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Eltersdorfer Zugänge machen einen "guten Eindruck"

Bayernliga Nord

Der SC Eltersdorf beginnt die neue Runde mit vielen neuen Gesichtern und einem neuen Co-Trainer. In der Verbandspokal-Qualifikation aber gab es wie schon im Test gegen Fürth eine Pleite.

Bis zuletzt Mannschaftskapitän, jetzt (Co-) Trainer: Thomas Dotterweich.

 / © Harald Sippel

"Wenn ich nochmal zwei Wochen länger Urlaub gehabt hätte, wäre ich auch nicht in den Keller zum Heulen", sagte Christian Streich, Coach des SC Freiburg, jüngst zum Trainingsstart seiner Mannschaft im Interview mit dem SWR . Die Jungs des Sportclubs aus Eltersdorf hätten wohl auch nichts gegen eine verlängerte Pause gehabt - gerade bei den Temperaturen der vergangenen Wochen.

Doch anders als der Bundesligist finden sich die Eltersdorfer bereits seit ein paar Wochen wieder regelmäßig im Elsner-Sportpark an der Langenaustraße ein und absolvieren bei bis zu 38 Grad Sprints und Läufe oder studieren die neuesten Standard-Variationen ein. In der Vorbereitung auf die Bayernliga-Saison 2019/20 darf, beziehungsweise soll natürlich aber auch gekickt werden. So testete der SCE neben Teams mit ähnlicher Klasse kurz vor dem Saisonstart auch gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth - und überzeugte.

In der Partie gegen den Zweitligisten hatten die Quecken beim 1:3 zwar das Nachsehen, boten den 550 Zuschauern jedoch eine ansprechende Leistung. Bei den ersten beiden Gegentreffern "haben wir noch geschlafen", sagte Ersatz-Cheftrainer Thomas Dotterweich (36), der Bernd Eigner in der Vorbereitung vertrat. Der ehemalige Kapitän fungiert nun normalerweise als Assistent an der Seitenlinie.

Durch Zugang Dickson Abiama schaffte Eltersdorf den Anschlusstreffer. Insgesamt ließen die SCE-Verteidiger wenig zu. Eigene Torszenen aber blieben ebenfalls Mangelware. "In der zweiten Halbzeit fehlte die Durchschlagskraft", bestätigte Dotterweich und fügte an: "Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft." Schließlich darf man bei lediglich drei Gegentreffern gegen eine Profimannschaft von einem Erfolg sprechen, die Fürther schlugen zuletzt den ASV Zirndorf sowie den SV Gutenstetten mit sieben beziehungsweise zwölf Toren.

Dass der Test gegen die Mannschaft aus der zweiten Liga hätte schiefgehen können, machte Dotterweich hinsichtlich des Pokalspiels gegen Großbardorf keine Sorgen: "Ich denke, das können die Jungs schon einschätzen", sagte er. "Wir werden durch die gute Leistung auch nicht überheblich, geschweige denn das Pokalspiel auf die leichte Schulter nehmen." Schlüsse aus dem Test lassen sich dennoch ziehen, denn gerade die Defensive sei in den vergangenen Spielzeiten das Manko gewesen und somit einer der Schwerpunkte der Vorbereitung in diesem Jahr. Zusätzlich legten die Eltersdorfer ein Augenmerk auf Umschaltsituationen. Die Begegnung mit der Spielvereinigung war also geradezu prädestiniert, um die wichtigen Inhalte kurz vor dem Ligastart auf die Probe zu stellen. Dabei sei es gut gelungen, die Vorgaben umzusetzen, man müsse jedoch weiterhin daran arbeiten, fand Dotterweich.

Das Ziel: Platz vier oder fünf

Gegen Fürth durften neben Torschütze Abiama, der von der SG Quelle Fürth kam, auch weitere Zugänge ran. Dass diese ihre Eingewöhnungszeit benötigen, weiß auch der Co-Trainer: "Der ein oder andere braucht vielleicht noch ein wenig länger, sie alle machen aber einen guten Eindruck." Am Samstag gegen den TSV Großbardorf standen mit Keeper Wasilios Tsagos, Burak Ayvaz, Aristotelis Dougalis, Julian Konrad, Michael Mirschberger und Jens Wartenfelser sechs Sommer-Zugänge in der Startelf. In Halbzeit eins allerdings kassierten die Quecken durch Simon Snaschel das 0:1, kurz nach Wiederanpfiff traf der 28-Jährige erneut. Und auch für das 0:3 sorgte wieder Simon Snaschel. Die Pokal-Runde war für die Hausherren damit bereits nach einem Spiel gelaufen.

Am Samstag geht es in der Bayernliga los, Eltersdorf reist zu Aufsteiger ASV Cham. Dort soll der Startschuss in eine erfolgreiche Saison gelingen. Während der SCE das vergangene Jahr auf dem sechsten Tabellenplatz beendete, soll nun der fünfte oder vierte Rang herausspringen. Dann auch wieder unter echten Wettkampfbedingungen und mit Cheftrainer Bernd Eigner an der Seitenlinie.

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