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Zirndorf nimmt vor dem Spitzenspiel in Weißenburg den Druck raus - Familienduell in Freystadt

Vorschau Bezirksliga Süd Nachholpartien

Der Ausrutscher gegen Schlusslicht Marienstein soll für den ASV Zirndorf keine negativen Auswirkungen im Spitzenspiel in Weißenburg haben. Coach Martin Hermann nimmt zumindest den Druck raus. Beim Gastspiel des SV Raitersaich in Freystadt stehen sich die Trainer näher als normal. Richtig heiß verspricht das Spiel zwischen dem SV Ornbau und der TSG Roth zu werden, trennen beide Abstiegskandidaten schließlich nur drei Punkte.

Enge Kiste: Im Hinspiel trennten sich der ASV Zirndorf (in Rot) und der TSV 1860 Weißenburg mit 2:2.

 / © Uwe Mühling

Bereits am Samstag treffen mit dem TSV Weißenburg und dem ASV Zirndorf zwei Aufstiegsaspiranten aufeinander. Nach dem 2:2-Unentschieden im Hinspiel ist wieder mit einer spannenden und ausgeglichenen Begegnung im Spitzenspiel zu rechnen. Markus Vierke gelang mit dem Tabellenführer bei seinem Ex-Verein, dem SV Ornbau, ein umkämpfter Dreier zum Re-Start: "Es war die erwartet schwere und körperbetonte Partie mit vielen langen Bällen. Wir hatten ihre Top-Spieler gut im Griff. Das erste Punktspiel nach einer langen Pause ist immer eine Wundertüte. Wir haben verdient gewonnen und sind überglücklich mit den drei Punkten, auch wenn die Tore erst in der zweiten Halbzeit gefallen sind. Sehr zufrieden war ich auch mit dem Auftreten der jungen Spieler im Kader." Vierke erwartet eine Begegnung auf einem hohen technischen Niveau: "Zirndorf zählt zu den spielstärksten Mannschaften der Liga und hat einige Spieler im Kader, die auch schon höherklassig gespielt haben. Die Partie hat keinen vorentscheidenden Charakter, jedoch ist sie mit Sicherheit richtungsweisend." Personell kann der TSV Weißenburg aus dem Vollen schöpfen. Torjäger Jonas Ochsenkiel wird nach einer Verletzung sehr wahrscheinlich auch wieder im Kader stehen. Die Niederlage am vergangenen Wochenende des ASV Zirndorf beim bis dahin noch sieglosen Tabellenschlusslicht SV Marienstein kann man ganz gewiss als Sensation bezeichnen. ASV-Trainer Martin Hermann blickt auf die Partie zurück: "Wir waren super aufgestellt, und die Mannschaft dachte wohl, dass es schon von alleine läuft. Der Gegner war zweikampfstark und giftig, und wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen. Drei Elfmeter wurden uns verwehrt, weil wir nicht gefallen sind. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, haben wir aber verdient verloren." Für Hermann ist der TSV Weißenburg nicht nur der Favorit in dieser Begegnung, sondern auch für die Meisterschaft: "Sie werden am Ende der Saison ganz oben stehen. Sollten wir mit einer Niederlage vom Platz gehen, wird die Welt nicht untergehen. Wir haben dort nichts zu verlieren." Die eigene Mannschaft sieht der Trainer am Ende der Saison nicht so weit vorne: "Uns fehlt ein Stürmer, der jede Saison mindestens 15 Tore erzielt. Die anderen Spitzenmannschaften werden den zweiten Platz hinter Weißenburg untereinander ausspielen, und wir werden am Ende wahrscheinlich zwischen Platz vier und sechs landen"

