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Testspiele: Saftige Pleiten für Groß'lohe, Seligenporten, ATSV Erlangen und Weisendorf

Freundschaftsspiele vom Wochenende

Auch an diesem Wochenende waren Mittelfrankens Amateurfußballer wieder fleißig am Testen. Noch läuft bei allen Teams längst nicht alles rund, was auch das ein oder andere Ergebnis zeigt.

Seligenporten (weiß) unterlag Eichstätt mit 1:6.

 / © Sportfoto Zink

Bayernliga-Aufstiegskandidat Seligenporten unterlag am Freitagabend im Test dem VfB Eichstätt klar mit 1:6. Der Regionalligist stellte schon früh durch Lushi (3.) und Usta (19.) die Weichen auf Sieg. Bis zur Pause änderte sich nichts mehr. Zur zweiten Hälfte tauschten beide Mannschaften munter aus. An der Eichstätter Dominanz änderte sich aber nichts. Panknin traf nach 52 Minuten vom Punkt zum 3:0, Usta mit seinem zweiten Treffer in der 66. Minute zum 4:0. Fünf Zeigerumdrehungen später erzielte Schuster den Ehrentreffer für die Klosterer. Erneut Panknin vom Punkt (77.) und Usta (80.) mit seinem dritten Tor sorgten für den deutlichen Endstand.

Eine ordentliche Packung kassierte der ATSV Erlangen am Freitag beim Regionalligsiten 1. FC Schweinfurt. Danach sah es in der Anfangsphase noch nicht aus. Erst nach knapp einer halben Stunde traf Fery zur Führung für die Gastgeber. Fünf Minuten vor der Pause erhöhte Böhnlein vom Punkt auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel und einer kräftige Rochade brachen beim Bayernligisten jedoch alle Dämme und Schweinfurt schraubte das Ergebnis bis zum Ende auf 8:0 in die Höhe.

Auch das zweite Erlanger Testspiel am Samstag zuhause gegen den FSV Stadeln ging verloren. Hering brachte die Gäste bereits nach wenigen Sekunden vom Punkt in Führung. Abudo legte nach 34 Minuten das 2:0 für den Landesligisten nach. Die Vorentscheidung dann kurz nach der Pause. Diesmal verwandelte Schnierstein aus elf Metern. In der letzten halben Stunde gelang Ort zunächst das 1:3. Maglione sorgte nach 76 Minuten für den Anschluss. Zu einem Remis reichte es aber nicht mehr.

Am Freitagabend testete der FSV Stadeln gegen den SV Unterreichenbach und unterlag dem Kreisligisten mit 2:4. Der Tabellenführer der Kreisliga West ging nach 26 Minuten durch Rauchfuß in Führung, nachdem zuvor Stefan Brechtelsbauer den Ball gut behauptete. Auch beim 2:0 hatte Brechtelsbauer, der Bub bediente (42.), seine Füße im Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde die Heimelf stärker und Walthier (50.) und Mario Gsänger (55.) gelang der Ausgleich. Die Gäste hatten aber umgehend eine Antwort parat. Unterreichenbachs Spielertrainer Christian Eigler traf nur zwei Minuten nach dem Ausgleich nach sehenswerter Einzelleistung zur erneuten Führung. Diese ließen sich die "Urus" auch nicht mehr nehmen. Für den Endstand sorgte rund 20 Minuten vor dem Ende Leon Gsänger, der auf Vorabeit von Eigler traf.

Die Clubamateure feierten im Test gegen die SG Quelle Fürth einen 4:0-Erfolg. Der Landesligist hielt gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg aber über weite Strecken der Begegnung gut mit. Gastspieler Özkan brachte den FCN dennoch nach 29. Minuten von außerhalb des Strafraums in Führung. In der 36. Minute legte Ardestani nach einer Ecke den zweiten Nürnberger Treffer nach. Beide Seiten tauschten nach dem Seitenwechsel zahlreich. Am Spielverlauf änderte dies nichts. Scharwarth traf in der 58. Minute, nachdem man die Gäste um den eigenen Sechzehner festgespielt hatte, zum 3:0. Kurz Ende markierte Shuranov noch den 4:0-Endstand.

