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Emmanuele Romeo: "Wichtig für die jungen Kerle"

Bezirksliga Süd

Deutenbach gewann am Sonntag das Derby gegen Raitersaich mit 4:1. Ein wichtiger Sieg - das sieht auch ein Torjäger im Krankenstand so.

Emmanuele Romeo ist STV-Torjäger im Krankenstand. 

 / © Zink / AlSch

Herr Romeo, im dritten Bezirksliga-Spiel seit Wiederbeginn ist dem STV Deutenbach gegen den SV Raitersaich endlich ein Sieg gelungen. Mit 4:1 (2:1) sogar ein deutlicher. Woran lag’s?

Heute waren wir wach. Die letzten zwei Spiele haben wir geschlafen (1:5 gegen Hilpoltstein, 0:1 gegen Aufkirchen, d. Red.) und vor den Toren Fehler gemacht.

Trainer Arno Zeilmann hat trotzdem nicht groß rotiert, nur Kapitän Markus Brattinger fiel mit einer Prellung aus.

Aber heute war die Kabinenansprache stärker und die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben eins zu eins umgesetzt. Von daher ist es mit 4:1 noch sehr milde für die Raitersaicher ausgegangen. Wichtig waren die zwei Gelben Karten am Anfang, die Verwarnten mussten sich zurückhalten. Das 3:1 nach der Halbzeit hat sie völlig aus dem Konzept gebracht und die Gegenwehr gebrochen.

Trotz der Schränke Dominik Wagner und Julian Ernst – knapp unter und knapp über zwei Meter – hat es der STV spielerisch gelöst. ..

In der Bezirksliga wird schöner Fußball gespielt und nicht geklopft. Das kommt auch mir als Stürmer entgegen, denn ich muss gesund zur Arbeit, ich habe zwei Jobs, Frau und Kind, also eigentlich vier Jobs (lacht). Ich bin trotzdem froh, dass Julian bei mir in der Mannschaft spielt und nicht mein Gegner ist. Wenn der sein Trikot auszieht, ist das beeindruckend. Er ist unser Lewandowski.

Sie haben jetzt acht Punkte Abstand auf die Abstiegszone. Was hat dieser Sieg für eine Bedeutung?

Er ist ganz wichtig für die jungen Kerle, die haben seit dem Wiederbeginn noch keinen Erfolg gehabt. Jetzt wirst du sehen: Das nächste Spiel in Ansbach-Eyb werden wir auch gewinnen.

Sie fallen seit einem Gauditurnier im Januar mit Achillessehnenriss aus, doch Ihr Trainer lobt sie, den „Rome“, nach wie vor als Stimmungsmacher. Wie eng sind Sie an der Mannschaft dran?

Ich wohne zehn Minuten von hier, da bin ich schnell am Sportplatz und unterstütze mein Team auch, wenn ich nicht spielen kann. Vorher war ich Kabinen-DJ, das macht jetzt allerdings der „Hellers“ (Stadionsprecher Helmut Porsch, d. Red.).

Sie sind 32 Jahre alt, wie lange wollen Sie denn noch auf Torejagd gehen?

Ich sage immer, ich bin 27 plus x. Ein paar Jahre gehen schon noch. Ich beginne mit Lauftraining, dieses Jahr wird es aber noch nichts werden. Ich will mich auch gar nicht auf eine Mannschaft festlegen, denn ich bin der einzige in diesem Verein, der in allen drei Herrenteams spielt, wenn sie mich brauchen.

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