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Herzogenaurach-Coach Karches: "Mit einem Sieg singt es sich leichter"

Vorschau Landesliga Nordost 11. Spieltag, Wochenende

Den Landesliga-Samstag eröffnet das Duell Vach gegen Herzogenaurach - eine Begegnung, die unter unterschiedlichen Vorzeichen steht. Danach kommt es zum Aufeinandertreffen den TSV Buch mit der SG Quelle, Stadeln reist zeitgleich nach Röslau. Das Derby Baiersdorf vs. Bruck und das Duell zwischen Kornburg und Forchheim runden den Samstag ab. Tags darauf muss Feuchtwangen in Selb ran.

Bekannt für lautstarke Unterstützung auf dem Platz: Spielertrainer Jakob Karches will mit seiner Elf in Vach siegen - und dann die Neuzugänge singen hören. 

 / © Zink / JüRa

Sechs Spiele ohne Sieg, Relegationsrang 15 - die Pumas erleben derzeit harte Wochen. "Die Stimmung ist trotz allem ziemlich gut. Denn wir wissen ja, woran es liegt", sagt Jakob Karches. Von einem "nie dagewesenen Verletzungspech" spricht der Puma-Coach. Auf bis zu sechs Stammkräfte musste er jüngst verzichten - darunter auch Kapitän Eric Stübing, der auch in seiner taktischen Rolle schwer zu ersetzen ist beim FCH. Wenn dann noch Urlauber hinzukommen, hat Karches schnell mal nur mehr 13 Mann übrig. "Das verkraftet kaum eine Mannschaft, zumal wir kein Verein sind, der dann kurzfristig noch Spieler von außerhalb holt", sagt der Coach. So griff man auf Akteure der Kreisliga-Reserve zurück, selbst Keeper Florian Peter musste zwischenzeitlich auf dem Feld aushelfen. Nun entspannt sich die Situation ein wenig: Sebastian Dörrich, Tim Scheuerer und Jochen Staniszewski kehren zurück, in naher Zukunft wird Karches auch wieder auf Nick Maschke und Tim Spielmann bauen können. Dennoch: "Zwei Offensivkräfte gehen demnächst in den Urlaub", verrät der Spielertrainer, der weiß, dass es nicht zu lamentieren gilt, sondern darum, aus den schwierigen Wochen das Bestmögliche zu machen: "Es ging für uns bislang immer nur hoch. Jetzt müssen wir eben auch mal Rückschläge verkraften". Trotz Verletzungspech relativiert er den aktuellen 15. Rang etwas: "Wir hatten schon ein hartes Auftaktprogramm, haben gegen die ersten sechs, sieben Teams der Tabelle gespielt." Und Karches hat nachgerechnet: Auch in der vergangenen Saison, die man bekanntlich auf Rang fünf beendete, schnitt man gegen die bisherigen Gegner - insofern damals schon in der Liga vertreten - nicht viel besser ab: "Jetzt kommen die Teams, gegen die es für uns gilt", sagt er. Beim jüngsten 1:1 gegen den TSV Buch sah es auch schon besser aus für seine Pumas; vor allem in der Defensive, kassierte man in den beiden Partien zuvor doch elf Gegentore: "Wir haben umgestellt, sind weg vom Pressing, wollten kompakter und disziplinierter stehen, weniger zulassen," so Karches. Und das gelang: Dass es in dieser Partie, wie zuvor schon gegen Mitterteich, offensiv erneut mehrfach Aluminium-Pech gab, sei auch ein wenig der Situation geschuldet, glaubt der Coach, "Abstiegskampf, das ist neu, der Kopf ist bei manchen nicht frei, da machen wir die einfachen Dinger nicht." Gegen den kommenden Gegner ASV Vach, der sich zuletzt auf dem Papier äußerst defensivstark präsentierte, wird eine bessere Chancenverwertung wohl nötig sein. In den letzten fünf Partien setzte es nur ein einziges Gegentor für die Vacher. Karches sieht im ASV "eine gute, kampfstarke Mannschaft, die sich gefunden hat. Sie haben sich namhaft verstärkt und mit Rico Röder einen Ausnahmespieler, den es aus dem Spiel zu nehmen gilt". Wie die Partie auch endet, anschließend geht es für ihn und seine Truppe auf die Vacher Kärwa, bevor am Abend das Einstandssingen der Neuzugänge ansteht. Der Coach hofft in diesen harten Wochen auf den Zusammenhalt - und auf saubere Töne: "Mit einem Sieg singt es sich leichter!" // jam

Irgendwann musste sie kommen, die erste Saison-Niederlage - und als sie vor ein paar Wochen mit 0:5 gegen Selb recht heftig ausfiel, sorgte das aber nicht für schlechte Stimmung im Stadelner Lager. Nach zuvor sechs Auftaktsiegen schien diese Niederlage die Dedaj-Elf etwas eingenordet zu haben: In den letzten drei Partien gab es drei Remis. Dennoch ist der Aufsteiger natürlich noch mehr als im Soll und befindet sich mit Rang drei auch nach wie vor in der Spitzengruppe. Nun geht es gegen Röslau - einen Gegner, den man noch aus früheren Landesliga-Jahren kennt. Die Oberfranken arbeiteten sich zuletzt bis auf Rang fünf vor, kassierten in den letzten beiden Partien gegen Bruck und Forchheim stark personell geschwächt aber empfindliche Pleiten. 