Eine herbe Pleite setzte es für den SC Großschwarzenlohe im Test gegen die SpVgg Ansbach. Schon vor der Pause war der Drops gelutscht. Ortner (15.), Kroiß per Doppelpack (33., 36.) und Landshuter (41.) sorgten für einen uneinholbaren 4:0-Vorsprung. Nach der Halbzeit legte Ansbach schnell nach. Reutelhuber stellte zunächst in der 51. Minute auf 5:0, ehe Hammeter, der später auch noch den 7:0-Endstand (88.) besorgte, nach 55 Minuten den sechsten Treffer für den Bayernligisten erzielte.

Der FC Wendelstein schlug den klassenhöheren BSC Woffenbach am Samstag mit 2:0. Beide Treffer fielen nach der Pause. Zunächst traf Bauer in der 50. Minute zum 1:0. Kuttruff gelang 17. Minuten später der Endstand.

Der TuS Feuchtwangen unterlag dem TSV Nördlingen deutlich. Schon im ersten Durchgang entschieden die Gäste durch einen 3:0-Vorsprung nach Treffern von Meyer (18.), Lösch (33.) und Schröter (44.) die Begegnung für sich. Nach dem Seitenwechselt machte es Nördlingen binnen zehn Minuten deutlich. Holzmann (60.), Gruber (62.) und Schmidt (69.) trafen zum 6:0-Endstand für die Gäste.

Auch eine 0:2-Niederlage kann ein Achtungserfolg sein. Landesligist TSV Kornburg hatte den Regionalligisten VfB Eichstätt zu Gast, der am Vortag den SV Seligenporten noch mit 6:1 abgefertigt hatte. Erneut bot der TSV Kornburg eine bärenstarke Vorstellung und hielt den Favoriten bis in die Schlussphase in Schach. Die beste Chance hatte in der 43. Minute Kornburgs Tim Olschewski, der nach Kopfballablage von Schulik den Ball neben den Kasten drosch. In der Kornburger Defensive boten Klier und Burgutzidis eine ganz starke Leistung. Nach einigen Wechseln in der Schlussphase gewannen die Gäste die Oberhand und letztlich auch das Spiel. Unglücklich aus TSV-Sicht war das Eigentor vom eingewechselten Kraft (87.). Kryeziu erhöhte in der Schlussminute für den VfB aus kurzer Distanz. Für Kornburg ist diese Niederlage kein Beinbruch, erneut stimmte die Leistung zuversichtlich. Ihren nächsten Test absolvieren die Schützlinge von Coach Hendrik Baumgart am kommenden Samstag bei der SpVgg Hüttenbach (Anpfiff 11 Uhr).

Im zweiten Testspiel der Sportfreunde Laubendorf nach der Zwangspause war Kreisligist TSV Markt Erlbach zu Gast. Laubendorf tat sich anfangs etwas schwer und kam nicht gut ins Spiel. Der Gast dagegen fand gut in die Partie und setzte immer wieder gefährliche Angriffe. In der 11. Minute zeigte Markt Erlbach dann eine gute Kombination bei der Scheiderer freigespielt wurde und eiskalt ins lange Eck abzog. Bis zur Pause erhöhten die Gäste noch weiter den Druck und erspielten sich noch einige Chancen. Allerdings ist es auch dem Laubendorfer Schlussmann Tiefel zu verdanken, dass es zur Pause lediglich nur 0:2 stand – Gnebner hatte in der 31. Minute das zweite Tor nachlegen können. Der SFL zeigte sich in der ersten Hälfte nur bei Standards gefährlich. In der Pause hatte der Trainer die richtigen Worte gefunden, denn Laubendorf kam besser aus der Halbzeit. Auch weil Markt Erlbach mit dem Vorsprung etwas zurückschaltete, konnte der SFL sich einige Chancen erarbeiten. In der 60. Minute wurde dann Seiwerth von Bernreuther bedient, der trocken mit dem Außenrist ins lange Eck vollendete. Nun wurde es nochmal spannend, denn Laubendorf merkte, dass hier noch mehr zu holen ist, und hielt weiter den Druck hoch. In der 92. Minute tauchte dann erneut Seiwerth vor dem gegnerischen Gehäuse auf und konnte tatsächlich den Ausgleich erzielen. Im Anschluss allerdings schien man sich mit dem Unentschieden schon abgefunden zu haben und war nicht wach, als Markt Erlbach vom Anstoß weg einen langen Ball nach vorne spielte. Und erneut Scheiderer konnte den Laubendorfer Keeper überwinden und auf 3:2 für die Gäste stellen. Aber es war immer noch nicht Schlu. und sorgte noch für einen guten Ausgang der Partie. SF Laubendorf

