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Neunsinger: "Wir geben die Spiele zu einfach her"

Vorschau Bezirksliga Nord 11. Spieltag

Burgfarrnbach-Coach Uwe Neunsinger zieht vor dem Hüttenbach-Duell Zwischenbilanz. Primus Buckenhofen trifft auf den Letzten Tennenlohe, in Adelsdorf kommt es zum Verfolgerduell mit Kalchreuth.

Burgfarrnbach-Coach Uwe Neunsinger muss nun mit seiner Elf gegen Hüttenbach ran.

 / © Zink / WoZi

Das zweite Drittel der Saison wird in Hersbruck eröffnet. Der heimische FC wartet nun bereits seit sieben Spielen auf einen Sieg. Coach Stefan Erhardt beschreibt die Situation wie folgt: "Die Lage ist sicher nicht angenehm, aber wir bewahren die Ruhe, ohne zu ruhig zu agieren." Am Sonntag musste Erhardt auf zehn Spieler verzichten, als Ausrede lässt er das aber nicht gelten: "Wir haben trotzdem einen guten Kader und müssen besser spielen." Im Heimspiel am Samstag gegen Weisendorf wollen sie "den Bock jetzt umstoßen. Weisendorf steht hinten natürlich kompakt, das zeigen die wenigen Gegentreffer. Nach vorne haben sie auch die Qualität, um zu Punkten zu kommen. Wir müssen darauf gefasst sein und werden vielleicht auch das ein oder andere ändern. Unser Schuh drückt hinten, wir kassieren viel zu viele Gegentore", bemängelt Erhardt. Beim ASV Weisendorf stand in Burgfarrnbach einmal mehr hinten die Null. So reichte ein eigener Treffer zum Erfolg. Coach Bernd Fuchsbauer zeigte sich vor allem mit dem Ergebnis zufrieden: "Die drei Punkte nehmen wir gerne mit, denn es war dort schon eine zähe Angelegenheit", so der ASV-Trainer, der in Burgfarrnbach auf einige Leistungsträger verzichten musste. Auf die gute Defensivarbeit war erneut Verlass: "Es ist ähnlich wie in der letzten Saison, doch da kam mit der Zeit der Schlendrian rein, das wollen wir diesmal besser machen." Seine Jungs seien willig und bereit, an den Schwächen zu arbeiten. In Hersbruck erwartet er eine sehr knifflige Aufgabe: "Sie sind in einer schwierigen Phase und wollen nicht da unten reinrutschen. Ich denke, sie haben die Qualität und werden mit ihrer Kampfstärke alles für einen Heimsieg tun. Es ist dort immer schwer zu spielen, aber wir wollen so schnell wie möglich die 20-Punkte-Marke knacken."

Der SV Buckenhofen konnte sich durch einen 2:1-Sieg beim Topspiel in Veitsbronn die Tabellenführung zurückholen. SVB-Leistungsträger Felix Pfister sieht die Gründe hierfür in der Entwicklung und den Neuzugängen: "Wir haben uns im Gegensatz zum letzten Jahr nochmal enorm weiterentwickelt. Dazu haben wir überragende Spieler dazubekommen, wie Timo Strohmer und auch David Friedrich, die absolut gesetzt sind und uns sehr weiterhelfen. Wir haben einen extrem ausgeglichenen Kader, das merkt man auch im Training, es geht immer voll zur Sache", so der 23-jährige. An die Tabellenführung könne er sich zwar gewöhnen, er weiß aber, dass sich das wieder sehr schnell ändern kann. Sicher ist sich der Torjäger auch, dass sein Team den Tabellenletzten SV Tennenlohe nicht unterschätzen wird: "Sie haben gegen direkte Konkurrenten viel Pech gehabt. Gegen uns haben sie nichts zu verlieren, und ich denke sie können auch die großen Mannschaften ärgern", ist sich Pfister sicher, der auch klar macht: "Wenn wir oben bleiben wollen müssen wir Tennenlohe auf jeden Fall schlagen." Eine bittere 0:5-Pleite musste Tennenlohe im Heimspiel gegen Konkurrent Ottensoos einstecken: "Sie haben es uns vorgemacht wie man effektiv spielen kann", so SVT-Coach Karim Farhan. "Am Ende war es wie verhext. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir uns nicht an das Verlieren gewöhnen. Man ist zwar gefrustet, akzeptiert die Niederlage aber dann - und das ist Scheiße", so Farhan, der froh war, am Mittwoch zur Abwechslung ein Pokalspiel in Hemhofen gespielt haben zu dürfen. Seine Jungs konnten sich mit 3:1 durchsetzen. Nach dem es in der Liga bisher überhaupt nicht läuft, überlegt Farhan Grundlegendes zu ändern: "Vielleicht müssen wir von unserer Art abrücken, nicht mitspielen und auch mal rustikal zu Werke gehen. Momentan rechnet sich doch jeder was gegen uns aus. Vielleicht ist es auch gut, dass es jetzt gegen Buckenhofen geht. Wir wollen kompakt stehen und auf Konter lauern", so der Aufstiegscoach, der weiter auf den ersten Sieg hofft.

