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Fredi Skurka: "Freue mich in Herrieden am meisten auf die Derbys"

Bezirksliga Süd

Die SG Herrieden startet mit den ersten Trainingseinheiten in die Saisonvorbereitung. Wir sprachen mit dem neuen Coach Fredi Skurka. Der ehemalige Spieler des 1. FC Nürnberg verfügt mittlerweile auch über viel Erfahrung als Trainer in Baden-Württemberg und zieht Vergleiche zu Bayern.

© Sportfoto Zink

Angesprochen nach den Gründen für den Wechsel von der SpVgg Hengstfeld-Wallhausen aus Baden-Württemberg in das mittelfränkische Herrieden braucht Skurka nicht lange zu überlegen: "In erster Linie reizt mich die Bezirksliga als Trainer, und da ich in Ansbach wohne, habe ich einen kürzeren Anfahrtsweg." Aber nicht nur die Zeitersparnis und die höhere Liga spielten bei seiner Entscheidung zum Wechsel eine Rolle, sondern auch die Perspektive, eine junge Mannschaft aufzubauen, die ihm aus der Vergangenheit nicht unbekannt ist: "Bei meinen letzten Vereinen habe ich auch schon Freundschaftsspiele gegen Herrieden bestritten und daher kenne ich das junge Team. Zuletzt musste ich aber immer 40 Kilometer fahren. Dort hatte ich auch eine junge talentierte Mannschaft und spielte sogar noch selbst." Eingeplant waren diese Einsätze auf dem Spielfeld nicht, doch mit seiner umfangreichen Erfahrung führte er sein ehemaliges Team zum Erfolg. Die Möglichkeit zusammen mit seinem Sohn in Herrieden auf dem Platz zu stehen, erscheint aber eher gering: "In Hengstfeld wollte ich eigentlich nicht mehr spielen, doch konnte ich dem Team auf dem Platz noch helfen. Man soll niemals nie sagen, doch es ist nicht vorgesehen, dass ich auch in Herrieden noch spielen werde."

Für seine neue Herausforderung in der Bezirksliga Süd sieht sich Skurka nach den letzten Jahren gut gewappnet: "Ich habe bei der SpVgg Ansbach und beim 1. FV Uffenheim sehr viel Erfahrung gesammelt. Jetzt habe ich auch fast sieben Jahre in Baden-Württemberg trainiert. Im Kreis Schwäbisch Hall bin ich fast schon bekannter als in Mittelfranken, obwohl ich in Ansbach wohne." Die Freude am Fußball und ein genaues Kombinationsspiel sollen zukünftig im Vordergrund stehen: "Wir wollen Fußball mit Spaß spielen und nicht nur irgendwie die Bälle nach vorne hauen. Natürlich muss ich auch noch die Liga kennenlernen. Die letzten Jahre habe ich mich mehr mit den Vereinen in Baden-Württemberg beschäftigt. Ich wohne in Ansbach und kenne daher hauptsächlich die Vereine aus der näheren Umgebung. Dinkelsbühl, Ansbach-Eyb und Dombühl sind interessante Gegner und deshalb freue ich mich besonders auf die Derbys. Diese Vereine spielten in den letzten Jahren nicht immer in der Bezirksliga, aber es kommen mit Sicherheit zu diesen Spielen sehr viele Zuschauer." Auf einen alten Bekannten wird er an der Seitenlinie bei der TSG Roth treffen, da Skurka zusammen mit Alberto Mendez in der Jugend gespielt hat.

Nach den vielen Jahren als Trainer im Amateurfußball hinter der bayerischen Grenze bleibt ein Vergleich der beiden Bundesländer nicht aus: "In Baden-Württemberg sind die Teams noch fußballverrückter als in Bayern und vielleicht auch vom Umfeld her etwas professioneller. Natürlich haben die Vereine rund um Ansbach sehr gute Rasenplätze, doch in Baden-Württemberg haben selbst die Vereine in den unteren Ligen einen Kunstrasenplatz. Zum Beispiel in der Umgebung von Crailsheim haben acht von zehn Vereinen einen Kunstrasen. Finanziell gibt es für die Spieler in Baden-Württemberg bessere Verdienstmöglichkeiten. Teilweise betreiben auch schon die unteren Vereine Videoanalyse."

Die Jahre jenseits der Grenze waren für Skurka sehr lehrreich: "Im taktischen Bereich habe ich mich in Baden-Württemberg sehr gut weiterentwickelt. In der Zeit, als in Bayern noch viele Vereine im Amateurbereich mit Libero gespielt haben, wurde dort schon mit Viererkette gespielt. Im taktischen Bereich waren die Mannschaften in Baden-Württemberg immer eine Spur voraus."

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