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Weißenburger Erste gewinnt internes Duell und eigenes Benefiz-Turnier

Claus-Wagner-Cup 2019

Die stolze Summe von 1900 Euro an Spenden für einen guten Zweck, spannenden Hallenfußball und gute Stimmung - das bot die vierte Auflage des Claus-Wagner-Gedächtnis-Cups, den auch heuer Gastgeber und Veranstalter TSV 1860 Weißenburg in seinen Trophäenschrank stellen durfte: Im Endspiel besiegte die Weißenburger „Erste“ die „Zweite“ mit 3:1 Toren.

Im Halbfinale standen sich der TSV Weißenburg I und der SV Wettelsheim gegenüber.

 / © Heubeck

Mit dem Turnier, zu dem heuer vor allem Vereine aus dem Treuchtlinger Raum eingeladen waren, erinnert der TSV 1860 an seinen 2016 verstorbenen und langjährigen Vorsitzenden Claus Wagner, dessen Enkel Julian an einer überaus seltenen Krankheit leidet. Die Spenden gehen deshalb an den Verein „ZNM“, der sich um Patienten mit myotubulärer oder zentronukleäre Myopathien kümmert und die Forschung zur Linderung und Heilung der Erkrankung fördert. Deutschlandweit sind 50 Kinder erkrankt, weswegen es auch keine staatlich finanzierte Forschung gibt, wie Maria Wagner, die Schirmherrin des Turniers und Julians Großmutter erläuterte. Im kommenden Jahr will der Verein „ZNM“, dem 50 Familien in Deutschland, Österreich und den Niederlanden angehören, rund 150000 Euro an Spenden sammeln, um ein Stipendium zur Forschung vergeben zu können. Erste Studien mit Gentechnik-Behandlungen seien vielversprechend, doch lägen die Kosten bei etwa 1,2 Millionen Euro. Das sei für die betroffenen Familien nicht leistbar, zumal sich monatliche Kosten für die auf Beatmung und Rollstuhl angewiesenen jungen Patienten mitunter auf 25000 Euro monatlich summieren. „Die Kinderzimmer sehen aus wie eine Intensivstation“, machte Maria Wagner deutlich und dankte den Zuschauern für ihr Erscheinen.

Deren Eintrittsgelder flossen direkt an den Verein „ZNM“, der FC/ DJK Weißenburg spendete spontan 100 Euro aus der Mannschaftskasse und auch die Wüstenrot-Niederlassungen in Weißenburg und Gunzenhausen unterstützen die Vereinsarbeit mit 1000 Euro.

Sportlich hatten die Organisatoren um Dieter Siol und Roland Mayer heuer auf höherklassige Vereine aus der Region verzichtet, dafür aber ein „Legenden“-Team auf die Beine gestellt, das von Thomas Schneider trainiert wurde und in der unter anderen Ex-Profi Markus Steinhöfer sowie Oldies wie Claus Meyer oder Stefan Richter (beide Ü50) kickten. Und das Team schlug sich achtbar gegen die meist nur halb so altenKicker der sieben anderen Mannschaften. Gegen den FC/DJK Weißenburg verloren sie knapp mit 2:3, gewannen aber gegen die TSG Pappenheim mit 6:2. Die 1:4-Niederlage gegen den späteren Gruppen- und Turniersieger TSV 1860 Weißenburg bedeutete letztlich das Spiel um Rang fünf, das mit 5:4 gewonnen wurde.

In der zweiten Gruppe hatte sich die U23 des TSV 1860 Weißenburg durchgesetzt und den SV Wettelsheim auf Rang zwei verwiesen. Die TSV-60-Zweite bezwang dann im Halbfinale den Gruppenzweiten FC/DJK Weißenburg mit 2:1, während der TSV 1860 I den SV Wettelsheim mit 5:1 vom Hallenparkett schickte. Das Endspiel gewann die „Erste“ dann gegen die eigene Reservemannschaft mit 3:1 auch verdient. Zudem holte sich der in der Winterpause von der TSG 08 Roth zurückgekehrte Stürmer Michael Böhm mit fünf Treffern im gesamten Turnier die Torjäger-Trophäe.

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