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Kusnyarik: "Die Zuschauer erwarten einen Sieg" gegen Deutenbach

Vorschau Bezirksliga Süd 6. Spieltag

Raitersaich geht als Favorit ins Derby mit Deutenbach. In Marienstein, Roth, Ornbau und Herrieden wollen sie endlich das Punkten anfangen, auch wenn das Quartett schwere Aufgaben vor der Brust hat. Interessant dürfte es auch beim Duell der beiden starken Aufsteiger Hilpoltstein und Wendelstein werden. Zudem reist Greding nach Aufkirchen, das noch immer seine Form sucht. Der ESV Ansbach/Eyb hat Aufsteiger Dombühl zu Gast und will seine Serie ausbauen.

Der SV Raitersaich (schwarz, hier gegen die TSG Roth) will seinen Höhenflug auch im Derby gegen den STV Deutenbach fortsetzen.

 / © Giurdanella

Einen tollen Kampf lieferte die TSG in der Vorwoche dem FV Dittenheim. Für einen Punkt hat es allerdings auch mit dem neuen Trainer Anton Hufmann nicht gereicht. Das Heimspiel gegen den tSV Freystadt wäre eine gute Möglichkeit, das Punktekonto zu erhöhen. Der sportliche Leiter Martin Bittl sah am vergangenen Wochenende eine ordentliche Leistung: "Dittenheim ist keine Laufkundschaft und ich sehe sie im Kreis der Meisterschaftsfavoriten. Die Leistung der Mannschaft war in Ordnung, doch langsam müssen wir Punkte holen. Wir müssen in die Köpfe bekommen, dass wir auch noch gewinnen können." Gegenüber dem Dittenheim-Spiel wird es keine großen Veränderungen im Kader geben. Keine Chance hatte der TSV Freystadt in der Vorwoche gegen den ESV Ansbach-Eyb. Trainer Marco Christ hofft auf eine Leistungssteigerung: "Nach zwei Niederlagen in Folge erwarte ich von meiner Mannschaft eine Reaktion. Die Null muss auf jeden Fall stehen. Den Abstand zu den hinteren Mannschaften wollen wir auf jeden Fall beibehalten und das erarbeitete Polster soll nicht kleiner werden." Patrick Meyer hat sich in der Vorwoche das Außenband gerissen und wird in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Unterschätzen wird Marco Christ die TSG Roth nicht: "Sie sind nicht gut in die Saison gestartet, doch die knappe Niederlage der Vorwoche gegen Dittenheim zeigt, dass es wieder aufwärts geht. Es wird keine einfache Aufgabe, da der neue Trainer Hufmann neue Ideen einbringen wird."

Die Eisenbahner holten in Freystadt ihren dritten Dreier. Jetzt kommt es zum Derby gegen den Aufsteiger aus Dombühl. Coach Jörg Müller freut sich auf die Partie: "Der FC Dombühl ist wie alle Aufsteiger eine Bereicherung für die Liga. Sie haben eine eingespielte Mannschaft und mehrere Akteure, die ein Spiel entscheiden können. Wir müssen sehr aufmerksam sein und brauchen eine Top-Leistung, um in diesem Derby erneut erfolgreich zu sein." In der Nachspielzeit verlor der FC Dombühl nach einem Treffer von Steinlein noch den sicher geglaubten Punkt gegen Raitersaich. Die starke Leistung im Duell der Aufsteiger wurde nicht belohnt. FCD-Trainer Markus Engelhardt nimmt aber auch Positives aus der Partie mit: “Schön war es zu sehen, dass wir auch dem SV Raitersaich auf Augenhöhe begegnen konnten. Leider hat sich meine Mannschaft für ihr gutes Spiel und für ihre gute Mentalität (zweimal einen Rückstand ausgeglichen) nicht mit wenigstens einem Punkt belohnen können. Am Schluss wollte mein Team zu viel und ist etwas naiv in einen Konter gelaufen. Daraus ziehen wir sicher unsere Lehren.” Der Gegner genießt bei Engelhardt höchsten Respekt: ”Der ESV Ansbach-Eyb hat sich vor der Saison in allen Bereichen verbessert. Trainer Jörg Müller, früher als Spieler, wie jetzt als Trainer eine Ausnahmeerscheinung im Fußballkreis, konnte seinen Betreuerstab nochmals breiter aufstellen. Mit Eisenberger und Zippold hat er Unterstützer, die ihresgleichen suchen. Dazu wurde die Mannschaft sinnvoll verstärkt. Es sind keine Schwächen auszumachen, wie die Punkt und Torausbeute zeigt. Das Spiel ist auf viele Schultern aufgebaut und somit schwer auszurechnen.” Im Team wird es einige Umstellungen geben. Alexander Häßlein wird aufgrund einer Kopfverletzung fehlen. Kevin Dürr hat seine Oberschenkelverletzung noch nicht ganz überwunden und ist im Lauftraining. Amin Egilspohr ist im Urlaub. Pascal Killian ist vom Urlaub zurückgekehrt und Nachwuchsspieler Sebastian Geißler wird den Kader verstärken. 

