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Baiersdorfer Hypothek - Stadeln verpasst klare Verhältnisse

Landesliga-Relegation 2. Runde, Hinspiele

Während der Baiersdorfer SV in Runde zwei der Landesliga-Relegation zuhause spät aber verdient dem SV Erlenbach mit 0:1 unterlag, gewann der FSV Stadeln sein Heimspiel - ließ den SV Etzenricht beim 1:0 aber am Leben. Am Samstag folgen die Rückspiele - nur wer sich nach Europapokal-Modus durchsetzt, spielt in der kommenden Saison in der Landesliga.

Tim Reischl (links) traf zum 1:0 für den FSV Stadeln.

 / © Zink/WoZi

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Das wird nach dieser Heimniederlage im Rückspiel schwer für den Baiersdorfer SV. Die Heimelf startete zwar aktiver, die ersten Torannäherungen lieferten aber die Gäste. Keeper Fieber musste bei einem Distanzschuss eingreifen, wenig später grätschte Schwab in einen Abschluss. Baiersdorf selbst agierte offensiv harmlos, Erlenbach kam immer wieder zu Gegenstößen und strahlte auch bei Standards mehr Gefahr aus. Nach einem solchen wäre aus dem Gewühl beinahe auch die Gästeführung gefallen, doch ein Baiersdorfer Bein war dazwischen und vereitelte die dickste Chance des ersten Durchgangs. "Wir spielen Relegation", erinnerte BSV-Coach seine Schützlinge Mitte der Hälfte lautstark, doch die Baiersdorfer Darbietung blieb behäbig und im Spiel nach vorne viel zu fehleranfällig. Aber auch die Gäste aus Unterfranken boten kein Feuerwerk, so ging es torlos in die Pause. Gleich nach Wiederanpfiff forderte der BSV nach einer Aktion gegen Fabian Schwab vergeblich Strafstoß, auf der Gegenseite parierte Fieber einen Schuss vom Strafraum stark. Es war zu spüren, dass beide Teams nun engagierter ans Werk gehen wollten. Ramic versuchte sich nach rund 55 Minuten am ersten richtigen Torschuss für die Baiersdorfer. Insgesamt wirkten die Offensivaktionen der Heimelf etwas zielstrebiger: Reinhardt vergab nach einem öffnenden Pass aus aussichtsreicher Position. Dennoch blieb es eine Partie mit ausgeglichenen Spielanteilen, in der der Gast weiter gefährlicher auftrat: Amouzouvi zielte für Erlenbach knapp am Pfosten vorbei, und spätestens nachdem Traut, im ersten Versuch geblockt, nur mehr das leere Tor vor sich hatte und vorbeischoss, hätte es 0:1 stehen müssen. Für Baiersdorf scheiterten Nico Schwab und Grabert jeweils nach Standards per Kopfball am Gästekeeper Zelder. In den Schlussminuten fiel dann doch noch der verdiente Siegtreffer des SV Erlenbach: Nach einem langen Diagonalball startete Kayaroglu auf links ein Solo, kurvte in den Strafraum und traf zum umjubelten 0:1 ins lange Eck. Der Baiersdorfer SV muss am Samstag in Erlenbach vor allem offensiv besser auftreten, will er die Klasse doch noch halten. jam

Eine gute Ausgangssituation für den FSV Stadeln - die an diesem Abend aber besser hätte ausfallen können. Die erste brenzlige Situation gab es im Strafraum der Heimelf, die Gäste forderten nach einer Aktion gegen Nürnberger vergeblich Strafstoß. Auf der Gegenseite hatte nach einer Bauer-Freistoßflanke Strobel die Führung auf dem Fuß, doch sein Abschluss missriet. In Folge war die Heimelf um Spielkontrolle bemüht und stand defensiv gut. Etzenricht kam aber Mitte der ersten Hälfte besser auf und zu ersten gefährlichen Torannäherungen, FSV-Keeper Kracun jedoch war wach. So fielen in einer zunehmend kampfbetonten Partie bis zur Pause keine Treffer. Das sollte sich nach Wiederanpfiff schnell ändern: Strobel eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte, schickte Loos auf die Reise, der im Strafraum gelegt wurde. Tim Reischl verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0. Und Stadeln blieb am Drücker: Strobel und Schnierstein hatten weitere Torannäherungen, dann dezimierten sich die Gäste zusätzlich, als Ferstl nach einem Foul an Schüßler mit der Ampelkarte vom Platz musste. Im Anschluss verpasste es Stadeln gegen die aus dem Tritt gebrachten Gäste aber, für klarere Verhältnisse zu sorgen. Bauer hatte mehrfach das 2:0 auf dem Fuß, auch Loos scheiterte an Gästekeeper Heisig, Strobel köpfte nach einer Ecke knapp drüber. Und auch zahlreiche Konter- und Überzahlsituationen spielte der FSV nicht ordentlich zu Ende. Kurz vor Schluss verstolperte nach Traumpass des wieder einmal überragenden Bauer der eingewechselte Abudo frei vor der Kiste, so blieb es am Ende beim schmeichelhaften 0:1 aus Sicht der Gäste. Stadeln lässt Etzenricht also am Leben und muss hoffen, dass sich die mangelnde Chancenverwertung im Rückspiel am Samstag auf fremden Platz nicht rächt. eber/jam

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