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Gutenstetten stellt sich mit dünnem Kader seinen Jägern

Vorschau Bezirksliga Nord 7. Spieltag

Der SV Gutenstetten-Steinachgrund ist derzeit gut in Form. Trainer Daniel Tarone hat dennoch noch Wünsche. Nun fährt der Spitzenreiter nach Hersbruck. Für die SpVgg Hüttenbach beginnt nach der Karten-Flut in Veitsbronn die Normalität gegen Tennenlohe.

Dirigiert Gutenstetten derzeit von Sieg zu Sieg: Daniel Tarone (schwarzes Shirt), der sich mehr Alternativen für seinen Kader wünscht.

 / © Martin Wittmann

Hersbruck kassierte beim 0:1 in Buckenhofen die erste Saisonniederlage. "Wir waren in vielen Situationen nur zweiter Sieger, von daher geht die Niederlage vollkommen in Ordnung", resümiert Hersbruck-Coach Stefan Erhardt. Jetzt kommt der Tabellenführer nach Hersbruck. "Der Anspruch bei ihnen ist natürlich groß, und sie scheinen im Moment das Maß aller Dinge zu sein. Wir wollen zu Hause immer gewinnen, wissen aber natürlich, dass es richtig schwierig wird." Gutenstetten konnte sich im Topspiel bei TSCS mit 3:1 durchsetzen. Coach Daniel Tarone war "im Großen und Ganzen zufrieden". Im Jahr 2019 konnte er mit seinem Team in 19 Spielen 47 Punkte holen, das ist ein Schnitt von 2,47 - eine klare Ansage. Trotz des guten Laufs hat der Coach noch Wünsche: "Der Kader ist sehr dünn besetzt, da würde ich mir noch mehr wünschen", so Tarone. Beim nächsten Duell in Hersbruck erwartet er eine heimstarke Mannschaft: "Sie haben bisher erst einmal verloren. Das wird sehr, sehr schwer, aber wir wollen gewinnen und uns nicht zurücklehnen. Wir sind jetzt die Gejagten."

Erster Verfolger des SV Gutenstetten ist der SV Buckenhofen. Beim 2:1 über Hersbruck gab es den fünften Sieg im sechsten Spiel. "Der Sieg war wichtig für uns", so SVB-Leistungsträger Felix Pfister. "Wir wollten an Gutenstetten dranbleiben und das ist uns gelungen. Natürlich konnten wir dem Trainer auch noch ein schönes Geschenk machen", so der Stürmer zum 50. Geburtstag des Coaches Helmut Wolff. Ob die "Buckis" bis zum Ende im Konzert der ganz Großen mitmischen können? "Das kann ich schlecht sagen, ob es dafür reicht. Man muss von Spiel zu Spiel schauen, und dann wird es sich zeigen, wo wir stehen. Wir haben auf jeden Fall das Zeug vom spielerischen her da oben mitzumischen", so Pfister. Gegen Hagenbüchach erwartet er vollen Einsatz, um danach ausgiebig feiern zu können: "Wir werden sie nicht unterschätzen und müssen wieder 100 Prozent geben, damit der Sieg an unserer Kärwa gefeiert werden kann." Historisches gelang dem SV Hagenbüchach. Das Team von Taner Koc konnte beim 1:0 gegen Ottensoos den ersten Bezirksligasieg der Vereinsgeschichte feiern. "Es war fußballerisch sicher kein Augenschmaus, aber sehr wichtig für uns", so der Trainer. So kann es am besten gleich in Buckenhofen weitergehen. "Sie stehen für eine gute Defensive und haben schnelle Spieler. Wir werden uns nicht verstecken, denn auch sie sind schlagbar."

Noch nicht so richtig in der Bezirksliga Nord ist der TSV Burgfarrnbach angekommen. Die Jungs von Uwe Neunsinger kassierte beim 2:4 in Lauf die vierte Saisonniederlage. Gegen die spielstarke Mannschaft von TSCS will Burgfarrnbach zu Hause die nächsten Punkte holen. Auf der Tulpe konnte das Team bisher zwei Siege einfahren. Gelingt am Sonntag der dritte? TSCS verlor das Topspiel gegen Gutenstetten mit 1:3 und muss einen Kontrahenten erst einmal wegziehen lassen. Sechs Punkte beträgt der Abstand nun auf den Tabellenführer. In Burgfarrnbach sind die nächsten Punkte fest eingeplant, um den Anschluss nach oben nicht weiter zu verlieren.

