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René Bongers: Ein Musterschwiegersohn, den sich jeder Trainer wünscht

Bezirksliga Nord

Seit Oktober 2016 verpasste René Bongers kein Spiel seines FC Hersbruck. Seitdem stand der Kapitän in 102 Spielen für seinen Verein auf dem Feld. Ein Ende dieser Riesenserie naht allerdings.

Rene Bongers (schwarzes Trikot) im Zweikampf mit Laufs Tim Sohr.

 / © Sportfoto Zink

Wir schreiben die Saison 2016/2017. Am 15. Oktober 2016 spielt der FC Hersbruck in der Bezirksliga zu Hause gegen den SV Tennenlohe. Es ist der Anfang einer ganz besonderen Serie. Hersbrucks René Bongers steht in der Startelf und ist seitdem aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. 102 Pflichtspiele später spielt Hersbruck erneut gegen Tennenlohe, diesmal auswärts. Zwischen diesen beiden Partien liegen über 100 Spiele, in jedem stand der 26-Jährige auf dem Feld. Bongers selbst ist - im Gegensatz zu einigen seiner Mitspieler - vom Verletzungspech verschont geblieben. "102 Pflichtspiele, das ist schon eine coole Sache. Ich hatte bislang das Glück, dass ich mich nie schwerer verletzt habe", sagt der Kapitän, der auch privat "die Richtige" gefunden hat. Freundin Johanna kickt ebenfalls. "Da sie selbst auch Fußball spielt, hat sie natürlich sehr großes Verständnis dafür, dass es am Wochenende nur um Fußball geht. Wir legen uns die Urlaubstage immer in die Sommer- bzw. Winterpause, damit wir zu den Spielen da sind", erzählt Bongers. Der 26-jährige fühlt sich zudem im Verein pudelwohl und kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: "Fußball macht mir unfassbar viel Spaß. Der Verein, die Mannschaft und der Betreuerstab sind richtig cool. Einige Mitspieler kenne ich seit dem Kindergarten. Ich fühle mich einfach sehr wohl und von daher ist es für mich auch keine Frage, mal nicht zum Training oder zum Spiel zu gehen, es macht einfach Spaß." Zudem gehört es für ihn dazu, als Führungsspieler immer da zu sein und auch neben dem Platz voran zu gehen. "Wenn es sich einbauen lässt, dann würde ich nie ein Spiel absagen."

Musterschwiegersohn, den sich jeder Trainer wünscht

Auch sein Trainer Stefan Erhardt weiß um die Wichtigkeit seines Kapitäns und lobt ihn in höchsten Tönen: "René ist Gold wert. Er geht voran, ist nie verletzt und wenn es mal zwickt, beißt er auf die Zähne. Er ist kein typischer Kapitän, kein Lautsprecher, aber loyal, hilfsbereit und macht alles zum Wohle der Mannschaft." Für Erhardt ist Bongers der "Musterschwiegersohn. So einen wünscht sich jeder Trainer."

Bongers erinnert sich an das ein oder andere Highlight der bisherigen Saison und sieht sich mit seiner Mannschaft auf dem richtigen Weg: "Der 4:3-Sieg gegen Hüttenbach war schön. Das 5:6 gegen Gutenstetten war unfassbar, so etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben dieses Jahr einige Spieler aus der Jugend bekommen, die das richtig gut machen. Wir haben noch Luft nach oben, sind aber auf einem guten Weg. Bis zum Winter wollen wir noch ein paar Punkte holen", so Bongers. Ein Ende könnte seine bemerkenswerte Serie aber dann doch bald haben. Das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr am 30. November gegen Ottensoos wird der Kapitän verpassen, sollte es das Wetter zulassen: "Meine Freundin und ich sind beide mit dem Studium fertig geworden und haben eine längere Reise nach Sri Lanka geplant. Wir haben uns lange Gedanken über den Zeitraum gemacht, in diesem Spiel werde ich leider nicht dabei sein können." Man wird sehen, wie die Mannschaft ohne ihren Dauerbrenner auskommt. Wenn es nach Bongers geht, startet er im Frühjahr eine neue Serie.