Die Spielvereinigung Erlangen musste in der vergangenen Woche unfreiwillig aussetzen. Das Spiel bei Türkspor/Cagrispor wurde von der Stadt Nürnberg abgesetzt. Nun steht der neue "Spieli"-Coach Daniel Hanisch vor seinem Heimdebüt. Zwar gibt es angenehmere Gegner als den SV Gutenstetten zu Beginn, doch Hanisch will mit Sicherheit die ersten Punkte im heimischen Waldsportpark einheimsen. Gutenstetten konnte das Verfolgerduell gegen Hüttenbach mit 3:0 für sich entscheiden, da waren dann auch zwei vergebene Elfmeter zu verschmerzen: "Wir haben an das Weisendorf-Spiel angeknüpft und diesmal auch die Tore gemacht", so Coach Daniel Tarone. "Wir hatten sie im Griff und waren dominant." In Erlangen müsse sein Team eine ähnlich starke Leistung abrufen. "Dort wird es ganz schwierig. Ein neuer Trainer ist ein neuer Impuls, sie werden hochmotiviert sein, haben sich letzte Woche erholt und sind bei Kräften. Wir müssen genauso weiter machen wie zuletzt und wenig zulassen. Wir wollen unsere positive Serie fortfahren", so Tarone.

Im Verfolgerduell erwartet der SC Adelsdorf den FC Kalchreuth. Kalchreuth konnte die letzten zwei Spiele für sich entscheiden und sich damit wieder an die Spitzengruppe heranarbeiten. "Kalle"-Kapitän Markus Giering weiß, warum es derzeit wieder besser läuft: "Wir spielen mit einer klaren taktischen Einstellung, an die sich jeder Spieler hält. Zudem finden wir defensiv wieder zu alter Stabilität zurück." In Adelsdorf erwartet der 25-jährige "eine richtige Hausnummer. Sie sind für mich kein alltäglicher Aufsteiger und gehören zur Spitzengruppe." Der Kapitän zeigte sich zuletzt äußerst treffsicher und freut sich nun besonders auf ein Wiedersehen mit Kumpel Marc Weiler, Geschenke wird es trotzdem keine geben: "Wir wollen natürlich den dritten Sieg in Folge, wissen aber auch, dass die Partie genauso gut in die andere Richtung ausgehen kann", so Giering.

Türkspor/Cagrispor Coach Jasmin Halicic hat den unfreiwilligen spielfreien Sonntag genutzt um den kommenden Gegner unter die Lupe zu nehmen. Der TV 48 Erlangen hat beim SK Lauf mit 1:3 verloren, aber "so schlecht war's nicht", befand Halicic. Seiner Mannschaft kam die unvorhergesehen Pause aber nicht ungelegen. "Die Pause war vielleicht nicht schlecht, weil wir das letzte Spiel verloren haben. So können wir mit frischen Kräften in unser nächstes Ziel - drei Punkte - gehen." Halicic weiß, dass es nicht einfach wird: "Es wird sicher intensiv, aber wir haben etwas gut zu machen und spielen voll auf Sieg." Der TV 48 Erlangen ist durch die 1:3-Niederlage in Lauf auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. "Wir haben hochverdient verloren", so Spielertrainer Hannes Decher deutlich. "Wir sind ganz schlecht reingekommen und können froh sein, dass es zur Halbzeit nur 0:1 stand." Im zweiten Durchgang wäre die Leistung zwar besser gewesen, drehen konnten sie die Partie jedoch nicht mehr. "Ich bin kein Freund davon, Sachen schön zu reden", so Decher, der hofft, dass der unter der Woche geplante Mannschaftsabend hilft, um in den kommenden Wochen wieder zu Punkten zu kommen. Am Sonntag erwartet der Spielertrainer "nominell eines der besten Teams. Es wird unangenehm, aber es kommt auf uns an. Jeder kann gegen jeden etwas holen, es ist sau eng und nur ein Punkt auf den zehnten Tabellenplatz."

