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Testspiel gegen Greuther Fürth: Ein Dutzend für Stetten

Testspiele vom Wochenende

Einige Test-Highlights standen am Wochenende auf dem Programm. Stetten hatte Zweitligist Greuther Fürth zu Gast. In Reichenschwand spielte die Club-U21 und im "Kloster" Drittligist VfR Aalen vor.

Stettens Simon Adlung (re.) versucht Tobias Mohr zu stören.

 / © Sportfoto Zink

Die Sprints, die seine Profis auch nach dem Schlusspfiff noch hinlegen mussten, überwachte Stefan Leitl persönlich. „Das gehört dazu“, sagte der Trainer der SpVgg Greuther Fürth: „Aber es waren nur so viele, dass es zur Belastung heute auch passt.“ Die war bei Temperaturen um die 35 Grad zum Anpfiff nicht zu verachten, auch wenn der Gegner ein paar Klassen tiefer spielt. Der Bezirksligist SV Gutenstetten-Steinachgrund erwies sich beim ersten Testspiel der Vorbereitung des Kleeblatts als freundlicher Gastgeber. Sogar ans Einspielen der richtigen Tormusik hatte man gedacht. Das „Oh, Kleeblatt“ erklang an diesem heißen Tag gleich zwölfmal im Sportpark Gutenstetten. Mit dem 12:0-Sieg war auch Leitl zufrieden. „Die Jungs hatten Spaß zu spielen. Wir wollten viele Tore schießen und uns hier gut präsentieren.“ Das tat das Kleeblatt zum 70-jährigen Vereinsjubiläum des SVG. Fünf Profis der Spielvereinigung waren zwar mit in den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gereist, konnten aber nicht mitspielen: Stürmer Daniel Keita-Ruel, Flügelspieler Robin Kehr (beide leichte Knie-Probleme), Mittelfeldspieler Elias Abouchabaka (Prellung), Innenverteidiger Richard Magyar (leichte Sprunggelenksprobleme) und Sebastian Ernst (Aufbautraining nach Mittelfußbruch). In die Partie schickte Stefan Leitl seine Mannschaft in einem 4-3-3-System, in dem zunächst Bayern-Neuzugang Alexander Lungwitz als Linksverteidiger und David Raum als Linksaußen aufliefen. Ein Distanzschuss von Paul Seguin aus 20 Meter sorgte für die Führung nach acht Minuten. Gutenstetten versuchte knapp eine halbe Stunde lang, spielerisch mitzuhalten, statt nur zu mauern, zeigte bisweilen ein gepflegtes Kurzpassspiel und kam so zu einigen schönen Aktionen. Doch nach etwa 25 Minuten wurde deutlich, dass die Profis nicht zuletzt unter den Bedingungen schlicht über mehr Reserven verfügen: Fürth spielte auch sehr engagiert und hielt das Tempo der Partie hoch. Wenn es in der ersten Halbzeit gefährlich wurde, dann zunächst vor allem über das Zentrum. Im Verlauf der ersten 45 Minuten machte dann auch die linke Seite mit Lungwitz und Raum einigen Betrieb. Mit vier Toren in acht Minuten sorgte das Kleeblatt nach einer halben Stunde für klare Verhältnisse. Mit einem 7:0 ging es in die Pause. In der Halbzeit wechselte Leitl sein Team komplett durch, Mergim Mavraj und Maximilian Bauer lösten Kapitän Marco Caligiuri und Paul Jaeckel als Innenverteidiger-Duo ab. Im Sturmzentrum ersetzte Daniel Steininger Neuzugang Benedikt Zahn und erhöhte nach 54 Minuten per Flachschuss auf 8:0, der quirlige Nik Omladic sorgte für Treffer Nummer neun (58.) und dribbelte sich auch zum 10:0 durch den Strafraum (70.). „Wenn das so weitergeht, braucht der SV Gutenstetten einen neuen Stadionsprecher, das ist Stress“, witzelte der Ansager im Sportpark des SVG. Durch Maximilian Wittek und Shawn Parker hatte das Kleeblatt noch zwei späte Streiche zum 12:0 parat. Am Mittwoch, 3. Juli, findet das nächste Testspiel beim ASV Zirndorf statt (Anpfiff 18.30 Uhr). Einen Tag später ist das Kleeblatt beim Bayernligisten SC Eltersdorf zu Gast (ebenfalls 18.30 Uhr). Die Qualität der Gegner steigert sich. „Das haben wir bewusst so gewählt, dass wir uns peu à peu ranarbeiten“, sagte Leitl. Alexander Pfähler

