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Martin Huber trainiert den FV Dittenheim auch in der nächsten Saison

Bezirksliga Süd

Seit der Saison 2017/18 ist Martin Huber Trainer beim FV Dittenheim und er wird trotz der ungewissen Fortsetzung dieser Spielzeit darüber hinaus für den derzeitigen Tabellenvierten verantwortlich sein. Wir sprachen mit ihm über seine Vertragsverlängerung, die Philosophie und die Zukunft des selbsternannten Dorfvereins.

Traut sich mit dem FV Dittenheim perspektivisch die Landesliga zu: Trainer Martin Huber

 / © Sportfoto Zink

Aufgrund der jetzigen Situation gab es eigentlich keinen großen Handlungsbedarf frühzeitig zu verlängern. Die Verantwortlichen des FV Dittenheim und Martin Huber waren sich jedoch schnell einig, dass der eingeschlagene Weg fortgeführt werden soll. Wie in Corona-Zeiten üblich, wurden die Gespräche mit dem Trainer in einer Videokonferenz online geführt. Es wurde nicht nur über die Zukunft des Coaches gesprochen, sondern auch über die Planungen des Spielerkaders. "In dieser schwierigen Phase können Spieler ihre aktive Karriere beenden oder sich auch anderweitig orientieren. Wir sind den Kader durchgegangen und analysierten, wo es eventuell Probleme geben könnte. Beruflich können Spieler nicht in gewohnter Weise zur Verfügung stehen, und wir wissen nicht, ob sie im Training oder bei den Spielen da sind", sagt Huber, der mit der momentanen Zusammensetzung des Team sehr zufrieden ist: "Wir haben einen sehr guten Kader und wollen diesen auch in den nächsten Jahren behalten. Man muss sich immer Gedanken über die Zusammenstellung des Kaders machen, doch sind wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht aktiv auf Spielersuche. Die Spieler arbeiten gut zusammen, doch es kann auch gefährlich sein, Spieler zu holen, welche vielleicht dann nicht in in das Mannschaftsgefüge passen." Er vergleicht die Möglichkeiten des FV Dittenheim mit den Mitbewerbern aus der Bezirksliga Süd sowie aus der Region und sagt: "Wir haben nicht den Fundus wie andere Vereine aus einer großen Anzahl von Jugendspielern auszuwählen. Wir bedanken uns bei allen Mannschaften, die gute Spieler ausbilden und welche sich dann für uns entscheiden. Wir geben diesen Spielern die Möglichkeit auf hohem Niveau zu spielen oder ihnen auch als Sprungbrett zu dienen, und dann können sie noch höher spielen."

Eines wird sich nach Hubers Ansicht aber auch in Zukunft in Dittenheim nicht ändern, nämlich, dass jeder das Gleiche bekommt: "Keiner von den Spielern bekommt bei uns einen Cent. Es gibt in Dittenheim auch kein Fahrtgeld oder sonstige versteckte Zahlungen. Wer etwas anderes behauptet, der lügt schlichtweg. Bei uns wird das Geld in die Infrastruktur investiert, wie zum Beispiel in eine Bewässerungsanlage und in hervorragende Plätze." Trotzdem werden die Verantwortlichen versuchen, den Kader weiterhin zu verstärken: "Wir wollen Talente nach Dittenheim holen, aber die Basis aller Gespräche ist, dass alle Spieler gleich behandelt werden und keine Kohle bekommen. In Dittenheim funktionierte es immer, dass sich die Spieler hier wohlfühlen."

Dittenheim schielt auf die Landesliga

Was die sportliche Zukunft betrifft, gibt sich Huber selbstbewusst: "Mit unserem tollen Kader wollen wir zukünftig natürlich in der Bezirksliga vorne mitspielen. Wir wollen uns stetig verbessern. Mit unseren Möglichkeiten ist es fantastisch, was geleistet wird und müssen dies natürlich Jahr für Jahr beweisen. Sollten wir irgendwann einmal in die Landesliga aufsteigen, werden wir aber trotzdem keine Leute mit Geld einkaufen. Mein persönliches Ziel ist es, mit diesem tollen Kader einmal in der Landesliga zu spielen, und wenn sich auch noch von den vorhandenen Talenten aus dem Umkreis welche uns anschließen, dann ist diese Liga für uns durchaus realistisch. Wir wollen dieses Ziel aber nicht mit Geld erreichen. Wer Bock auf guten Fußball hat, kann gerne kommen, aber unsere Philosophie bleibt ganz sicher bestehen. Bei uns können neue Spieler viel lernen, aber vielleicht müssen wir auch mal einen Spieler an einen höherklassigen Verein abgeben. Es macht Spaß, bei uns zu trainieren und zu spielen. Deswegen sind auch Spieler wie Thomas Selz und Philipp Unöder weiterhin hier, auch wenn sie nicht aus Dittenheim kommen. Oder auch ein Tizian Schmidt, der bei uns immer an sein Limit gehen will. Das sind Spieler, die mit starken Mannschaftskameraden spielen wollen und das können wir ihnen bieten."

Die Meisterschaft ist für Huber entschieden, doch den zweiten Platz hat er noch im Visier: "Den ganz großen Coup haben wir in dieser Saison verpasst, da Weißenburg schon weggezogen ist, doch wir werden um den zweiten Platz noch kämpfen. Wir spielen eine geile Saison und daran wird sich nichts ändern, egal wie es weitergeht." Klar, dass auch der Dittenheim-Trainer intensiv über die Corona-Pause nachdenkt: "Ich bin positiv gestimmt, dass es in der warmen Jahreszeit mit dem Amateurfußball weitergeht. Die Fallzahlen sind von einem sehr hohen Niveau mittlerweile stark gesunken. In den nächsten Wochen wird es hoffentlich mit ein paar Einschränkungen wieder weitergehen. Die Hauptsache ist, wir können alle wieder Fußball spielen, und es ist ganz egal, in welcher Liga. Wir alle wollen wieder auf oder neben dem Platz stehen und da kommt es nicht auf die Liga an. Den Amateursport machen auf alle Fälle die Zuschauer aus, und die Hauptsache ist das Miteinander der Vereine. Meine Hoffnung ist, dass für uns wieder Normalität einkehrt und wir den Fußball nicht nur im Fernsehen anschauen müssen."

Die Trainer der Bezirksliga Süd:

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