Ein sicherlich heiß umkämpftes Duell dürften die Zuschauer am Wegfeld zu sehen bekommen: Die Bucher warten seit drei Partien, die Quelle seit vier Partien auf einen Dreier. "Es war wieder Feuer und Zug drin im Training", verrät Buchs Co-Trainer Udo Brehm nach dem zwar späten, "aber durchaus gerechten" Herzogenauracher Ausgleichstreffer, durch den es am Ende für den TSV Buch nur zu einem Zähler reichte. "Wir waren weit weg von unserer normalen Leistung", resümiert Brehm das jüngste Auswärtsspiel, "dann holt man eben auch gegen ziemlich angeschlagene Herzogenauracher nur einen Punkt". Nun sollen es wieder drei werden: Es geht gegen die Quelle - einen Gegner, der sich sicher mehr vorgenommen hat in der laufenden Spielzeit. "Dieses Jahr ist es aber auch extrem. Man sagt zwar immer: Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme, aber in dieser Saison wird es bis zum Ende sehr eng zugehen," glaubt Brehm. "Wenn die Quelle gewinnt, sind sie wieder dran an uns." Derzeit stehen die Fürther, die am vergangenen Wochenende Selb unterlagen, auf Relegationsrang 14. Dennoch warnt Brehm: "Das 0:5 gegen Stadeln war ihr einziger Ausrutscher bislang, gegen Feucht und Schwabach haben sie jeweils einen Punkt geholt". Auch das Spiel gegen Selb ('kein normaler Aufsteiger") sei knapp und unglücklich mit 1:2 verloren gegangen. "Aber natürlich: Sie haben im Sommer drei Ex-Profis geholt, hatten sich sicher mehr erhofft. Es kommt große Qualität auf uns zu. Aber wenn wir die Leistung von vor dem Herzogenaurach-Spiel abrufen, wird es auch für die Zuschauer wieder eine geile Sache." Dabei stehen sowohl Brehm als auch Coach Manuel Bergmüller wieder gemeinsam an der Seitenlinie, hatten beide zuletzt doch Urlaubspausen eingelegt. Fraglich ist bei den Bucher Jungs noch Fabian Schreiner, der aufgrund der "rustikalen Spielweise" (Brehm) der Pumas kurz vor dem Ende der Partie verletzt rausmusste. // jam

Am elften Spieltag der Landesliga Nordost beginnt für den abstiegsgefährdeten TSV Kornburg eine neue Zeitrechnung. Im Heimspiel gegen die SpVgg Jahn Forchheim hat Trainer Klaus Mösle erstmals einen Kader zur Verfügung, der nicht urlaubsbedingt ausgedünnt ist. Und der damit ungefähr so aussieht, wie sich das die Verantwortlichen vor dieser Spielzeit ungefähr vorgestellt haben. Mit Emmanuel Burgutzidis (gebrochene Zehe) und dem langzeitverletzten Michele Rinchiuso (Faserriss im Aduktorenbereich) fehlen diesmal nur noch zwei angeschlagene Spieler. Dafür sind mit Torhüter Ockert und Seiler zwei ganz wichtige Akteure zurück. Wichtig für Fans: Gespielt wird an der Kellermannstraße diesmal nicht wie üblich am Samstag, sondern wegen einer Hochzeitsfeier ausnahmsweise am Sonntag. Anpfiff ist um 15 Uhr. Warum es in den vergangenen Wochen nicht gelungen ist, die vielen Absenzen besser abzustimmen, ist natürlich eine andere Frage. „Natürlich müssen wir uns da auch an die eigene Nase fassen, da müssen wir künftig besser drauf schauen“, räumt Mösle ein. Er nimmt in dieser Hinsicht allerdings auch seine Spieler in die Pflicht. Doch für diese Saison ist dieses Thema jetzt Geschichte. Gegen Forchheim soll unbedingt der dritte Saisonsieg her. Er wäre wichtig, um ein wenig näher an die Nichtabstiegsplätze heranzurücken. Er wäre aber auch wichtig, um vor den nächsten schwierigen Aufgaben Selbstvertrauen tanken zu können. Und Forchheim? Auch wenn sich die Mannschaft des Bayernliga-Absteigers weiter im Umbruch wähnt, ist die Schonfrist nach beinahe einem Drittel der Saison verstrichen. So darf Jahn-Trainer Christian Springer interpretiert werden, als er seine Ansprüche für die kommenden Wochen im Herbst formuliert: "Wenn wir uns von den unteren Plätzen lösen wollen, müssen wir anfangen, auswärts zu punkten." Denn die Bilanz von einem Remis und vier knappen Niederlagen bei 1:5-Toren zeugt von allzu braven Darbietungen auf fremden Plätzen. Dabei war immerhin, ganz im Gegensatz zu Vorsaison, meistens auf eine stabile Abwehr Verlass. "Wir wissen, dass das kein Selbstläufer ist und wir uns defensiv immer neu beweisen müssen", sagt Springer und fordert zugleich ein spielerisch "selbstbewussteres Auftreten schon in der ersten Halbzeit". Das 3:0 vor Wochenfrist über Röslau, bei dem "direkt die erste Chance genutzt" wurde, sei ein Fortschritt gewesen, doch nach oben sieht der Ex-Profi bis dato unerschlossene Reserven. Das anstehende Gastspiel in Nürnbergs Süden beim TSV Kornburg, der mit lediglich sieben Punkten ebenfalls unter den eigenen Möglichkeiten blieb, möchte Springer "von Anfang an bestimmen", die zu erwartende Gegenwehr mit viel Ballbesitz und schwungvollen Angriffen samt entschlossenen Abschlüssen aushebeln. Passend dazu kehrt Drazen Misic (nach Rotsperre) zurück ins Aufgebot, auch die angeschlagenen Kräfte wie Philipp Nagengast, Timo Noppenberger und Kapitän Firat Güngör stehen zur Verfügung. // rog/gu