Wie könnte ein Sportverein besser seine 100 Jahre feiern als mit einem großen Sportwochenende: Daher drehte sich beim 1. FC Reichenschwand alles um die Gründungssportart Fußball. Ein Höhepunkt neben dem Tag der Jugend (Bericht folgt) war sicher der Kick der ersten Mannschaft gegen das Regionalligateam des 1. FC Nürnberg. Der Star stand an der Seitenlinie: Club-Legende Marek Mintal trainiert die U21, die die Regionalliga auf Rang fünf abschloss. Doch bevor die Nürnberger den Rasen betraten, hatte die A-Jugend der SG Reichenschwand/ Offenhausen ihren Auftritt gegen den FC Hersbruck. Fast vom Start weg fiel das 1:0 für die Gäste. Die Spielgemeinschaft hielt lange gegen, musste dann aber in Hälfte zwei noch die Treffer zum 4:1 und 5:1 hinnehmen. Ob die „Erste“ wohl gegen den Club ein ähnliches Ergebnis schafft? Diese Frage schienbeieinigenZuschauerneher zweitrangig. Mintal war bereits beim lockeren Aufwärmen, das sein Co-Trainer Ahmet Koc anleitete, ein beliebtes Fotomotiv – und zwar für den Papa mit dem Sohn sowie für den eingefleischten Fußballfan. Mintal gab sich locker und volksnah, plauderte mit neugierig Fragenden. Derweil bildete die Reichenschwander Elf einen großen Kreis zur Einschwörung. Aber dennoch hatte Nürnberg von Beginn an das Heft fest in der Hand. Bereits in der 6. Minute brachte Philipp Harlass die Gäste in Front. Reichenschwand agierte sehr defensiv, ging nicht auf den Gegner drauf. Die Heimelf lauerte auf Fehlpässe und schaltete nur ab und an in den Vorwärtsgang.Dieserendetemeist kurz hinter der Mittellinie. Club-Keeper Benedikt Willert hatte 90 tatenlose Minuten. Auch das entging dem fachkundigen Publikum nicht; jeder Spielzug wurde kommentiert. Zu den Diskussionen auf dem Spielfeld gesellte sich viel Kommunikation bei beiden Teams auf dem Rasen: schneller, tauschen, Hintermann, Fuß vor waren nur einige der lautstarken Kommandos. Vielleicht auch gerade deshalb spielte der FCN geduldig mit vielen Pässen statt weiten Bällen übers Mittelfeld nach vorne. Kamen die jungen Herren, meist über die linke Seite, bis ins letzte Drittel des Platzes, nahmen sie Tempo auf. Bei den sich ergebenden Versuchen schlug sich FCR-Keeper David Maul wacker: Einen strammen Schuss entschärfte er gekonnt. Der Lohn: Szenenapplaus. Beim 2:0 in der 21. Minute war er ohne Chance: Robin Heußer setzte das Leder per schönem, kraftvollem Schlenzer unvermittelt ins rechte Kreuzeck. Der Club kickte weiterhin souverän, war aber nicht übermächtig. Denn die Jungs handelten im Sechzehner nicht zwingend genug: Da wurden Bälle vertändelt oder eine Kopfballgroßchance ausgelassen. Wer genau hinsah, entdeckte schöne Einzelaktionen wie Hackentrick oder leidenschaftlichen Zweikampf auf Seiten des FCR. DieGastgeber standen in der Abwehr recht stabil. Lukas Schleimer überwand sie dennoch leicht zum 3:0 (34.). Wie als hätte es keine Pause gegeben, spielten die Nürnberger,die flott auf den Beinen waren, weiter. Was sie zu tun hatten, dabei half ihnen Mintal, der sich ständig mit seinem Co-Trainer besprach, mit klaren Anweisungen aus der Coaching- Zone: Tempo, kein Foul, Abschluss, Zeit, Seitenwechsel oder Bravo. Mintal lobte viel, was den Fußballexperten am Rand positiv auffiel. Er schimpfte nicht, wenn einer seinerJungs das kurze statt das lange Eck anvisierte, zu eigensinnig agierte oder einen Pass zu ungenau abschloss. Daran zeigte sich die Jugend der Spieler. Konzentriert und ohne Hektik kickten die Nürnberger weiter. Die Folge: Das 4:0 durch Tobias Stoßberger landete mit Wucht im Netz (50.). Reichenschwand kämpfte. So holte beispielsweise Kapitän Christian Riedel mit schöner Einzelaktion einen Einwurf heraus. Die Tore fielen aber auf der anderen Seite: Dominik Steczyk traf aus dem Gewusel heraus (75.). Kurz vor Ende rettete der eingewechselte FCR-Keeper Christoph Schwemmer mit einer einhändigen Glanztat, beim Nachschuss von Stoßberger zum 6:0 (85.) war er machtlos. Fast mit dem Schlusspfiff wehrte Schwemmer einen Schuss noch einmal super mit dem Fuß ab. Das Ergebnis von 0:6 blieb damit im Rahmen und fiel nicht so hoch aus, wie vielleicht viele befürchtet hatten. So machte der FCN den Sportfreunden immerhin ein kleines Geburtstagsgeschenk. ap

