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Rahner: "Für gewöhnlich kommen die großen Dampfer noch"

Vorschau Landesliga Nordost 16. Spieltag, Freitag

In Schwaig kommt es zum Aufsteigerduell mit Stadeln - zweier Teams also, die bislang in der Landesliga überraschten. Beide Trainer erwarten ein emotionales Spiel, halten sich mit Neubewertungen ihrer Rolle in der Liga aber zurück.

Alu Rahner ist nicht alleine in seiner Erwartung einer bis zum Ende engen Liga.

 / © Zink / MeZi

Hartnäckig behauptet der FSV Stadeln derzeit Relegationsrang zwei in der Landesliga Nordost - auch im Herbst scheint der Dedaj-Elf trotz sommerlichen Umwegs über die Relegation nicht die Kraft auszugehen. Die letzte Niederlage liegt neun Spiele zurück - das 0:5 gegen Selb blieb bislang auch die einzige in der laufenden Spielzeit. Nach der fulminanten Siegesserie zu Beginn häuften sich zuletzt zwar die Remis, aber auch da zeigte sich, was Coach Manni Dedaj so formuliert: "Wir haben in der Saison bewiesen, dass wir in der Liga mithalten können, auch gegen die starken Teams!". Vier Punkte vor dem SC 04 Schwabach ist der FSV derzeit notiert, an eine Saisonzielkorrektur denkt man in Stadeln aber noch nicht: "Darüber mache ich mir noch überhaupt keine Gedanken, wir wollen erstmal bis zum Winter so weiterarbeiten und Spaß haben. Wenn wir dann noch oben dabei sind, werden wir in der Rückrunde angreifen", sagt Dedaj. Nach dem jüngsten 1:1 gegen Bayernliga-Absteiger Jahn Forchheim geht es nun zu Mitaufsteiger SV Schwaig. "Wir hatten in der Vergangenheit heiße Duelle gegeneinander, viel Emotionen, darauf stellen wir uns wieder ein. Es wird gegen meinen Freund Alu sicherlich ein interessantes Spiel", freut sich Dedaj auf die Partie. Neben den langzeitverletzten Tobias Wölfel, Phillip Worst und Alexander Kracun fallen wohl auch Yannick Loos sowie Patrick Kling verletzt aus. Dedajs Pendant auf Schwaiger Seite musste mit seinem Team jüngst zwei Niederlagen einstecken. Leistungsintervalle seien aber normal, sagt Rahner, "wir haben in der Hinrunde noch zwei Spiele, dann wird abgerechnet!" Bislang liest sich auch seine Statistik ganz ordentlich: Zwei Spieltage vor Ende der Hinserie steht Rang sechs für die Schwaiger notiert, "wir wollen die Hinrunde auch einstellig beenden", sagt er. Von der Idee, dass sich seine Elf in absehbarer Zeit im Niemandsland der Tabelle einpendeln könnte, hält Rahner gar nichts. Die Landesligatabelle sei knapp und bleibe knapp, "man muss mit allem rechnen." Ohnehin: "Ich denke nur bis Freitag, 22 Uhr". Bald komme zudem die Winterpause, manche Teams stünden nicht da, wo sie sich selbst gerne sähen, es könne sich also noch etwas tun in dieser "verkappten Bayernliga." Denn: "Geld schießt Tore. Für gewöhnlich kommen die großen Dampfer noch. Wir als kleines Schnellboot müssen schauen, wo wir uns einordnen." Für ganz vorne wird es nicht reichen, glaubt er und wechselt die Metapher: "Die Landesliga ist ein Dschungel, wir haben den Kilimandscharo kurz gesehen. Dennoch kann man im Basislager verdursten." Ohnehin: Über 'hätte, wenn und wäre' macht sich Rahner keine Gedanken. Sein Credo: "Kurzfristig maximaler Erfolg! Daher müssen wir Stadeln auch mal rupfen - bei allem Respekt vor dem, was sie bislang geliefert haben. Das kommt alles nicht von ungefähr", lobt er den Kontrahenten, den er in der vergangenen Saison bekanntlich noch auf Rang zwei in der Bezirksliga Nord verwiesen hatte. In den direkten Duelle gab es da übrigens jeweils torreiche Auswärtssiege. Auch Rahner glaubt: "Es wird ein hochemotionales Spiel, Adrenalin muss her!" Zumindest für 90 Minuten, "danach geben wir uns die Hand." Marco Ranft steht ihm dabei wieder zur Verfügung. Ein paar Grippegeschwächte hat Rahner zwar noch, kann aber "im Großen und Ganzen aus den Vollen schöpfen."

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