Nach dem 2:1-Sieg in Roth kann man in Dittenheim von einem gelungenen Re-Start sprechen. Nach einer etwas holprigen Anfangsphase war Martin Huber mit der Leistung seines Teams aber sehr zufrieden: "Wir gingen etwas zittrig in die Partie. Die Umstellung auf den Wettkampfmodus nach den Testspielen war allen Beteiligten noch anzumerken. Irgendwann im Verlauf des Spiels sprang dann aber der Funke über. Unsere starke Offensive wurde von den Mitspielern optimal bedient." Ein Wermutstropfen in dieser Begegnung war für den Trainer, dass er einen seiner Leistungsträger auswechseln musste: "Philipp Unöder wird wegen Verletzung auf unbestimmte Zeit ausfallen", sagt Huber, doch er vertraut auf seinen breiten Kader: "Es ist natürlich bitter, wenn so ein überragender Stürmer ausfällt. Die anderen Spieler stehen nun in der Pflicht, auch wenn wir ihn nicht eins-zu-eins ersetzen können." Trotz Heimvorteil erwartet Dittenheims Coach eine enge Begegnung gegen Ansbach/Eyb: "Uns erwartet in einem Spitzenspiel eine harte Nuss. Sie spielen ein ähnliches System wie wir, doch wir erwarten einen etwas defensiver eingestellten Gegner, der auch körperbetont spielen kann. Beide Mannschaften haben wohl zu Beginn der Saison nicht damit gerechnet, dass sie in der Tabelle so weit vorne stehen. Es wird ein spannendes Duell, doch auf eigenem Platz wollen wir immer einen Dreier holen." Auch die Eisenbahner kamen bei ihrem Auftaktsieg gegen den TSV Freystadt (2:0) gut aus den Startlöchern. Bei vier Punkten Rückstand und einem Spiel weniger auf dem Konto ist für Spannung in dieser Partie gesorgt. Das Team behielt in der Hinrunde gegen den Tabellenzweiten mit 2:1 die Oberhand. Für das Rückspiel hat sich Trainer Jörg Müller schon eine Taktik zurechtgelegt: "Am Sonntag spielen wir in Dittenheim gegen einen der Topfavoriten. Um dort etwas zu holen, brauchen wir eine geschlossene und starke Mannschaftsleistung. In der Defensive müssen wir aufmerksam verteidigen, um den gefährlichen Angriff des FV in den Griff zu kriegen. Dabei wollen wir uns aber nicht verstecken und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen." Eine Hiobsbotschaft erreichte den Trainer unter der Woche: "Bei unserem Routinier Tobias Zippold hat sich leider bestätigt, dass er einen Kreuzbandriss hat. Angeschlagen ist außerdem Anton Schröferl, und Andy Folz ist aus beruflichen Gründen fraglich."

