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Vier Treffer zum Auftakt: Fabian-Eberle-Gala bei fulminantem Eichstätter Sieg

Regionallliga

Mit vier Treffern war Fabian Eberle der Mann des Tages beim 7:0-Sieg der Eichstätter gegen den SV Schalding-Heining in der Regionalliga Bayern. Nur zwei Tage zuvor hatte der 30-Jährige ein Angebot des Drittligisten SpVgg Unterhaching abgelehnt.

Jubelt weiter für den VfB: Fabian Eberle hat letzte Woche ein Angebot der SpVgg Unterhaching abgelehnt und erzielte jetzt zum Saisonstart vier Treffer für Eichstätt.

 / © Traub

Fulminanter Saisonstart für den VfB Eichstätt: Im ersten Punktspiel der Regionalliga Bayern spielte das Team von Trainer Markus Mattes und Co-Trainer Michael Panknin „Sieben auf einen Streich“ und fertigte den SV Schalding-Heining mit 7:0 ab. Vor rund 700 Zuschauern – unter ihnen auch wieder viele Besucher aus dem Weißenburger Raum – war Fabian Eberle der Mann des Tages. Der in Weißenburg lebende Top-Torjäger erzielte vier Treffer. Normalität war der Einsatz des 30-Jährigen dieses Mal allerdings nicht. Erstens hatte er sich im Training eine leichte Zerrung zugezogen und zweitens lag ihm ein unterschriftsreifes Angebot des Drittligisten SpVgg Unterhaching vor. Erst am vergangenen Donnerstagabend hatte sich Eberle dann für einen Verbleib in der Domstadt und damit auch gegen den Profifußball entschieden.

„Bauchgefühl“ entschied

„Letztendlich war es mein Bauchgefühl“, sagte der gebürtige Solnhofener. Die vergangenen zwei Wochen seien für den Grundschullehrer brutal gewesen; er war hin- und hergerissen und sagte den Münchner Vorstädtern – bei denen er ein Probetraining absolviert und mehrere Gespräche geführt hatte – nach mehreren schlaflosen Nächten sowie reichlichen Überlegungen und Diskussionen mit seiner Familie ab.

„Ob das jetzt die richtige oder falsche Entscheidung war, werde ich nie erfahren. Aber ich weiß auch, was ich am VfB Eichstätt mit seinem ganzen Umfeld und den Jungs in der Mannschaft habe“, sagte Eberle und fügte an: „Ich habe mich beim VfB immer wohlgefühlt und mir wird große Wertschätzung entgegengebracht. Außerdem hatte ich mit ein paar Spielern wie beispielweise Benjamin Schmidramsl oder Jonas Fries vereinbart, dass wir gemeinsam noch ein Jahr dranhängen. Ihnen gegenüber wollte ich mein Wort nun auch nicht brechen.“ Die SpVgg Unterhaching ist erst vor wenigen Tagen als zweite deutsche Fußballmannschaft nach Borussia Dortmund an die Börse gegangen. Mit Geld und Planungssicherheit will die SpVgg spätestens übernächsteSaison in die 2. Bundesliga aufsteigen. Die Tore für dieses Ziel müssen nun andere schießen. „Die Verantwortlichen hatten sich sehr um mich bemüht, sind immer korrekt und fair aufgetreten – und haben auch verständnisvoll auf meine Absage reagiert. Für mich war es jedenfalls eine große Ehre, in meinem Alter noch mal so ein Angebot zu erhalten“, erzählte der Mann mit eingebauter Torgarantie am Samstag.

Die Erleichterung, Eberle weiterhin im grün-weißen Dress des VfB zu sehen, war im Liqui-Moly-Stadion bereits weit vor Spielbeginn spürbar. „Das wäre ein schwerer Schlag, ja sogar eine Katastrophe gewesen“, schrieb hierzu Pressesprecher Sepp Schiebel in der Stadionzeitung. In der Tat wäre ein Wechsel des Ausnahmestürmers ein herber Verlust und nicht zu kompensieren gewesen.

Fabian Eberle war gegen Schalding für das 1:0 und 2:0 zuständig (12. und 30. Minute) und legte dann nach der Pause noch zum 4:0 und 5:0 nach (55. und 60.), ehe er wegen seiner Verletzung ausgewechselt und mit großem Beifall verabschiedet wurde. Das zwischenzeitliche 3:0 ging auf das Konto von Neuzugang Christian Heinloth (bislang SpVgg Greuther Fürth, 48.). Und in der Schlussphase stellte Philipp Federl mit einem Doppelpack den 7:0-Endstand her.

Fraglich gegen Aschaffenburg

Das klare Endergebnis täuschte ein wenig darüber hinweg, dass die Gäste aus Passau in der ersten Hälfte gegen den Vorjahres-Vizemeister eigentlich ganz gut im Spiel waren. Allerdings agierte Eichstätt in der Offensive zielstrebiger. VfB-Coach Mattes sprach von einer recht glücklichen Halbzeitführung seines Teams. Das schnelle 3:0 zu Beginn des zweiten Durchgangs war aus seiner Sicht dann der „Knackpunkt“ im Spiel. Bei den Eichstättern spielte der Raitenbucher Lucas Schraufstetter komplett durch, der Alesheimer Niklas Reutelhuber wurde in der 68. Minute für Dominik Wolfsteiner eingewechselt und kam somit zu seinem Regionalliga-Debüt. Geleitet wurde das Match im Liqui-Moly-Stadion von Zweitliga-Schiedsrichter Florian Badstübner. Für den VfB geht es am Dienstag, 23. Juli, um 18.30 Uhr auswärts beim SV Viktoria Aschaffenburg weiter. Am Samstag, 27. Juli, um 14 Uhr folgt dann das zweite Heimspiel gegen den VfR Garching. Der Einsatz von Vierfach-Torschütze Fabian Eberle ist zumindest für das Match in Aschaffenburg fraglich.

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