Nach drei Wochen Sommerpause und zwei Wochen Training steht das Landkreis-Aushängeschild schon wieder bei der Hälfte der Vorbereitung auf den Ligaauftakt am 13. Juli: Die knapp bemessene Zeitspanne erfordert ein kompaktes Programm mit nur wenigen freien Tagen, bei dem die körperlichen Grundlagen in schweißtreibenden Übungs-Einheiten gelegt werden, während die zum Teil neuformierte Mannschaft taktische und spielerische Automatismen direkt unter Praxisbedingungen einstudiert. Aus diesem Grund testet der Bayernliga-Absteiger vor der Generalprobe beim Pokal-Turnier in Lengfeld bewusst gegen niederklassige Gegner, bestätigt Teammanager Mesut Kimiz. „Durchweg positive Ansätze“ und eine „super Stimmung“ konstatierte Mittelfeldmotor Timo Noppenberger, der zusammen mit Firat Güngör ein neues gleichberechtigtes Kapitäns- Duo bildet, mit Blick auf den ersten Leistungsnachweis (4:1 in Burgebrach). 72 Stunden später gab es 6:2 beim Bamberger Kreisligisten ASV Sassanfahrt, das wiederum Kimiz ebenfalls zufriedenstellte, trotz zweier Gegentore gegen einen körperlich präsenten und engagierten Gegner. „Sowas kann in der Vorbereitung schon mal passieren. Man neigt ja ohnehin dazu, gegen niederklassige Gegner offensiver zu agieren.“ Tatsächlich führte sich im Angriff unter anderem Philipp Nagengast nach seinen Einsätzen für die bayerische Amateurauswahl beim Uefa Regions Cup prächtig mit einem Treffer ein. Als „homogen“ und „kommunikativ“ beschreibt der 25-Jährige das mehr oder weniger veränderte Mannschaftsgefüge, spürt nach den durchwachsenen Erfahrungen des Frühjahrs gar einen „neuen Geist“ wachsen. Seinen Beitrag steuerte auch Neuzugang Muhammed Abubakar mit einem Doppelpack gegen Sassanfahrt bei. Ein Hauch von Nostalgie kommt am morgigen Dienstag auf den Jahn zu. Denn da gibt es für den Landesligisten (19 Uhr) beim SV Langensendelbach ein Wiedersehen mit Ex-Kapitän Patrick Hagen und Ex-Spieler Dominik Zametzer. gu

