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Fuchsbauer: "Weisendorf wird inzwischen wahrgenommen"

Bezirksliga Nord

Bernd Fuchsbauer bleibt Trainer beim Bezirksligisten ASV. Eine gute Gelegenheit, nach neuen Zielen zu fragen.

Bernd Fuchsbauer (48) hat den ASV Weisendorf 2018 als Coach übernommen, trainierte die „Blumenzupfer“ aber bereits von 2007 bis 2011 in der Kreisklasse. Als Spieler begann er in der ASV-Jugend, kickte später beim 1. SC Feucht und Quelle Fürth, mit der er in die Regionalliga aufstieg. Von 2011 bis 2018 trainierte er mit Unterbrechung die SpVgg Erlangen.

 / © Zink / OGo

Herr Fuchsbauer, der ASV Weisendorf hat sich nach dem Aufstieg 2017 in der Bezirksliga etabliert. Welche Ziele kann man sich jetzt noch setzen?

Die ersten Jahre sind für einen Aufsteiger immer schwer. Aber wir haben uns stabilisiert. Diese Saison, wenn man sie so bezeichnen kann, ist ziemlich gut gelaufen. Mit Zielen ist es schwierig, wenn eine Liga so eng beieinander liegt. Aber in dieser Spielzeit wollen wir noch unter die ersten Fünf kommen. In der neuen Saison müssen wir uns dieses Niveau erst wieder erarbeiten. Wir wollen, dass der ASV über längere Zeit Bestandteil der Bezirksliga wird.

Wäre die Landesliga nicht ein schönes Fernziel - oder ist das außer Reichweite?

Außer Reichweite würde ich jetzt nicht sagen, aber man muss das realistisch sehen. Wenn man so etwas in Angriff nimmt, muss man viel reinstecken, gerade finanziell. Es sind ja einige Kosten damit verbunden, und damit meine ich nicht die Spieler, sondern allein schon die Fahrten. Der FC Herzogenaurach hat es in einem Jahr geschafft, in dem alles gepasst hat. Wenn so etwas klappt, nimmt man es gerne mit. Aber darauf hinarbeiten, um das unbedingt zu erreichen, das ist in Weisendorf kein Thema. Der dringlichere Wunsch ist es, die Kreisliga jedes Jahr abzuwenden. Und Erfolge kann man auch so erzielen, wie mit dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft oder dem Kreispokal. Wir werden im Bezirk inzwischen wahrgenommen.

In der Infrastruktur ist der ASV mit seinem Kunstrasenplatz gut aufgestellt.

Wir müssen trotzdem immer schauen, dass wir die Möglichkeiten auf dem Gelände erweitern, um attraktiv zu bleiben. Wir liegen eben nicht in einem Ballungsgebiet. Bei der „Spieli“ sind uns zum Beispiel manchmal Studenten zugelaufen. Das ist beim ASV schwierig. Der Verein macht unglaublich viel. Und die Gemeinde hat jetzt die Sporthalle mit Trainingsmöglichkeiten im Winter neben dem Vereinsgelände gebaut. Das ist super. Beim Kabinentrakt kann man sich noch verbessern, muss es vielleicht. Es geht bei den vielen Teams schon eng zu.

Ist das konkret geplant?

Der Verein sagt, erst einmal muss der Kunstrasen abgezahlt werden. Da sind wir, auch dank tatkräftiger Sponsoren, schon sehr weit. Ein mittelfristiges Ziel ist es schon, sich da besser aufzustellen.

Das wird die siebte Saison als ASV-Trainer, sechs waren Sie bei der „Spieli“. Brauchen sie eine vertraute Umgebung?

Ich war als Spieler schon nicht unbedingt ein Wandervogel. Und ein Charakter verändert sich ja nicht. Nicht jede Station war einfach, aber da beißt man sich durch. Auch bei der „Spieli“ hat es Spaß gemacht, die Leute waren top. Und in Weisendorf gab es die Möglichkeit, etwas fortzuführen, das meine Vorgänger mit aufgebaut haben. Die Vertrautheit gehört dazu, sonst kann man nicht erfolgreich arbeiten. Generell geht es nicht nur um Fußball, sondern um die Gemeinschaft. Da ist es auch nicht so wichtig, ob man mal eine Liga höher spielt oder nicht.

Bezirksliga Nord - die Amtszeiten der Trainer:

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