Der TSV Greding entführte in der Vorwoche drei verdiente Punkte aus Hilpoltstein und Trainer Jürgen Schmid war trotz der angespannten Personalsituation sehr zufrieden: "Hilpoltstein war auch trotz Verletzungssorgen gut aufgestellt und ein starker Gegner. Ich musste leider auf einige Stammkräfte verzichten. Jammern bringt in unserer momentanen Situation nichts, und die restlichen Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht." Dem Gegner des Wochenendes traut er in den nächsten Wochen eine Leistungssteigerung zu: "Herrieden hat eine gute Qualität, und sie werden in dieser Saison mit Sicherheit noch in Tritt kommen. In der letzten Spielzeit konnten sie überzeugen, und wir erwarten einen schweren Gegner." Für das Heimspiel hat sich Gredings Trainer wieder einen Dreier vorgenommen: "Unser Ziel ist es, auf eigenem Platz das Spiel zu gestalten. Wir wollen zu Hause die Begegnung kontrollieren und möglichst optimal punkten." In der ersten Partie nach der Corona-Pause gegen den FC Wendelstein kam es für die SG Herrieden und ihren Trainer Thomas Seibold gleich knüppeldick (0:3): "Von Beginn an wurden wir von den stark aufspielenden Gästen in die Defensive gedrängt. Erschwerend kam noch hinzu, dass sich unser Torjäger Peter Bernhard nach zehn Minuten verletzte und kurz darauf ausgewechselt werden musste. Mit viel Glück und enormen Einsatz konnten wir uns in die Halbzeitpause retten. Höhepunkt der ersten Halbzeit war ein gehaltener Elfmeter unseres Keepers Christoph Kowalski. Die ersten 45 Minuten waren für uns richtig intensiv, da wir zu sehr mit Defensivarbeit beschäftigt waren. Bei unseren wenigen Ballbesitzen wurde er zu leichtfertig wieder dem Gegner überlassen, und die Fehlerquote im Passspiel nach vorne war viel zu hoch. Direkt nach Wiederanpfiff gab es einen der zahlreichen Eckbälle für unsere Gäste, welchen sie gleich abgezockt zur 1:0-Führung verwerteten. Mit diesem Treffer war das Spiel auch entschieden, da wir nach vorne nur wenig bis gar keine Aktionen gestalten konnten." Die SGH bleibt dennoch weiterhin über dem Strich, und die direkten Verfolger konnten keinen Boden gutmachen. "Positiv an diesem Wochenende war, dass alle Mannschaften, welche sich noch hinter uns in der Tabelle befinden, auch kein Erfolgserlebnis verzeichnen konnten. Ausgenommen der SV Marienstein, welcher sehr überraschend gegen Zirndorf gewonnen hat", sagt Seibold, der vom Re-Start des nächsten Gegners beeindruckt war: "Jetzt geht es nach Greding. Greding hat in Hilpoltstein mit 2:0 gewonnen. Das ist schon einmal eine Ansage. Egal, ob ich mit Ornbau, Aufkirchen, oder jetzt mit Herrieden hingefahren bin, es sprang selten etwas Zählbares dabei raus. Gegen Greding ist es extrem schwer zu spielen. Wir werden auf alle Fälle versuchen, dass wir punkten." Personell wird sich nach aktuellem Stand die Lage bei der SGH etwas entschärfen. Dennis Regner wird nach seinem Kurzurlaub wieder zur Verfügung stehen. Christian Chalupnik hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und wird die Reise nach Greding antreten.

Der STV Deutenbach greift an diesem Wochenende auf dem Weihersberg nun auch in das Geschehen ein. Trainer Arno Zeilmann blickt auf die letzten Wochen zurück: "Wir hatten, wie fast alle Teams, eine sehr lange Vorbereitung. Diese verlief teilweise durchwachsen und bei den beiden Niederlagen war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir fiebern aber jetzt dem ersten Punktspiel entgegen, denn es gibt nichts Vergleichbares als den regulären Wettkampf. Mit den Neuzugängen haben wir unser Team verjüngt und sind auch für die Zukunft gut gerüstet." Die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel ist dem Trainer noch in Erinnerung geblieben: "In der ersten Halbzeit war uns der kompakte Gegner überlegen. Nach dem Seitenwechsel bekamen wir sie besser in den Griff, doch am Ende reichte es nicht für einen Punktgewinn." Nach der Auftaktniederlage gegen den TSV Greding ist für den TV Hilpoltstein Wiedergutmachung angesagt. "Im Derby fehlte uns letztendlich die Cleverness und das nötige Selbstvertrauen für einen Sieg. Obwohl wir mehr Ballbesitz hatten und das Spiel kontrollierten, wurde es nur selten gefährlich", sagt Spielertrainer Fabian Schäll. Sein Team trifft nun wiederum auf eine Mannschaft, die sich im Tabellenmittelfeld befindet, und Schäll erwartet nochmals eine enge Partie: "Wir haben noch nie auf dem engen Platz in Deutenbach gespielt. Wir erwarten einen tiefstehenden Gegner mit einer sehr kompakten Defensive. Der Gegner spielte in der Vorrunde sehr körperbetont, und sie haben emotionale Zuschauer." Die angespannte Personalsituation hat sich gegenüber der Vorwoche nicht verbessert, und auch Spielertrainer Fabian Schäll muss nach seiner Verletzung gegen seinen Ex-Verein VfB Eichstätt noch ein paar Wochen das Spiel von der Seitenlinie aus beobachten.

