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FV Dittenheim: Die beste Saison in der Geschichte

Bezirksliga Süd

In der Bezirksliga schließt der FV Dittenheim die Runde mit einem starken Platz fünf ab und baut auf die eigenen Tugenden.

Der FV Dittenheim (gelb) kämpfte sich nach schlechtem Start in die Saison und beendete die Bezirksliga Süd auf Platz fünf.

 / © Uli Gruber

Auf eine tolle Saison kann der FV Dittenheim zurückblicken. Platz fünf in der Abschlusstabelle der Bezirksliga Süd mit vorher nicht für möglich gehaltenen 57 Punkten bedeuten die wohl beste Spielzeit in der Geschichte des 1958 gegründeten Vereins. Kein Wunder, dass Trainer Martin Huber stolz auf das Erreichte ist. Wirkungsvoll unterstützt von seinen „Assistenten“ Andreas Roithmeier und Jürgen Bauer darf er als Vater des Erfolgs bezeichnet werden. Dabei sah er sich nach dem Fehlstart im August heftiger Kritik ausgesetzt. Zwei bittere Pleiten zuhause gegen Herrieden (1:5) und in Wettelsheim (2:4) hatten die ewigen Pessimisten auf den Plan gerufen. „Die sen doch nix“ und „Heier steing mer ab“, kamen vernichtende Prognosen aus dem Umfeld. Auch intern hat es „richtig gekracht“, lässt Huber wissen. Trotzdem dauerte es noch, bis der Knoten platzen sollte. Ausgerechnet ein knapper 2:1-Heimsieg gegen den Landesliga-Absteiger ESV Ansbach/Eyb läutete die Wende ein.

Das Glück des Tüchtigen

Die Dittenheimer hatten nun Blut geleckt und erkannt, dass sie auch gegen die vermeintlich „Großen“ der Liga mithalten können. Das Selbstvertrauen stieg von Spiel zu Spiel. Hinzu kam mitunter das Glück des Tüchtigen. In Roth (1:1) und in Burgfarrnbach (2:1) wurde die Truppe phasenweise an die Wand gespielt, um am Ende doch überraschend zu punkten. Mit bemerkenswert couragierten Auftritten und entsprechenden Resultaten tastete sich der Außenseiter klammheimlich an die Spitzengruppe heran. Hinter den souveränen Woffenbachern agierte „Dittna“ plötzlich auf Augenhöhe mit den Anwärtern auf die Vizemeisterschaft. Martin Huber analysiert den zwischenzeitlichen Höhenflug sehr genau: „Wir sind in dieser Phase als echte Mannschaft aufgetreten.“ Vieles habe zusammengepasst, nur dadurch konnten immer wieder „Big Points“ erzielt werden. Erwähnenswert sei in diesem Kontext auch der stete Rückhalt durch die maßgebenden Personen in der Vereinsführung.

Wolfgang Müller, sportlicher Vorsitzender des FV, und Spielleiter Michael David zweifelten zu keinem Zeitpunkt an den Qualitäten von Kader und Trainer. Vertrauen gilt als Basis des Erfolgs. Seit Jahrzehnten wird in Dittenheim auch auf die menschliche Komponente innerhalb der Strukturen Wert gelegt. Eine selbst auferlegte Richtlinie, die immer wieder Früchte trägt und selbstverständlich auch in schwierigen Situationen weiterhilft. So gab es kaum Missstimmung, als es mit dem anvisierten Relegationsplatz um den Landesligaaufstieg doch nicht klappte. Drei „Klatschen“ am Stück in Dinkelsbühl (0:4), Marienstein (0:3) und Mosbach (0:4) beendeten jäh alle Hoffnungen und Träume. Klar, dass sich der eine oder andere innerhalb des Teams und auch mancher Schlachtenbummler des FV dennoch über die verpasste Chance ärgerte. Es lag aber keineswegs am fehlenden Willen oder einer mangelhaften Einstellung der Kicker. Vielmehr mussten in diesen entscheidenden Partien auf gegnerischen Plätzen permanent Ausfälle verkraftet werden. Verletzungsbedingt sowie aus beruflichen und privaten Gründen fehlten teilweise gleich sieben Spieler. Ein Umstand, der nicht zu kompensieren war.

Coach Huber macht aus der Not jedoch eine Tugend. „Wir lernen daraus, schöpfen Kraft, Reife und Energie auch aus diesen Negativerlebnissen“, so das Fazit des Experten. Eine Erkenntnis, die sich durchaus richtungsweisend für kommende Aufgaben herausstellen könnte. Der FV Dittenheim wird auch in der Saison 2019/20 über eine junge, hungrige und wettbewerbsfähige Mannschaft verfügen. Mit Ausnahme von Christoph Oberhauser, der zu seinem Heimatverein SV Obermögersheim wechselt, haben sämtliche Leistungsträger ihr Mitwirken zugesagt. Grund genug, um zuversichtlich nach vorn zu blicken. Primär steht die Weiterentwicklung des Teams auf der Agenda. „Zunächst die 40-Punkte-Marke knacken, danach gegebenenfalls noch eine Schippe drauflegen“, lautet die realistische Vorgabe Martin Hubers.

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