Improvisieren können sie beim Jahn, das hat das Team um Abteilungsleiter Uwe Schüttinger in der Vergangenheit öfter als einmal bewiesen. Corona-bedingt waren trotz der über 30 Grad im Schatten beim Testspiel gegen den ASV Weisendorf Wassereimer zur Erfrischung der Spieler am Spielfeldrand nicht gestattet. Also legte man schnell ein paar Schläuche aus dem „Wasserturm“ an der Ostseite zu den Auswechselbänken. Coach Christian Springer persönlich eilte während der drei Pausen in den Wasserturm und drehte die Hähne auf. Dass bei einem Schlauch das Wasser nicht nur aus dem Schlauchende, sondern auch aus einem pfenniggroßen Loch spritzte, symbolisiert den maroden Zustand der ganzen Sportanlage und bescherte dem Autor dieser Zeilen eine, aufgrund der tropischen Temperaturen - nicht ganz unwillkommene - kalte Dusche. Ach ja, der Ball rollte auch auf dem grünen Rasen und das durchaus sehr gefällig. Springer konnte alle sechs Neuzugänge aufbieten, die den Kader nicht nur, aber auch in der Breite verstärken. „Wir haben ein paar Neue dabei, die sich erst aneinander gewöhnen müssen, aber das klappte heute schon ganz gut“, analysierte Springer unmittelbar nach Spielende. Im Fokus stand speziell Lukas Dütsch, dessen Wechsel vom ASV Sassanfahrt nach längerem Hickhack in den vergangenen Tagen dann doch reibungslos über die Bühne ging. Der spielstarke Mittelstürmer bewies seine Qualitäten und bekam gleich ein Lob von seinem neuen Trainer: „Er hat heute überzeugt. Wir brauchen so einen Abschlusstürmer, einen klassischen Neuner, er passt von seinen fußballerischen Qualitäten und auch von der Mentalität her zu uns.“ Dütsch erzielte zwei Tore beim 7:1 gegen den Bezirksligisten. Neben Dütsch fiel von den Neuzugängen speziell Lars Reinhardt auf. Der vom Baiersdorfern gekommene junge Stürmer wurde zur Pause eingewechselt und brachte speziell bei Kontern seine Schnelligkeit zur Entfaltung. Zwei Treffer erzielte er selbst, einen Treffer legte er für Dütsch auf. Die Vorfreude auf das erste Spiel seit vielen Wochen war den Jahn-Kickern von Anfang an deutlich anzumerken. „Wir sind alle glücklich, dass wir endlich wieder Fußball spielen können. Es hat viel Spaß gemacht heute, wir sind sehr zufrieden“, lautete das Fazit von Springer nach unterhaltsamen 90 Minuten, in denen der Gegner aus der Bezirksliga stets versuchte mitzuspielen. Der Klassenunterschied war in den entscheidenden Situationen aber unübersehbar, auch in der Schlussphase, als die Gäste optisch überlegen waren, die konsequenten Konter des Jahn aber das hohe Ergebnis zur Folge hatten. Einziger Wermutstropfen aus Sicht der Springer-Elf ist das verletzungsbedingte Ausscheiden von Neuzugang Felix Pfister. Der aus Buckenhofen gekommene Mittelfeldspieler zog sich eine Bänderverletzung zu und musste ausgewechselt werden. Da der Jahn sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, ließ Springer seine Truppe das Spiel in Unterzahl beenden. Stefan Braun

Der TSV Buch unterlag am Samstag Bezirksligist Türkspor/Cagrispor mit 2:3. Die erste Halbzeit verlief noch torlos. Nach dem Seitenwechsel traf Botzel aber zeitig zum 1:0 für die Gastgeber (51.). Jasarevic konnte aber bereits sieben Minuten später vom Elfmeterpunkt ausgleichen. Ismail Yüce drehte schließlich mit einem Doppelpack (69., 73.) binnen drei Minuten die Begegnung. Adrian Ell gelang zwar noch der Anschluss (83.), dieser kam aber zu spät.

