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Der SC Großschwarzenlohe begrüßt neun Zugänge

Landesliga Nordost

Am 9. Juni steigt der SC Großschwarzenlohe in die Vorbereitung auf seine zweite Landesliga-Saison ein. Was die Kaderplanung angeht, haben Spielleiter Robert Pcibil und Abteilungsleiter Dirk Welter frühzeitig Nägel mit Köpfen gemacht. Schon jetzt können sie neun Neuzugänge präsentieren. Pcibil will aber nicht ausschließen, dass noch der eine oder andere dazukommt.

Sitzend von links Jonas Peuntinger (SG Quelle Fürth), Mika Schmidt (A-Junioren SpVgg Ansbach), Kevin Riemel (A-Junioren TSV Buch) und Spielleiter Robert Pcibil. Stehend von links Klaus Frasjunkiewicz und Tobias Müller vom Hauptsponsor Frapack, der Großschwarzenlohe seit über 30 Jahren unterstützt, Nils Neubauer (A-Junioren SpVgg Ansbach), Jannick Kiebler (A-Junioren SK Lauf), Philipp Kunze (SV Pölling), Jonas Buckel (TV Büchenbach), Abteilungsleiter Dirk Welter und Trainer Reiner Großberger. Es fehlen Martin Bachner und Andreas Ilgenfritz.

 / © Gerner

Großschwarzenlohe rüstet aber nicht nur auf. Der letztjährige Aufsteiger muss auch einige Abgänge kompensieren. Torhüter Dominik Brunnhübner wechselt zum Nachbarn SC 04 Schwabach, Justin Opcin hat sich Liga-Konkurrenten Quelle Fürth angeschlossen. Konstantin Müller zieht es ein paar Kilometer weiter nach Kornburg. Oliver Lahr, der nach einer langen Verletzung zuletzt kaum noch eine Rolle gespielt hat, will in Buch sein Glück versuchen.

Doch die „Neuen“ sollen den Verlust an Qualität – sportlich schmerzt die Großschwarzenloher vor allem der Weggang von Brunnhübner und Opcin – wettmachen. „Personell sind wir jetzt sogar besser aufgestellt“, findet Trainer Reiner Großberger, der auch in der neuen Saison den spielenden Coach Florian Bauer von der Seitenlinie aus unterstützen wird. Beide sind künftig gleichberechtigte Übungsleiter.

Die neun Neuen

Den Ersatz für Torhüter Brunnhübner kennt man in Großschwarzenlohe schon: Martin Bachner (32), der schon beim SCG, aber auch in Schwabach und Neumarkt gespielt hat, kehrt an die alte Wirkungsstätte zurück. Für die Abteilung Offensive wurde Philipp Kunze (26) vom SV Pölling geholt. Vom TV Büchenbach hat sich Jonas Buckel (21) dem SC Großschwarzenlohe angeschlossen und vom 1. FC Schwand Andreas Ilgenfritz (21). Jonas Peuntinger (20) konnte zuletzt bei der SG Quelle Fürth schon ein bisschen Landesliga-Luft schnuppern. Mika Schmidt (19) und Nils Neubauer (18) kommen aus der Jugend der SpVgg Ansbach, Kevin Riemel (18) aus der Jugend des TSV Buch und Jannik Kiebler (18) aus der Jugend des SK Lauf.

Fast alles also junge Leute, was wiederum zum Konzept in Großschwarzenlohe passt. „Wir wollen talentierten Fußballern Einsatzzeiten gewähren, sie weiter ausbilden und sie besser machen“, sagt Trainer Großberger, ein Großschwarzenloher Urgestein. Dass der Ansatz nicht schlecht ist, hat man im ersten Landesliga-Jahr gesehen. Der Neuling galt nach dem Durchmarsch von der Kreisliga in die Landesliga als Abstiegskandidat Nummer eins neben dem (später tatsächlichen Absteiger) TSV Sonnefeld. Und nach 13 Spielen mit insgesamt nur sieben Punkten auf dem Konto schien sich diese Einschätzung auch zu bewahrheiten.

Doch die Mannschaft machte von Spieltag zu Spieltag Fortschritte, und als die letzten wichtigen Partien in der Hinrunde anstanden, da war der SCG ein inzwischen so stabiles Gebilde, dass es auch mit den Siegen klappte. Dennoch bezeichnet es Reiner Großberger als „große Überraschung“, dass man als Neuling den direkten Klassenerhalt schon am vorletzten Spieltag eingetütet hat. Jedes weitere Jahr in der Landesliga sei für den kleinen Verein aus dem Wendelsteiner Ortsteil ein „Bonusjahr“.

Trotzdem bastelt man in Großschwarzenlohe an Strukturen, die einer Fußballmannschaft auf Verbandsebene gut zu Gesicht stehen. Im Vorjahr wurde eine elektronische Anzeigetafel errichtet, im Sommer und Herbst wird eine kleine Tribüne gebaut, zudem wird der A-Platz generalüberholt. Folge: In der Hinrunde der Saison 2019/20 wird Großschwarzenlohe seine Heimspiele in Wendelstein austragen, mal beim FV Wendelstein, mal beim TSV Wendelstein. Bis es soweit ist, gilt es in Großschwarzenlohe aber erst einmal Daumen zu drücken: Die zweite Mannschaft kann am morgigen Sonntag ihr Meisterstück machen und in die Kreisklasse aufsteigen.

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