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Zurück in die Bezirksliga: Bastian Leikam geht nach Hüttenbach

Bezirksliga Nord

Nach langen Jahren in Landes- und Bayernliga kehrt Bastian Leikam in die Bezirksliga zurück, die er einst vom SK Lauf kommend Richtung Eltersdorf verlassen hatte. Der 34-Jährige wird spielender Co-Trainer von Kevin Trauner in Hüttenbach.

Spielleiter Tobias Schubert (li.) begrüßt Neuzugang Bastian Leikam in Hüttenbach.

 / © Privat

Wenn man Halbjahr für Halbjahr die Transferübersichten der hiesigen Amateurligen nach den spektakulärsten Namen durchforstet, ist die SpVgg Hüttenbach, bekanntlich einer der wenigen verbliebenen Bezirksligisten, bei denen die Spieler keinen Cent verdienen, selten darunter - um nicht zu sagen: Nie! Diesen Sommer wird das anders sein, denn die Verantwortlichen in Simmelsdorf haben sich die Dienste von Bastian Leikam gesichert. Der 34-Jährige kommt als spielender Co-Trainer vom SC Feucht, wo er in der abgelaufenen Saison in selber Funktion unter Coach Florian Schlicker tätig war. Leikams Abschied aus der Zeidlergemeinde stand schon länger fest. Seine Zukunft hatte er sich zunächst offen gehalten, auch weil er sich selbst erst einmal darüber klar werden wollte, ob "ich endgültig Spielertrainer werde oder doch noch einmal ein Jahr in einer höherklassigen Liga dranhängen soll." An Angeboten von lokalen Landesligisten mangelte es ihm nicht. "Das soll nicht blöd klingen, aber nach dem Artikel auf nordbayern hat mein Handy zweieinhalb Stunden lang durchgeklingelt. Ich hatte ja gesagt, ich höre mir alles an und das habe ich dann auch gemacht."

In Hüttenbach wartet auf den langjährigen Bayern- und Landesligainnenverteidiger dann also praktisch ein halber Job als Trainer und die Aufgabe als Spieler in einer doch recht ordentlichen Liga, in der er einst beim SK Lauf seine ersten Schritte im Herrenbereich ging. War es die Kombination, die den Ausschlag für die Simmelsdorfer gab? "Es sprach von Anfang an sehr viel für Hüttenbach", verrät Leikam, der sowohl Coach Kevin Trauner als auch Spielleiter Tobias Schubert privat gut kennt. "Mit Kevin habe ich nicht nur kurz in Eltersdorf zusammengespielt, sondern auch in der Uni-Mannschaft. Seit eingen Jahren schon teilen wir auch denselben erweiterten Freundeskreis und neuerdings haben wir auch beruflich miteinander zu tun. Tobi hingegen ist in verantwortlicher Position beim Skiverband Frankenjura tätig, mit dem ich regelmäßig im Rahmen von Skilehrer-Fortbildungen unterwegs bin", sagt Leikam. 

Schubert war es auch, der Leikam die Möglichkeit eröffnete, in Hüttenbach Co-Trainer werden zu können. "Wir hatten super Gespräche, außerdem imponiert mir dieser unglaubliche Zusammenhalt in Hüttenbach. Ich glaube es gibt nicht viele Vereine, die es schaffen würden, einen 56-Tore-Mann wie Matthias Gruner zu halten, ohne für ihn einen Haufen Geld auf den Tisch zu legen", schwärmt der Neuzugang. In Hüttenbach, sagt er, sei die Fluktuation vergleichsweise gering. "Es kommen wenige Spieler, es gehen aber auch sehr wenige. Hier spielt eine über einen langen Zeitraum eingespielte Truppe, die hier und da mal eine punktuelle Verstärkung erfährt und seit Jahren denselben Coach hat. Wenn man sich dann anschaut, wie Hüttenbach regelmäßig abschneidet, muss man feststellen: hier kann so viel nicht falsch laufen."

Lauf, Eltersdorf, Bruck, Ammerthal, Forchheim, Vach, Feucht - für langjährige Vereinstreue stand der Name Leikam in den letzten Jahren allerdings nicht. Darauf angesprochen erklärt der Neu-Hüttenbacher: "Es ist richtig, dass ich gerade in den vergangenen fünf Jahren beinahe nach jeder Saison den Verein gewechselt habe. So bin ich aber eigentlich gar nicht und so wollte ich auch nie sein. Die Umstände haben sich leider wiederholt so ergeben, dass ich für mich regelmäßig entschieden habe, mir etwas Neues zu suchen." In Hüttenbach, verrät Leikam, will er sportlich sesshaft werden. "Wenn es gut läuft, kann ich mir sehr gut vorstellen, lange hierzubleiben. Und ich bin davon überzeugt, dass es gut laufen wird."

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