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SK Lauf und der TSV Lauf wollen die Fusion

Bezirksliga Nord

Im Laufer Fußball bahnt sich Spektakuläres an: Der SK Lauf und der TSV Lauf wollen ihre Kräfte bündeln und planen eine Fusion. Doch es gibt noch Hürden zu überwinden.

Historischer Schritt: Der SK Lauf will sein Gelände verkaufen und mit dem TSV Lauf "zusammenziehen".

 / © Sportfoto Zink

Schon vor Corona standen Sportvereine unter Druck: Der demografische Wandel und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen sorgen bei vielen Klubs für einen Mitgliederschwund. Diese Zeichen der Zeit hat man auch in Lauf erkannt und so streben der SK Lauf und der TSV Lauf eine Fusion an.

Wie die "Pegnitz-Zeitung" berichtet, wollen beide Klubs auf dem Gelände des TSV Lauf ein neues Kapitel aufschlagen. Dort seien unter anderem mit Vereinsheim und Turnhalle schon gute Strukturen vorhanden, allerdings sehen die Verantwortlichen im Falle einer Fusion für die Fußballabteilung noch Bedarf für ein Großfeld und zwei Kleinfelder. Deswegen muss nun der Stadtrat eingeschaltet werden, der prüfen soll, ob der zusätzliche Flächenbedarf an Gelände des TSV realisierbar ist. Am Donnerstag sich der Stadtrat mit dem geplanten Zusammenschluss beschäftigen.

Bürgermeister Thomas Lang steht nach Informationen der "Pegnitz-Zeitung" dem Vorhaben offen gegenüber und sieht auch städtebauliche Chancen im Falle eines Zusammenschlusses. Letztlich bestimme aber nicht die Stadt über die Fusion, sondern die - laut Vereinsrecht zuständigen - Jahreshauptversammlungen der beiden Vereine. Diese hätten letztendlich zu entscheiden, und diese Entscheidung gelte es dann zu respektieren.

Teurer Kunstrasen für den SK Lauf

Doch einen Knackpunkt gibt es: Der Kunstrasenplatz auf dem SKL-Gelände wurde erst 2015 mit großem städtischen Zuschuss fertiggestellt. Dieses Spielfeld müsse nach dem Willen der Stadt weiter genutzt werden, alles andere sei dem Steuerzahler nicht zu vermitteln. Doch die SKL-Vorsitzende Mandy Schmidt würde das jetzige Gelände lieber verkaufen, da beide Vereine schließlich ihre Kräfte an einem einzigen Ort bündeln wollen.

Die TSV-Vorsitzende Hannelore Hensel bleibt trotz dieser Unwägbarkeiten gelassen. Zur "Pegnitz-Zeitung" sagte sie, dass noch genug Zeit für das Finden von Lösungen wäre und schiebt nach: "Wenn man das ganze Projekt in zehn Stufen einteilt, dann beginnen wir gerade mit Stufe eins."

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