentliche Saison war, auch wenn 80 Punkte am Ende in der Landesliga Nordost nur zu Rang zwei gereicht hatten. In der kommenden Spielzeit werden sie einen neuen Angriff wagen auf die Bayernliga, dann aber mit deutlich verändertem Personal. Bekanntermaßen kommen unter anderem Tim Ruhrseitz (ATSV Erlangen), Philipp Spiessl (TSG Roth), Niklas Uhle (Neuburg/Donau) und Yasin Kaya (Turnerschaft Fürth). 

Etwas mehr Bewegung gibt es in die andere Richtung: Neben den als Abgängen bereits feststehenden Michael Eckert (Spielertrainer beim FC Troschenreuth), Fatih Boynügrioglu (SC 04 Schwabach), Yasar Kaya (spielender Co beim TSV Freystadt) und Lino D'Adamo (Quelle Fürth) werden auch die jungen Brüder Ammar und Asad Abdal Al Jabar sowie der an einem Kreuzbandriss laborierende Manuel Langhans (alle Ziel unbekannt) die Zeidler verlassen. Das bestätigte Feuchts Teammanager Manfred Kreuzer am Dienstag gegenüber nordbayern Amateure. Und auch Routinier Bastian Leikam, bislang spielender Co-Trainer von Florian Schlicker, wurde am Sonntag bereits verabschiedet. "Schlicko wollte einen Co-Trainer haben, der nicht selbst aktiv spielt, auch um im Training beispielsweise die Gruppe splitten zu können. Das kann ich absolut nachvollziehen", sagt Leikam. "Schlicko arbeitet professionell, wir haben darüber frühzeitig gesprochen", erklärt der 34-Jährige, der sich selbst "noch zu fit" fühlt, um sich jetzt schon auf eine reine Traineraufgabe zu beschränken. "Und damit war klar, dass ich das nicht mehr weitermachen kann, auch wenn der Schlicko ein super Trainer und richtig guter Typ ist", sagt Leikam, der in dieser Saison eigentlich deutlich weniger Einsätze absolvieren wollte, letztlich aber doch auf 30 Ligaspiele (vier Tore) kam. 

Ex-Kornburger kommt als Co-Trainer

Leikams Nachfolger an der Seite von Florian Schlicker steht bereits fest. Adrian Milano, 35 Jahre alt und in der Vergangenheit lange Jahre Torwart-, später dann Co- und Cheftrainer des TSV Kornburg, findet wie einige vor ihm den Weg von der Kellermannstraße in die Zeidlergemeinde. Dort trifft er auf seine ehemaligen Schützlinge Szymon Pasko, Fabian Klose und Junior Betsi Mbetssi. "Ich hatte schon zum Ende der Rückrunde gute Gespräche mit Florian Schlicker, auch darüber wie er sich die Rolle des Co-Trainers künftig vorstellt. Das hat mir gut gefallen", verrät Milano. Zum Sportclub habe es schon zu seinen Kornburger Zeiten stets gute Kontakte gegeben, mitunter war man auch gemeinsam im Trainingslager. "Feucht ist ein gesunder, ambitionierter Verein mit einem guten Namen. Ich hatte jetzt eine Pause und freue mich sehr auf die Aufgabe dort", sagt Milano.

Leikam: "Höre mir alles an"

Und Leikam? "Ehrlich gesagt habe ich mir bis vor wenigen Tagen noch gar keine richtigen Gedanken gemacht, weil ich unbedingt den Aufstieg mit Feucht realisieren wollte. Aber ich höre mir auf jeden Fall alles an, was sich an Möglichkeiten bietet. Einerseits habe ich das Bestreben, noch so hoch wie möglich zu spielen, andererseits bin ich jetzt auch in einem Alter, in dem man langsam mal so eine Spielertrainer-Geschichte angehen kann", sagt der Inhaber der Jugend-Elite-Lizenz. "Die Rolle als spielender Co-Trainer hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, ich habe von Schlicko eine Menge gerlernt. So etwas könnte ich mir auf jeden Fall auch wieder vorstellen." Erste Vereine hätten bei ihm schon angeklopft, verrät Leikam. Ein, zwei Gespräche habe es auch schon gegeben, weitere sind für die kommenden Tage terminiert. Eine Tendenz aber "gibt es noch nicht."

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