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Wendelsteins Jonas Hammel: "Wir haben Ambitionen, in die Landesliga aufzusteigen"

Bezirksliga Süd

Jonas Hammel ist ein wichtiger Bestandteil des FC Wendelstein in der Bezirksliga. Wir haben uns mit dem 24-jährigen Flügelflitzer über seinen Werdegang und seine Ambitionen unterhalten.

Jonas Hammel will mit dem FC Wendelstein noch viel erreichen.

 / © Sportfoto Zink

Jonas Hammel steht stellvertretend für die Philosophie des FC Wendelstein, auf Spieler aus der JFG Wendelstein zu setzen, welche dort über Jahre hinweg eine hervorragende Ausbildung genossen haben. Nicht nur Andreas Speer, sein bisher einziger Coach im Herrenbereich, kennt die Qualitäten des quirligen Flügelflitzers, sondern auch bei den Trainern der Mitbewerber genießt er einen hohen Stellenwert. So hat ihn Markus Vierke, Coach von Primus TSV Weißenburg, für seine persönliche Top-Elf der Bezirksliga Süd nominiert. Aber auch Josef Pelczer sprach in dieser Saison nach der Partie des SC Aufkirchen in Wendelstein ein großes Lob für ihn und seinen Mitspieler auf der rechten Seite Jonas Andert aus. Er konnte sich in der Vorsaison in der Landesliga nicht an ein so starkes und gefährliches Mittelfeldduo erinnern und attestierte beiden Youngsters aus dem Schwarzachtal ein hohes Niveau.

Die Begeisterung für den Fußball hat Jonas Hammel früh von seinem Vater Martin geerbt, der seine Fußballschuhe viele Jahre für die beiden Stammvereine des FC Wendelstein, dem TSV Wendelstein und anschließend beim TSV Röthenbach b. St. Wolfgang schnürte. Seine beiden Brüder Felix als Kapitän und Paul stehen ebenfalls für den Fusionsverein auf dem Platz. "Wir haben als Kinder immer bei unserem Vater beim TSV Röthenbach zugeschaut, und so bin ich natürlich auch zum Fußball gekommen. Mit vier Jahren startete ich bei den Bambinis in Röthenbach und mir hat es von Anfang an Spaß gemacht. Wir hatten mit unserem langjährigen Trainer Norbert Prölß auf dem Kleinfeld eine sehr erfolgreiche Mannschaft", erinnert sich Jonas Hammel gerne an seine Anfänge zurück. Besonders im Gedächtnis sind die ersten Lokalderbys gegen den FV Wendelstein haften geblieben, da beim Gegner einige seiner Kumpels aufliefen: "Es waren immer intensive Spiele, die viel Spaß gemacht haben." Ab den D-Junioren auf dem Großfeld durchlief Jonas Hammel sämtliche Mannschaften der JFG Wendelstein und schon in seinem letzten Jahr in der U19 schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft des TSV Wendelstein. Dort kämpfte er gegen den Abstieg aus der Kreisliga, der in der Relegation auf dem Platz des SV Rednitzhembach gegen die DJK Allersberg nach einem spannenden Spiel noch verhindert werden konnte. Auch sein erstes Spiel zuvor im Herrenbereich war für Jonas Hammel ein voller Erfolg: "Wir spielten gegen den SV Lauterhofen, und ich habe gleich zwei Tore geschossen. Das war für mich persönlich natürlich ein sehr schönes Ereignis und ein gelungener Einstand."

Es folgte in der nächsten Spielzeit dann gleich mit der FG Wendelstein der Meistertitel in der Kreisliga, welcher aber noch nicht in die Bezirksliga führte. Von größeren Verletzungssorgen blieb er während seiner gesamten Laufbahn verschont, nur eine an sich harmlose Verletzung bereitete ihm mehr Probleme, als ihm lieb war: "Ich war immer heiß auf Fußball und es hat mir Spaß gemacht auf dem Platz zu stehen. Mit einem Muskelfaserriss hatte ich längerfristige Probleme, da ich immer wieder zu früh angefangen habe und die alte Verletzung nochmals aufbrach. Dadurch musste ich öfter pausieren, als geplant." In jungen Jahren legte er den Grundstein für seine Fußballkarriere und denkt besonders gerne an zwei Trainer zurück, die ihm viel beigebracht haben: "Ich hatte beim TSV Röthenbach gefühlt ewig den Norbert Prölß als Trainer und das war auf alle Fälle eine super Zeit. Auch bei Martin Bittl am regionalen DFB-Stützpunkt habe ich sehr viel gelernt und die Zeit hat mich sehr geprägt."

Konstanz und Bodenständigkeit herrschte auch nach der Zeit bei den Junioren beim Leistungsträger des FCW in den letzten Jahren: "Im Herrenbereich hatte ich bisher nur Andreas Speer als Trainer. Seine Erfahrungen aus der Bayernliga machen sich in allen Bereichen bemerkbar. Ich bin momentan sehr zufrieden in Wendelstein und kann mir in der jetzigen Situation keinen Vereinswechsel vorstellen. Seit der Fusion läuft es sportlich top, und wir sind jetzt sogar in der Bezirksliga Süd auf dem zweiten Platz. Wir haben Ambitionen in die Landesliga aufzusteigen, und deswegen bin ich mit der derzeitigen Situation absolut zufrieden."

Der Aufstieg in der letzten Saison in die Bezirksliga war für Jonas Hammel das Highlight seiner Fußballkarriere im Herrenbereich. Mit der U19 feierte er trotz der Doppelbelastung bei den Herren ebenfalls eine Kreisliga-Meisterschaft und eine fast makellose Saison: "Bis auf ein Unentschieden haben wir alle Spiele in dieser Saison gewonnen." Das wohl aufregendste Pflichtspiel seiner Laufbahn fand 2016 im Pokal gegen den damaligen Drittligisten SSV Jahn Regensburg mit Ex-Profi Heiko Herrlich (Anm. der Red. jetzt Trainer FC Augsburg) an der Seitenlinie statt. Das Spiel ging mit 1:5-Toren verloren, doch das junge Wendelsteiner Team zog sich mit einem Treffer von Angelo Mahler gegen die Profis aus der Oberpfalz sehr gut aus der Affäre. Der langjährige SSV-Profi und ehemalige Kapitän Marco Grüttner, aber auch Andreas Geipl, der jetzt beim Zweitliga-Rivalen Heidenheim spielt, blieben bei Hammel wegen ihrer körperlichen Präsenz und individuellen Klasse unvergessen.

Wie und wann es in diesem Jahr mit dem Fußball weitergeht, steht noch in den Sternen und wird abhängig sein von Entscheidungen der Regierung und des Verbandes, doch ehrgeizige Ziele für die Zukunft hat sich der Mittelfeldspieler schon gesetzt: “Ich persönlich möchte auf jeden Fall noch mal aufsteigen, und wir haben auch das Potenzial für die Landesliga. Wenn nicht diese Saison, dann vielleicht später. Wir sind ein Team mit vielen jungen Spielern und können uns noch weiterentwickeln.“

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