Ein eminent wichtiges Spiel im Kampf gegen den Abstieg findet in Ornbau statt. Ein Sieg gegen einen direkten Mitbewerber in dieser richtungsweisenden Begegnung wäre ein Motivationsschub für den Klassenerhalt. Gegen den Tabellenführer aus Weißenburg war für den SV Ornbau zuletzt kein Kraut gewachsen und man musste sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Aus der Sicht von Ornbaus Trainer Patrick Hilgarth wäre aber in dieser Partie auch mehr drin gewesen: "Gerade defensiv haben wir gegen Weißenburg eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, viel Aufwand betrieben und wenig zugelassen. Leider haben wir uns dafür nicht belohnt. Ein Punktgewinn wäre machbar, und aus meiner Sicht verdient, gewesen." Am Sonntag soll aber auf alle Fälle etwas Zählbares herausspringen: "Roth steht in der Tabelle aktuell mit 16 Punkten auf dem Relegationsplatz. Mit einem Heimsieg können wir punktemäßig gleichziehen. Diese Chance wollen wir nutzen." Mit Aaron Lederer kam gegen Weißenburg neben Sebastian Kocher und David Lederer ein weiterer Verletzter hinzu. Hinter den Einsätzen von Marius Lehner, Simon Nachtrab und Christoph Roider stehen noch Fragezeichen. TSG-Trainer Alberto Mendez blickt auf die knappe Niederlage gegen den FV Dittenheim (1:2) zurück: "Schade, dass wir innerhalb kürzester Zeit durch den Doppelschlag das Spiel verloren haben. Ein Punkt wäre mit Sicherheit gerecht gewesen, da wir in den letzten fünf Minuten noch einen Elfmeter bekommen hätten müssen und bei einer hochkarätigen Chance vor dem Tor zu lange gezögert haben. Für den Anfang war unser Auftreten in Ordnung, doch die Fehlerquote war noch zu hoch. Wir müssen zukünftig klare Aktionen setzen und die Angriffe zu Ende spielen."

In der Oberpfalz treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beim Re-Start als Verlierer vom Platz gingen. Für beide Mannschaften ist diese Begegnung eine richtungsweisende Partie. Freystadt-Trainer Marco Christ blickt auf das erste Punktspiel nach der Corona-Pause zurück: "Mit der Leistung der Mannschaft in Ansbach war ich zufrieden. Leider konnten wir das Unentschieden nicht bis zum Ende des Spiels halten. Insgesamt war aber der Sieg für den Gegner verdient." Die Punkte gegen den Abstieg muss das Team gegen direkte Konkurrenten und Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld holen. "Ich rechne mit einem Dreikampf um den Relegationsplatz. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und mit dem kämpferischen Einsatz des Teams bin ich zuversichtlich, dass wir den Bock umstoßen können." Die personelle Situation beim TSV Freystadt bleibt angespannt, da der Kader durch Langzeitverletzte ausgedünnt wurde und nach der langen Pause muskuläre Verletzungen nicht ausblieben. Der Einstand von Trainer Rico Röder beim SV Raitersaich ist nach der knappen 0:1-Niederlage gegen den FC Dombühl hingegen misslungen: "Was wir uns vorgenommen haben, konnten wir gegen eine tiefstehende Mannschaft nicht umsetzen. Es ist die erste Heimniederlage der Saison, da es uns nicht gelungen ist, den Gegner in der letzten Zone auszuspielen. Normalerweise hätte das Spiel auch 0:0-Unentschieden ausgehen können, doch ein Abwehrfehler wurde gnadenlos ausgenutzt." Für die Röder-Brüder ist die zweite Begegnung in Freystadt ein besonderes Spiel, da es sich um ein Familienduell handelt: "Wir treffen auf unseren Cousin Marco Christ und gehen wieder als Favorit in das Spiel. Aber auch schon gegen Dombühl waren wir favorisiert und haben letztendlich verloren. Ich erwarte einen defensiv eingestellten Gegner, der auf Fehler von uns wartet, welche er in Kontern verwerten möchte."

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