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SV Seligenporten: Zwei Ex-Neumarkter sind weg - Playoffs um den Regionalliga-Aufstieg?

Bayernliga Nord

Beim SV Seligenporten hat es in der langen Corona-Pause einen gewissen Aderlass gegeben. Zuletzt wurden mit Armin Bindner und Bernhard Neumayer zwei Akteure bekannt, die den Verein zur neuen Saison in Richtung Kreisklasse verlassen. Der Trainer hat derweil einen Vorschlag, wie die Saison für die Spitzenteams der Liga noch vernünftig beendet werden könnte.

Auf Abschiedstournee: Sommerneuzugang Bernhard Neumayer (rechts) wird zur neuen Saison den SV Seligenporten verlassen und als Spielertrainer beim 1. FC Deining übernehmen.

 / © Sportfoto Zink

Gleich drei Dinge einen die beiden Spieler, die den SV Seligenporten zur kommenden Saison verlassen werden. Neben dem Wechsel um vier Ligastufen nach unten in die Kreisklasse, wird es für beide auch darum gehen, sich in eine neue Rolle einzufinden. Schließlich wird Bernhard Neumayer im neuen Team - genau wie Armin Bindner, von dessen Rückkehr zum Heimatverein SV Barthelmesaurach wir bereits berichteten - nicht nur als Spieler aktiv sein. Der 27-Jährige wird beim 1. FC Deining, wo sein älterer Bruder Christian bereits seit Jahren kickt, zudem das Traineramt übernehmen. Die wichtigste Verbindung zwischen den beiden ist aber eine gemeinsame Vergangenheit, die schon länger zurückliegt als die jüngste Zeit im Seligenportener Trikot: Bereits in den Jahren 2015 bis 2018 hatten beide gemeinsam für den ASV Neumarkt gekickt, wo ihnen 2016 der Aufstieg in die Bayernliga glückte. Nun ist der eine dem Ruf in die Heimat gefolgt, während den anderen unter anderem das Zusammenspiel mit dem Bruder gereizt haben dürfte.

Ihrem aktuellen Trainer Gerd Klaus fällt es derweil schwer, die Abgänge einzuordnen. Er spricht davon, die Gesamtgemengelage im kommenden Transferfenster längst noch nicht überblicken zu können. Daher wisse man auch noch nicht, inwiefern man die beiden ersetzen müsse beziehungsweise könne. Schließlich ist ja noch nicht einmal der weitere Verlauf der noch immer laufenden Saison 2019/21 geklärt. Klaus allerdings hat eine konkrete Idee, wie man den Wünschen der drei Top-Teams der Bayernliga Nord ansatzweise gerecht werden könnte. "Es gibt ja nur drei Mannschaften, die sich um eine Regionalliga-Lizenz beworben haben", führt der 50-Jährige aus und meint damit neben dem eigenen Team die beiden oberen Tabellennachbarn aus Eltersdorf und Vilzing. "Warum nicht ein kurzes Playoff-Turnier durchführen und damit den oder die Aufsteiger ausspielen?"

Die gegenwärtige Situation jedenfalls empfindet er wie so viele als "sehr mühsam". Zumal in den letzten Wochen doch eine gewisse Hoffnung auf eine erneute Wiederaufnahme des Spielbetriebs aufgekommen sei und man sich wieder etwas intensiver fitgehalten hatte. Dieser Hoffnungsschimmer ist nach den jüngsten Entwicklungen und Vorgaben der Regierung nun wieder verflogen. Es heißt also weiter warten.

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