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Nigl: "Wenn wir das Niveau der ersten Hälfte halten..."

Landesliga Mitte

Nach durchwachsener Vorbereitung bot Landesligist BSC Woffenbach vor heimischer Kulisse dem Tabellendritten über weite Strecken Paroli, verpasste aber einen Punktgewinn für den Kampf um den Klassenverbleib.

Der Einsatz stimmte bei den Hausherren (weiße Trikots). Jedoch behielt in der Regenschlacht am Ende der SC Ettmannsdorf die bessere Übersicht.

 / © Bösl

Frustriert und wortkarg stapften die Spieler um Kapitän Marvin Kubis nach dem Abpfiff in Richtung Kabine. Trainer Andreas Nigl aber stemmte sich gegen den Anflug herbstlicher Tristesse, konstatierte gefasst: „Man kann schon ein bisschen aus dem Spiel mitnehmen. Die ersten 20, 25 Minuten waren sehr gut. Darauf wollen wir auf jeden Fall aufbauen.“ Nach einer monatelangen pflichtspielfreien Phase, an deren Ende der Übungsleiter nicht genau wusste, wo er seine Mannschaft verorten konnte, gestaltete der BSC Woffenbach das Geschehen gegen eine Spitzenmannschaft tatsächlich ausgeglichen. In einer, aufgrund des vom Regen durchweichten Bodens, zunehmend zerfahrenen Partie verzeichnete die Heimelf im ersten Durchgang sogar ein leichtes Chancenplus. „Wir haben schnell und direkt nach vorne gespielt“, lobte Andreas Nigl hinterher. Dabei hatten seine Schützlinge auch einen zwischenzeitlichen Rückschlag weggesteckt.

Aktivposten Heilmann

Denn nach einem hohen Ball von der linken Seite in die Mitte auf Sturmtank Lukas Rothut erzielte Leon Brandl aus sieben Metern flach ins kurze Eck die Führung für den Favoriten aus Schwandorf. Nur drei Minuten später indes setzte Timo Heilmann, dessen geblocktem Schussversuch eine sehenswerte Kombination vorausging, auf der anderen Seite ein Aufbruchssignal für die Heimelf. Als Aktivposten Heilmann bei seinem nächsten Antritt nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, verwandelte Kollege René Zeltner den obligatorischen Strafstoß eiskalt unten rechts zum verdienten Pausenremis. Ein 1:1 hatte der Aufsteiger dem SC Ettmannsdorf mit einer der besten Saison-Leistungen bereits im Hinspiel abgetrotzt.

Nach dem Seitenwechsel jedoch kam der Tabellendritte stärker auf, scheiterte in der 50. Minute frei vor BSC-Torhüter Christopher Blank und danach noch einmal an dessen überragendem Reflex. Weil die Mannschaften in der Folge jedoch Schwierigkeiten mit der Präzision und der Standfestigkeit hatten, blieben zwingende Chancen Mangelware und rechnete mancher Beobachter mit einem friedlichen Unentschieden.

Es gab der Auseinandersetzung passenderweise eine Standardsituation eine aus Woffenbacher Sicht unangenehme Wendung. Bei einem gekonnt getretenen Freistoß aus dem linken Halbfeld setzte sich Ilhan Koc durch und köpfte unhaltbar unter die Latte ein. Mit dem Mut der Verzweiflung warf der BSC noch einmal alles nach vorne, wurde dabei jedoch zweimal mustergültig ausgekontert und stand trotz der über weite Strecken ebenbürtigen Vorstellung ohne Zählbares dar. Dem Bild vom begossenen Pudel im Regen trat Andreas Nigl mit einer kämpferischen Ansage entgegen. „Wenn wir das Niveau aus der ersten Hälfte über 90 Minuten halten, sehe ich uns auf einem guten Weg zum Klassenerhalt.“

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