Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Nusselt lobt Baumgart: "Überragende Arbeit"

Landesliga Nordost

Nach zwei Rückschlägen gewann der TSV Kornburg im Abstiegskampf gegen den ASV Vach.

Kornburgs bester Angreifer Sebastian Schulik (in Rot) ging gegen Vach als Vorbild voran. Ein eigener Treffer blieb ihm aber verwehrt.

 / © Sportfoto Zink

Am Sonntagvormittag konnte Rainer Nusselt ganz entspannt neue Lebkuchen backen. Der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Kornburg betreibt eine Bäckerei am Stadtrand, die den vielen Menschen, die dieser Tage wegen des Christkindlesmarkts nach Nürnberg kommen, möglichst frische Lebkuchen anbieten will. Der Grund für Nusselts Entspannung waren aber nicht etwa die guten Verkaufszahlen am ersten Samstag auf der Kinderweihnacht – ebenso wichtig ist ihm schließlich das, was seine Fußballer in der Landesliga machen.

Für Entspannung war da in den vergangenen Monaten eher wenig Platz. Erst musste Nusselt selbst als Trainer einspringen, weil der eigentliche Trainer Klaus Mösle mal wieder Ärger mit dem Verband hatte und gesperrt auf der Tribüne saß. Und dann, als Mösle wieder hatte mitmachen dürfen, sah sich Nusselt wenig später gezwungen, den Trainer zu entlassen. Die Wolken über Kornburg waren mit jeder Woche mal wieder dunkler geworden, aus einer Mannschaft, die mancher vor der Saison als Aufstiegskandidat gesehen hatte, war eine geworden, die plötzlich schon wieder ganz unten in der Tabelle stand.

Umso wichtiger war dieses Spiel gegen den ASV Vach, der am Samstagnachmittag an die Kellermannstraße kam – und ebenso schlechter Fußball spielt, als viele das von einem Bayernliga-Absteiger erwartet hatten. Zuletzt aber hatten die Vacher drei von vier Spielen gewonnen, unter anderem gegen die Spitzenmannschaft aus Selb. Als der Schiedsrichter aber gegen 15.50 Uhr abpfiff, da war diese schöne Serie der Fürther Vorstädter gerissen. Mit 2:1 hatte der TSV Kornburg gewonnen, es war nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Schwabach (0:4) und Buch (0:3) mal wieder ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Alexander Arlt schoss den TSV nach knapp einer halben Stunde und einer Vorlage von Dominik Rohracker in Führung, danach machte vor allem einer auf sich aufmerksam, den Rainer Nusselt als „gebürtigen Kornburger“ bezeichnet. Jonas Anschütz hat mehrere Jahre das Tor des FC Kalchreuth gehütet, lernte dann beim SV Seligenporten sogar die Bayernliga kennen – und soll nun den verletzten Arthur Ockert ersetzen. Der Kapitän des TSV Kornburg hat sich das Syndemoseband gerissen, „wenn so eine Persönlichkeit nicht dabei ist, dann ist es natürlich schwierig“, sagt Nusselt.

Hoffen auf ein erfolgreicheres 2020

Anschütz hatte sechs Monate lang kein Spiel mehr gemacht und durfte sich deshalb am Samstag zum ersten Mal das Kornburger Trikot überstreifen. Vor und nach der Pause rettete er mehrfach sehenswert die Führung – und kurz nachdem Kornburgs Dominik Ammon vom Platz geflogen war (69.), legte Christoph Klier per Kopfball das 2:0 nach. Sebastian Schulik verschoss sogar noch einen Elfmeter, Vach kam auf 1:2 heran (86.) – dann aber durften sie über den ersten Sieg seit dem 19. Oktober jubeln.

Wenn das Wetter mitspielt, könnten sie nun am kommenden Wochenende mit einem weiteren Erfolg beim Nachholspiel in Mitterteich sogar auf einen Nichtabstiegsplatz springen – um dann auf ein ähnlich erfolgreiches Frühjahr zu hoffen wie in der vergangenen Saison. Abteilungsleiter Rainer Nusselt jedenfalls glaubt, dass 2020 alles besser wird, dass sie aus dem Tabellenkeller rauskommen und weiterhin ein Landesligist bleiben werden. Der Grund ist 42 Jahre alt, heißt Hendrik Baumgart, macht seit seinem Amtsantritt vor ein paar Wochen „überragende Arbeit“ und ist für Nusselt „ein Trainer, den sich viele Vereine in der Liga wünschen“.

Mehr zum Thema