Bezirksligist Dombühl unterlag am Samstag Kreisligist Mosbach deutlich mit 1:4. Baumann brachte die Gastgeber nach zwei Fehlern in der Dombühler Hintermannschaft mit einem Doppelpack schon früh komfortabel in Führung. Diese baute Schühlein noch vor der Pause auf 3:0 aus. Nach der Pause wurde der Gastgeber besser, traf aber nicht. Vor Ende der regulären Spielzeit erhöhte Prizkau auf 4:0. Mitlacher traf in der Nachspielzeit noch per Freistoß zum 1:4.

Kreisligist Mögeldorf lässt das nächste höherklassige Team stolpern. Nach dem 6:0 aus der vergangenen Woche gegen Freystadt schlugen die Nürnberger nun Veitsbronn mit 4:1. Ubrig (12.) und Kiefer (51.) besorgten eine komfortable Führung. Zwar gelang Dimper nur eine Minute nach dem 0:2 der Anschluss, Polvara vom Punkt (59.) und Renn (65.) ließen aber keinen Zweifel mehr am nächsten Mögeldorfer Testerfolg aufkommen.

Der TSV Burgfarrnbach siegt klar gegen Vatanspor mit 5:1. Die Tore für den Bezirksligisten erzielten Kundt (21.), Dorsch (33.), Ölcer (58.), Seibold (72.) und Hackenberg (82.). Zum zwischenzeitlichen 1:3 für Vatan traf Arici (66.).

Nachdem der ursprünglich als Sparringspartner vorgesehene SV Pölling kurzfristig absagte, traf sich der ASV Neumarkt stattdessen mit einem anderen Kreisligisten. Auswärts beim SC Pollanten gestaltete der Landesliga-Titelkandidat das Geschehen standesgemäß dominant und torreich. Beim 8:2 traf der 21-jährige Leon Gümpelein vierfach, Selim Mjaki besorgte drei Treffer, Daniel Haubner einen. Die Heimelf war dabei durch Jonas Böhm gar in Führung gegangen, für den zweiten Treffer sorgte Spielertrainer Vahan Yelegen.

Das Landesliga-Duell entschied der ASV Vach für sich: Zur Halbzeit stand es nach Treffern durch Kauf und Rackl noch 1:1, nach der Pause aber stellte mit Cabrera Diaz ein weiterer Vach-Neuzugang die Weichen auf Sieg. Endlinger und Jabs sorgten für den Endstand.

Das Bezirksliga-Duell ging an den Süd-Vertreter: Hüttenbach traf durch Elterlein zur Führung, doch noch vor der Pause drehte ein Doppelschlag von Maric und Lederer die Partie. Bayers Ausgleich kurz nach Wiederanpiff konterte Ornbaus Aydin rund 20 Minuten vor Schluss mit dem Siegtreffer.

Beide Teams starteten fulminant in die Partie, denn bereits in der zweiten Minute fing Andreas Knör einen Fehlpass ab und spielte auf Stephan Steib, der per Flachschuss in das linke Eck erfolgreich war. Nur zwei Minuten später erzielte Sebastian Koppenhofer mit einem Alleingang den Ausgleich. Der SV Marienstein, der mit einem gemischten Team aus 1. und 2. Mannschaft antrat, wurde im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit seiner Favoritenrolle mehr und mehr gerecht, vergab jedoch zahlreiche Torchancen. Philipp Faßl sorgte dafür, dass der SVM dennoch mit einer Führung in die Pause gehen konnte. Er schob aus der Nahdistanz ein, nachdem sich Knör und Steib per Doppelpass durch die SC-Abwehrreihe kombiniert hatten. Nach dem Seitenwechsel kamen die vom in der Fußballregion bestens bekannten Werner Schaller trainierten Gäste überraschend zum Ausgleich. SVM-Torhüter Gabriel Rehm zeigte sich beim Herauslaufen aus seinem Tor zu forsch, was Cengiz Kizilkan mit einem gefühlvollen Lupfer bestrafte. In der Folge sah sich der A-Klassist aus dem Kreis Donau/Isar jedoch wieder zusehends in die Defensive gedrängt. Marius Bittl, der nach einem Eckball von Jonas Dorsch am langen Pfosten einköpfte und Knör nach einer Ballstafette über Bittl und Sebastian Heimisch per Schuss in den Winkel sorgten letztendlich für den standesgemäßen 4:2-Endstand.