Der SV Seligenporten hat dem Drittligaabsteiger VfR Aalen zuhause in einem freundschaftlichem Test ein 1:1 abgerungen. Der Neumarkter Andreas Knipfer (21) beackerte für den VfR die rechte Defensivflanke, kam in der 23. Minute zentral aus 24 Meter zum Schuss. Der Versuch des ehemaligen Woffenbachers zischte am linken Pfosten des SVS-Tores vorbei. Der Regionalligist biss sich mehr und mehr in die Partie. Per Zufall sprang der Ball zu VfR-Mann Niko Dobros, der aus Nahdistanz kläglich an Kowalewski scheiterte, jedoch noch die zweite Chance bekam und den Abpraller zum 1:0 für Aalen ins Heimtor stocherte (39.). Die Klosterer reagierten blitzschnell. Der flinke Probespieler und Ex-Kleblattler Matthews Loo schnappte sich den Ball und bediente Christian Knorr, der wiederum Bajrami, der aus 19 Metern ins rechte Ecke vollstreckte (43.). Der Spielfluss der zweiten Halbzeit ebbte ab, auch aufgrund diverser Wechsel auf beiden Seiten. Die letzten zehn Spielminuten drücktedie Mannschaft vom ehemaligen ASV-Stürmerstar Roland Seitz auf die Führung und schien etwas mehr Reserven zu haben. Es blieb beim 1:1-Remis, das für den SV Seligenporten den letzten Test vor dem Pflichtspielauftakt am kommenden Freitag gegen die DJK Vilzing bedeutete. „Das war sehr ordentlich“, resümierte SVS-Trainer Gerd Klaus. fha

Der TSV 1860 Weißenburg hat sein erstes Testspiel mit einem 2:2 gegen den SC 04 Schwabach beendet. Das Remis war für den gastgebenden Süd-Bezirksligisten ein Achtungserfolg gegen den Vierten der Landesliga Nordost. Es wäre sogar mehr drin gewesen, denn die Vierke-Truppe führte nach Treffern der eingewechselten Youngster Salvatore Creco-Cutturello (50. Minute) und Filippo Virduzzo (75.) bereits mit 2:0, ehe die „Nullvierer“ in der Schlussphase des Jura-Derbys noch ausglichen. Weiter geht es für den TSV 1860 am Mittwoch, 3. Juli, erneut zu Hause und zwar gegen den Nord-Bezirksligisten Türkspor/Cagrispor Nürnberg (19 Uhr, Rezataue) – dann wohl bei etwas weniger Hitze.