Die Spielvereinigung Hüttenbach musste Gutenstetten im Verfolgerduell ziehen lassen (0:3). So steht man nach zehn Spielen auf Rang sechs mit 16 Punkten: "Mit viel Glück wäre mehr drin gewesen, aber man muss ehrlich sagen, dass die Punktzahl das widerspiegelt, was wir auf dem Platz gezeigt haben", so Co-Spielertrainer Basti Leikam. Gegen Burgfarrnbach hofft Leikam auf einige Rückkehrer und freut sich auf ein Wiedersehen: "Uwe ist ein alter Kumpel. Er leistet dort gute Arbeit, aber wir wollen gewinnen um den Anschluss nicht zu verlieren." Burgfarrnbach-Coach Uwe Neunsinger zieht nach dem ersten Drittel der Saison eine erste Bilanz: "Zehn Punkte sind natürlich zu wenig, auch wenn wir es gegen Tennenlohe und gegen Gutenstetten schon richtig gut gemacht haben. Wir müssen personell immer wieder etwas verändern und bekommen somit keine Stabilität. So kommt der Tabellenstand dann auch zu Stande, das ist verdient", so der erfahrene Trainer wie immer deutlich. Bis zum Jahresende werde sich die Personaldecke nicht weiter entspannen, was dem Trainer logischerweise nicht erfreut. "Wir haben auch keine Stadt, die unsere Plätze sperren könnte." In einigen Spielen wäre dennoch mehr drin gewesen, wie beispielweise beim 0:1 gegen Weisendorf: "Weisendorf hat nicht überzeugt, aber trotzdem gewonnen. Wir geben die Spiele zu einfach her." Beim Gastspiel in Hüttenbach erwartet Neunsinger "eine physisch intensive Partie. Wir haben dort bisher immer schlecht ausgesehen. Hüttenbach liegt auch hinter ihren Erwartungen zurück, dennoch sind sie der klare Favorit." 

Der ASV Veitsbronn musste sich im Topspiel dem SV Buckenhofen beugen und die Tabellenführung an den Kontrahenten abgeben. ASV-Trainer Alex Rambau war auch Tage nach der Partie noch etwas angefressen: "Das hat schon noch genagt, vor allem die erste Halbzeit. Das war kopflos und ideenlos, so habe ich die Mannschaft noch nie gesehen", so Rambau deutlich. Gegen Hagenbüchach ist er gespannt "ob eine Reaktion kommt." Hagenbüchach sei bisher "nie chancenlos gewesen. Sie könnten mehr Punkte haben. Sie haben mit dem neuen Trainer und den neuen Spielern genug Qualität für die Liga, wir sind gewarnt."

Der Sportklub Lauf konnte das erste Heimspiel des neuen Trainers Norman Matschke gegen den TV 48 Erlangen mit 3:1 für sich entscheiden. "Ich war absolut zufrieden, vor allem mit der Art und Weise. Das war ein hochverdienter Sieg, bei dem wir es selbst unnötig spannend gemacht haben. Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung", so Matschke. Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen hatte der Coach vor der Partie gegen die Erlanger ausgesprochen, und dabei bleibt er auch: "Ein Punkt in Ottensoos wäre okay für uns, damit könnte ich gut leben. Ottensoos ist besonders zu Hause ganz unbequem zu spielen. Sie waren in keinem Spiel chancenlos und haben gezeigt, dass Charakter in ihnen steckt. Wir müssen extrem dagegenhalten, die Zweikämpfe werden entscheiden, in welche Richtung es geht", ist sich der neue Übungsleiter sicher.

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