Auch in Zirndorf stand Marienstein am Ende ohne Punkte da. Das Team von Coach Stephan Zengerle wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg. Auch gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Weißenburg werden die Trauben für die Oberbayern sehr hoch hängen, da der Gegner den Kontakt zur Spitzengruppe nicht verlieren will. Nach dem Sieg gegen den SV Ornbau möchte der TSV 1860 Weißenburg mit seinem Trainer Markus Vierke nachlegen: "In der letzten Saison hatte Marienstein auch eine kleine Schwächeperiode vor dem Spiel gegen uns. Gegen Marienstein haben wir in den letzten Jahren selten verloren. Wir wollen taktisch überzeugen und unsere Ordnung beibehalten. Wir haben insgesamt die Qualität auch in Marienstein die drei Punkte mitzunehmen." Personell muss Weißenburg berücksichtigen, dass eine englische Woche ansteht und auch für die U23 werden Spieler abgestellt.

Mit einer starken Leistung stürzte in der Vorwoche Hilpoltstein den TSV Greding von der Tabellenspitze. Dementsprechend herrscht eine positive Stimmung in der Mannschaft. Jetzt kommt es in Hilpoltstein zum Duell der beiden starken Aufsteiger. Trainer Fabian Schäll blickt noch einmal zurück auf das Spiel gegen Greding: "Bei besserer Chancenauswertung in der starken ersten Halbzeit hätten wir uns mit einem dritten Tor eine Menge Stress ersparen können. Die Drangphase des Gegners haben wir aber trotzdem gut überstanden." Das Trainerteam kann aus dem Vollen schöpfen, da sämtliche Urlauber zurückgekehrt sind. Nur Florian Grau muss seine Verletzung noch auskurieren. Vor dem Gegner hat Schäll den nötigen Respekt: "Der FC Wendelstein profitiert von seiner guten Jugendarbeit und hat eine junge und ehrgeizige Mannschaft. Sie sind sehr stark in der Offensive mit den meisten erzielten Toren und haben einen erfahrenen Trainer, der die Mannschaft richtig einstellen wird. Am Ende sehe ich Wendelstein in den Top drei." Die beiden Kontrahenten standen sich in der vorletzten Saison auch schon einmal in der Aufstiegsrelegation gegenüber, wobei der TV Hilpoltstein klar die Oberhand behielt, aber später an Burgfarrnbach scheiterte. Auch der FC Wendelstein hat zehn Punkte auf dem Konto. In der Vorwoche gegen die SG Herrieden wurde Dank eines starken Endspurts der Dreier unter Dach und Fach gebracht. Auch Andreas Speer freut sich auf das Duell in Hilpoltstein: "Vor der Saison hätte wohl keiner gedacht, dass dies ein Spitzenspiel sein wird und Raitersaich an der Tabellenspitze steht. Hilpoltstein war in der letzten Saison ein souveräner Aufsteiger und steht nach dem 3:1-Sieg in Greding zurecht so weit vorne in der Tabelle." Jonas Andert wird dem FCW fehlen, doch mit den Rückkehrern André Doffin, Christopher Bauer, Maximilian Zeh und Marvin Schirl hat Speer die Qual der Wahl. Zwischen den Pfosten wird Niclas Baumann stehen.

Der SV Ornbau hat nach dem fünften Spieltag immer noch nur einen Punkt auf dem Konto. Auf eigenem Platz gegen den FV Dittenheim wäre es eine glänzende Gelegenheit das Punktekonto aufzubessern. Gegen Weißenburg war das Team von Marco Meier nahe an einem Punktgewinn. ”Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir mit der gleichen Einstellung wie gegen Weißenburg ins Spiel gehen, wieder taktisch diszipliniert auftreten, auf uns schauen und unsere Torchancen besser verwerten. Wir waren bisher - mit Ausnahme der ersten Halbzeit in Raitersaich - immer mindestens auf Augenhöhe mit dem Gegner.” Eine leichte Aufgabe wird es gegen den FV Dittenheim mit Sicherheit nicht. “Wir freuen uns, nach drei Wochen Pause endlich wieder ein Heimspiel zu haben. Die Dittenheimer sind mannschaftlich geschlossen, kompakt und zweikampfstark. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe und Kleinigkeiten werden das Spiel wieder entscheiden. Wir müssen Ruhe bewahren, weitermachen und uns das Glück erarbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass uns am Sonntag der erster Dreier gelingen wird.” Personell ist der SV Ornbau am Sonntag gut aufgestellt, auch wenn mit Sebastian Kocher, Aaron Lederer, David Lederer, Artur Rudi und Christian Sand wieder ein paar Spieler fehlen werden. Einen heißen Tanz erwartet FVD-Trainer Martin Huber: "Ornbau will seinen ersten Dreier erzielen und wir müssen unbedingt wieder 100 Prozent Leistung abrufen. Wir wollen mit einem Sieg in der Spitzengruppe bleiben. Ornbau wird wieder in die Erfolgsspur finden, doch ihre Serie sollen sie nach unserem Spiel starten."