Der ASV Neumarkt befindet sich in einer Zeit des Umbruchs. Vieles, was sich die neue Abteilungsleitung auf die Fahnen geschrieben hat, ist schon umgesetzt. Vieles soll noch folgen. Da tut es gut, wenn an anderer Stelle so etwas wie Beständigkeit herrscht. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die noch viele Jahre halten soll, wenn man so will. Die Rede ist von der Kooperation zwischen den Fußballern des ASV Neumarkt und dem SSV Jahn Regensburg. Im Sommer 2018 wurde sie geschlossen, der Kontakt war durch ASV-Trainer Benedikt Thier hergestellt worden, der für etwas mehr als eine Saison die Jahn-U15 in der BOL trainiert hatte. „Das war eine tolle Zeit“, erinnert sich Thier. „Hoch interessant, wie in einem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) gearbeitet wird.“ Vor dem Fußball-Bündnis mit dem Jahn hatte der ASV Neumarkt mit dem 1. FC Nürnberg eine sportliche Liaison. Doch diese trug so gut wie keine Früchte, schnell kam beim ASV Frust auf. Der ASV beendete die Zusammenarbeit mit dem Club und war offen für Neues. Hier kam Regensburg ins Spiel. „Neumarkt hat mitbekommen, dass wir die Kooperationen im Raum Ostbayern ausweiten wollen“, erinnert sich Christian Martin, der Chef des Nachwuchsleistungszentrums des Jahn. „Wir sind schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen.“ Seither ist der ASV einer von mittlerweile neun Fußball-Partnern des Jahn. Die Vereine profitieren vor allem vom „Austausch der Talente“, wie es Martin formuliert. Spieler sollen die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. „Unsere Zielsetzung ist es, möglichst viele Spieler, die wir ausgebildet haben, in die Profimannschaft zu integrieren.“ Der Jahn möchte selbst ausbilden, aber eben auch ausbilden lassen. Bei letzterem kommt der ASV Neumarkt ins Spiel. „Wir verlieren diesen Sommer acht Spieler an Nachwuchsleistungszentren“, berichtet ASV-Jugendleiter Thomas Lehmeier. Die Hälfte davon wechselt in den Jugendbereich des SSV Jahn Regensburg. „Im Gegenzug bekommen wir von der U14 bis zur U17 einige Spieler aus Regensburg dazu.“ Auch das hat dazu geführt, dass das Einzugsgebiet, aus dem die ASV-Spieler mittlerweile kommen, sich vergrößert hat. Neben dem Spiel steht der Informationsaustausch auf der Agenda. „Wir wollen unsere Partnervereine auf vielen Ebenen unterstützen“, erklärt Martin. Beispielsweise durch Trainerfortbildungen und andere Schulungen. In der noch recht jungen Kooperation gehöre neben dem andauernden Austausch auch ein Neujahrsempfang dazu. Und genau das sind offenbar die kleinen, aber feinen Unterschiede zu der einstigen Partnerschaft mit dem 1. FCN. Und gelegentlich kommt es auch vor, dass der Kooperations-Partner und Zweitligist am Deininger Weg seine Visitenkarte abgibt. „Neumarkt ist ein wichtiges Einsatzgebiet, auch von den Fans her“, betont Christian Martin, der weiß, dass Fan-Rekrutierung in einer FCN- und FCB-dominierten Region nicht von Schaden ist. Für ASV-Trainer Thier und seine Mannschaft war dieses besondere Testspiel am vergangenen Samstag die „Belohnung für harte Arbeit“. Die junge Elf sei vergangene Saison ins kalte Bayernliga-Wasser geworfen worden, letztlich trotz einiger beachtlicher Erfolge abgestiegen. Nach dem Anpfiff brach einer der jungen Wilden durch, doch Christian Bulinger scheiterte am Jahn-Schlussmann Alexander Meyer. Der ASV Neumarkt begann die Testpartie forsch. Doch schnell übernahm der Jahn das Kommando und erzielte via Eigentor die Führung (11.). Der ASV-Neuzugang aus Deining, Alexander Braun, durfte in der Fünferkette als Innenverteidiger ran. Er wurde von einem SSVler gehalten, pochte auf Freistoß, doch Schiedsrichterin Annette Hanf rief ihm zu: „Spiel doch einfach weiter“. Der Ton war rau, der Jahn konnte nicht so ganz zufrieden sein mit den bis dahin gespielten 20 Minuten. Aus dem Getümmel landete der Ball bei Jahn-Eigengewächs Kevin Hoffmann, der von der Strafraumkante abzog und abgefälscht ins rechte Eck traf (22.). Trinkpause, dann köpfte Schneider eine Ecke ein (28.). Grüttner legte vorbildlich auf Florian Heister ab, der das 4:0 allein vor Herzig erzielte (32.). Die junge Neumarkter Mannschaft konnte mit dem hohen Tempo und der Wucht des Gegners nicht mithalten. Grüttner steckte auf Hoffmann, der seinen Doppelpack schnürte (35., 5:0). Nach schnell ausgeführtem Einwurf erhöhte Grüttner auf 6:0 (40.). „Männer, gleich weiter, drei vier noch“, rief Regensburgs Schlussmann Meyer übers Feld. Prompt luchste Geipl Jonas Marx den Ball ab, bediente Goalgetter Grüttner, eiskalt links unten, 7:0 (43.). „Zur Halbzeit hat es einen Rüffel gegeben“, sagte ASV-Trainer Thier nach Spielschluss. „Wir haben uns überrumpeln lassen und vier, fünf Geschenke verteilt.“ Der zweite Durchgang wurde dann aus ASV Sicht besser. Obwohl er schlecht begann: Jahns Medinelli legte auf für Thomas Stowasser, der das 8:0 besorgte (53.). Den Doppelpack von Stowasser verhinderte der eingewechselte Torwart Lukas Wutz. Der 19-Jährige vereitelte mit einer starken Parade das 0:9. Fünf Minuten vor Schluss hatte der ASV die Chance auf den Ehrentreffer. Aus 17 Metern platzierte Jan Alder einen Freistoß aber viel zu hoch (85.). Für die spielerische Leistung in der zweiten Hälfte klopfte Trainer Benedikt Thier seinen Jungs auf die Schultern. Stolz dürfen sie beim ASV auch auf eine funktionierende, nachhaltige Partnerschaft mit dem Jahn Regensburg sein. Franz Hable

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