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Eberle-Abgang schmerzt Eichstätt: "Das tut uns sehr weh"

Interview mit VfB-Trainer Markus Mattes

Der Trainer des VfB Eichstätt, Markus Mattes, äußert sich zum nahenden Abschied von Torjäger Fabian Eberle.

Führungsspieler: Mit Fabian Eberle verlässt der Topstürmer der Region im Sommer den Regionalligisten VfB Eichstätt.

 / © Sportfoto Zink

Herr Mattes, wie haben Sie die Nachricht vom nahenden Abschied Ihres Torjägers Fabian Eberle aufgenommen?

Als Führungsspieler und Kapitän ist Fabian Eberle immer ein wichtiger und zentraler Ansprechpartner für mich. Von daher stehe ich mit ihm immer im Austausch und führe viele Gespräche mit ihm. Da spürt man dann schon, wohin die Tendenz geht. Für mich kam sein endgültiger Entschluss deshalb nicht von null auf hundert – auch wenn er natürlich für uns alles andere als schön ist und sowohl sportlich als auch menschlich sehr wehtut.

Was bedeutet Eberles Abgang für den VfB Eichstätt?

Der Verein und vor allem die Mannschaft stehen im Sommer vor dem nächsten schwierigen Schritt. Innerhalb eines Jahres haben wir dann unsere beiden Spielführer verloren. Das ist schon ein dickes Brett. Denn die Spielführer sind schließlich ja auch immer die ganz klaren Führungsspieler. Allerdings wird es zwangsläufig so sein, dass sich eine neue Hierarchie bildet. Für die Mannschaft ist das im ersten Moment sicherlich nicht einfach, aber auch eine Chance.

Wie für Stürmer Fabian Neumeyer, der bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen ist?

Das wird die logische Konsequenz sein, dass er die Chance auf mehr Einsatzminuten bekommt. Aber wir müssen auf der Position des Mittelstürmers trotzdem aktiv werden. Es ist nämlich unmöglich, mit nur einem jungen und unerfahrenen Stürmer in die neue Saison zu gehen. Wir werden versuchen müssen, einen adäquaten Ersatz für Fabian Eberle zu bekommen. Wenn man das aber realistisch betrachtet, wird das mehr als schwierig – wenn nicht sogar unmöglich. Gestandene Stürmer mit höherklassiger Erfahrung, die Tore schießen, kosten Geld. Und bei uns sieht es eher so aus, dass wir budget- und kadermäßig deutlichste Abstriche machen müssen.

Eberle war 2016 vom Bezirksligisten TSG Solnhofen gekommen. In dieser Liga schießt momentan auch Thomas Selz für den FV Dittenheim seine Tore und war schon zum Probetraining in Eichstätt ...

... und ist gewiss ein talentierter Bursche. Aber als Nachfolger vom „Faber“ würde man ihm – ebenso wie jedem anderen – eine allzu große Bürde auflasten. In der Anfangszeit wird jeder mit Eberle verglichen werden. Denn er ist ja nicht nur von den Toren für uns wichtig gewesen, sondern von der ganzen Spielweise her. Er ist immer aggressiv in der ersten Linie angelaufen. Das haben die Zuschauer jetzt jahrelang gesehen und werden – egal wer ihm nachfolgt – den Maßstab daran legen.

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