Aufkirchen hat in der Nachspielzeit in Deutenbach wegen eines umstrittenen Elfmeters den sicher geglaubten Punkt noch verloren. Mit dem elften Platz und sechs Punkten nach dem fünften Spieltag kann der Landesliga-Absteiger nicht ganz zufrieden sein. Ein Heimsieg würde die Bilanz um einiges verbessern. Trainer Josef Pelczer erwartet einen defensiv starken Gegner: "Greding hat unter dem neuen Trainer Jürgen Schmid eine neue Qualität in der Defensive gewonnen. Es wird schwer gegen, sie ein Tor zu erzielen. Wir werden weiterhin um jeden Punkt kämpfen, was aufgrund der Personalsituation schwierig ist. Die Mannschaft zeigt aber weiterhin eine tolle Moral." Personell ist die Lage beim SC Aufkirchen angespannt und es kommen derzeit nach jedem Spiel neue Verletzte hinzu. Sicher fehlen werden die Dauerverletzten Beck, Bernecker, Sauter und Weigel sowie die Urlauber Bösenecker, Buckley und Kolb. Auf der Kippe stehen Kreuchauf, Tobias Babel, Jonas Schöllhammer und Wastensteiner. Der TSV Greding musste in der Vorwoche gegen den starken Aufsteiger TV Hilpoltstein die erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit zehn Punkten steht die Schmid-Elf immer noch auf einem hervorragenden dritten Platz. Der Trainer eine schwere Aufgabe vor sich und seiner Mannschaft: "Aufkirchen hat eine sehr gute Qualität, doch sind sie noch nicht ganz im Rhythmus. In der Offensive sehe ich sie sehr stark. Wenn sie Schwächen haben, dann eher in der Defensive. Da sie in der letzten Woche verloren haben, werden sie umso motivierter sein und wollen auf jeden Fall gegen uns gewinnen." Vergangenes Spiel hat sich kein Spieler verletzt, nur Rückkehrer Marco Meyer steht noch auf der Kippe.

Hiobsbotschaft für den SV Raitersaich. Beim Spiel in der Vorwoche gegen den FC Dombühl verletzte sich Youngster Lukas Kurz. Der jüngste Spieler im Kader der ersten Mannschaft zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird voraussichtlich für die ganze Saison ausfallen. Vom Urlaub zurück ist dagegen Spielertrainer Dietmar Kusnyarik: "Beim Derby erwarten die Zuschauer einen Sieg von uns und den möchten wir gerne holen." Beide Mannschaften haben in der Vorwoche in der Nachspielzeit noch einen Dreier eingefahren. Mit dem späten Tor von Steinlein gegen Dombühl schaffte Raitersaich sogar noch den Sprung an die Tabellenspitze. Es treffen auch zwei Mannschaften aufeinander, welche sich aus den Vorbereitungsspielen der letzten Jahre sehr gut kennen. STV-Trainer Arno Zeilmann freut sich auf das Derby: "Wenn man auf die Tabelle schaut, ist Raitersaich der klare Favorit, doch ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze. Durch mehrere Vorbereitungsspiele sind wir der Mannschaft freundschaftlich verbunden, doch jetzt geht es um Punkte und einen wollen wir mindestens mitnehmen." Im Kader wird es gegenüber der Vorwoche keine großen Veränderungen geben.

Über 75 Minuten war die SG Herrieden auf Augenhöhe mit dem starken Aufsteiger aus Wendelstein. In der Schlussphase brach das Team von Thomas Seibold allerdings zusammen und kassierte innerhalb von kürzester Zeit drei Gegentore. Seibold trauert einem möglichen Punkt hinterher: "Mit etwas Glück wäre ein Punktgewinn drin gewesen. Zum Aufsteiger nach Wendelstein mussten wir mit nur zwei Ersatzspielern anreisen. Zusätzlich mussten wir noch auf einen AH-Spieler zurückgreifen, welcher auch von Beginn an auflief. Wegen zu vieler individueller Fehler brachten wir uns um den Punktgewinn. Außerdem wurde ein korrektes Tor wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt." Torjäger Peter Bernhard ist wieder ins Lauftraining eingestiegen. In den Kader zurückkehren werden möglicherweise Marco Deininger, Adrian Kammerer, Lukas Heidingsfelder und Lukas Wellhöfer. An den ASV Zirndorf hat Seibold keine guten Erinnerungen: "Gegen Zirndorf haben wir noch nie einen Punkt geholt. Sie sind mit acht Punkten zufriedenstellend in die Saison gestartet und wir müssen unbedingt punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren." Obwohl die gesamte Offensive gegen Marienstein ausgefallen war, erzielte der ASV Zirndorf einen souveränen 3:0-Sieg. Personell sieht es für Trainer Martin Hermann wieder besser aus, da einige Urlauber zurückgekehrt sind. "Es wird eine schwierige Aufgabe für uns, und wir werden den Gegner nicht am Tabellenstand messen. Herrieden möchte mit Sicherheit seine ersten Punkte einfahren, doch wollen wir mindestens einen Punkt mitnehmen."

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