Der ASV Weisendorf konnte beim 2:0 in Tennenlohe den zweiten Sieg in Serie einfahren und ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen. "Es war klar, dass wir irgendwann gewinnen, deswegen sind wir auch immer ruhig geblieben", so Coach Bernd Fuchsbauer. "Es war sehr viel Arbeit in Tennenlohe. Sie waren aggressiv und laufstark, wir hatten einiges zu tun, haben es aber konzentriert gespielt." Gegen Lauf will er nun den positiven Lauf mitnehmen, auch wenn es nicht leicht wird: "Wir wollen nachlegen und unser Heimspiel gewinnen. Lauf war schon immer unangenehm und sie haben nun einen Trainerfuchs in ihren Reihen. Durch den Sieg haben sie natürlich auch Selbstvertrauen. Wir haben im letzten Jahr gegen sie nicht gut ausgesehen und wollen sie nun in die Knie zwingen." Der Sportklub Lauf konnte beim 4:2 gegen Burgfarrnbach den lang ersehnten ersten Heimsieg holen. "Es war ein sehr, sehr gutes Spiel und wir haben hochverdient gewonnen", erinnert sich Trainer Aleksandar Abutovic. "Die Erleichterung bei uns war sehr groß, denn der Sieg war nötig." In Weisendorf muss Abutovic erneut auf einige Stammkräfte verzichten, trotzdem sollen die nächsten Punkte eingefahren werden. "Wir freuen uns auf das Spiel. Ich habe Weisendorf schon gesehen, sie haben eine gute Mannschaft, die will und macht. Es wird nicht einfach für uns", ist sich der SKL-Coach sicher.

Eine wilde Begegnung erlebte die SpVgg Hüttenbach in Veitsbronn. Die Niederlage geriet aufgrund der zahlreichen Platzverweise mehr oder weniger in den Hintergrund. Die Schiedsrichterleistung ließ scheinbar zu wünschen übrig, das bestätigte sogar der ASV. Co-Spielertrainer Basti Leikam war auch Tage danach noch fassungslos: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Das war eine bodenlose Frechheit und pure Willkür. Es war eigentlich ein absolut faires Fußballspiel. Man fühlt sich ungerecht behandelt und kann nichts dagegen machen. Da wurde das Ergebnis zur Nebensache, weil sich jeder gefragt hat was hier eigentlich los ist." Die zwei Roten Karten schmerzen natürlich, dennoch will man nach vorne schauen. Im nächsten Heimspiel wartet der noch punktlose SV Tennenlohe. Für Leikam zählt hier nur ein Sieg. "Ein Sieg wäre wichtig für uns, allein schon für die Moral. Wir wollen gemeinsam vorangehen und einfach den Dreier einfahren." Auch er weiß um die Gefährlichkeit des Gegners: "Sie haben die Qualität und müssen auch punkten, aber hoffentlich nicht gegen uns. Wir dürfen nicht diejenigen sein, sondern müssen unsere Stärken abrufen." Auch beim 0:2 gegen Weisendorf konnte sich Tennenlohe nicht für eine gute Leistung belohnen. Die Jungs von Karim Farhan bleiben ohne Zähler Tabellenschlusslicht. Der Aufsteiger wird weiter Gas geben wollen und in Hüttenbach den nächsten Anlauf zum ersten Erfolgserlebnis nehmen.

Nicht rund läuft es momentan beim TV 48 Erlangen. Die Jungs um Spielertrainer Hannes Decher mussten sich bei Aufsteiger Adelsdorf mit 0:2 geschlagen geben und stehen mit fünf Punkten auf einem Abstiegsplatz. Um nicht wie in der letzten Saison länger unten festzuhängen wäre ein Sieg gegen Kalchreuth sicher nicht das schlechteste. Der FC Kalchreuth konnte beim 2:1-Sieg über die "Spieli" seinem Trainer Joao Oliveira den perfekten Abschied bescheren. Die Aufholjagd auf die vorderen Plätze läuft gut. "Der Sieg gegen die Spielvereinigung war natürlich wichtig, um wieder ein paar Plätze nach oben zu klettern. Zweimal in Folge einen Rückstand zu drehen spricht natürlich auch für die Jungs", so Kapitän Markus Giering. "Für den Trainer freut es uns auch. Nach zehn Punkten aus vier Spielen hat er sich die Pause verdient." In Erlangen soll der Trend fortgesetzt werden: "Wir wollen unsere Serie ausbauen. Für einige Spieler ist es natürlich ein besonderes Spiel, von daher ist es für uns das Ziel, ihnen die Rückkehr mit einem Sieg zu erleichtern", so der Kapitän.

Eine Last-Minute-Niederlage musste die "Spieli" beim 1:2 in Kalchreuth einstecken. Damit verlieren die Erlanger erstmal den Anschluss an die oberen Tabellenplätze und müssen wieder nach hinten schauen. Zwei Siege konnten die Jungs von "Jojo" Müller bisher zu Hause einfahren, Nummer drei soll gegen Veitsbronn folgen. Veitsbronn Trainer Alex Rambau sah beim 4:2 gegen Hüttenbach "ein wildes Spiel. In der Vorwoche haben wir kurz vor Schluss das Spiel verloren und jetzt war es mal andersrum. Natürlich war der Sieg glücklich", so Rambau ehrlich. Die "Spieli" ist für ihn eigentlich "eine Topmannschaft. Sie haben eigentlich ganz andere Ansprüche. Letztes Jahr haben sie uns die erste Saisonniederlage beigebracht, von daher wissen wir was auf uns zukommt."

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