Für die Brucker Fußballer geht’s aufs Land. Das Auswärtsspiel am Samstag (16 Uhr) im Landkreis klingt zwar ganz weit weg. Tatsächlich braucht man mit der S-Bahn von Bruck aus nur zehn Minuten zum Bahnhof in Baiersdorf. Und dass dort überhaupt eine Bahn hält, zeigt ja schon, dass das mit dem Land ziemlich weit hergeholt ist. Wenn der FSV Bruck also in die Landkreis-Metropole Baiersdorf reist, steht ein hitziges Nachbarschafts-Duell an. Die Krenkicker warten immer noch auf den ersten Saisonsieg. Während der FSV in zehn Spielen 18 Punkte geholt hat, ist es beim BSV: einer. Von einer leichten Aufgabe will Brucks Trainer Normann Wagner nichts wissen: "Baiersdorf hat viele Spiele knapp und sehr spät verloren. Jeder, der bisher gegen Baiersdorf gespielt hat, hat danach von einem schweren Spiel gesprochen." Nichtsdestotrotz stehen die Kren-Kicker mit dem Rücken zur Wand, daher erwartet Wagner auch keinen spielerischen Leckerbissen: "Wir stellen uns ganz klar auf ein Kampfspiel ein." Konfrontiert mit der Tatsache, dass sein Team unter anderem gegen Großschwarzenlohe (3:3) und Kornburg (3:2) relativ zeitig jeweils einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen musste, reagiert Wagner mit einem Schmunzeln: "Ja gut, das waren Heimspiele, jetzt haben wir aber ein Auswärtsspiel." Dann wird Brucks Trainer ernster: "Das ist natürlich immer ein Ritt auf der Rasierklinge, weil man relativ früh schon ins Risiko gehen muss und der Gegner so zu Konterchancen kommt." // EN / stw

Der TuS Feuchtwangen hat am Samstag gegen Mitterteich die nächste Niederlage einstecken müssen und hat nun bis auf das Heimspiel gegen Neudrossenfeld (5:2) alle Spiele verloren. So betrüblich das auch ist, so sehr können die Kreuzgangstädter aus dem jüngsten Auftritt Hoffnung schöpfen: Denn über weite Strecken war Feuchtwangen ebenbürtig, eine schlampige Chancenverwertung und ein unnötiger Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:2 - der gegnerische Stürmer stand mit dem Rücken zum Tor - machten Feuchtwangen einen Strich durch die Rechnung. Daher mahnt Abteilungsleiter Wolfgang Guttropf auf der Homepage seines Klubs: "Auf diesem Niveau muss man seine Leistung 90 Minuten durchziehen, ansonsten hat man keine Chance." Das gilt insbesondere für die Partie gegen Selb. Der Aufsteiger aus der Porzellanstadt stellt rund um Torjäger Danny Wild die mit Abstand beste Offensive der Liga. Der jüngste 2:1-Erfolg bei der Quelle Fürth war indes etwas schmeichelhaft, vergaben die Fürther schließlich beste Chancen, ein Sebastian-Glasner-Freistoß wurde beispielsweise vom Selber Innenpfosten gestoppt. Auch TuS-Coach Michael Griebel hat Respekt vor Selb: "Die mit höherklassig erfahrenen Spielern gespickte Mannschaft hat insbesondere in der Offensive ihre Qualitäten und steht sicher nicht zu Unrecht auf Platz zwei." Demzufolge ist für Feuchtwangens Chefanweiser klar, wem die Favoritenrolle gehört: "Es scheint eine klare Angelegenheit zu werden, wenn am Samstag nun die Mannschaft mit den meisten erzielten Toren auf das Team mit den meisten Gegentoren trifft. Für uns wird eine Leistung wie in den ersten 30 Minuten gegen Mitterteich über die gesamte Spielzeit erforderlich sein, um eine Außenseiterchance zu haben."

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