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Baiersdorfer SV
SV Erlenbach
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Noch 180 Minuten. Zwei Endspiele. Zweimal 90 Minuten Kampf, Leidernschaft, Emotionen. „Dann“, sagt Thomas Luckner, „dürfen wir hoffentlich feiern.“ Nach dem 0:0 und 3:1 über den TSV Gochsheim, sagt der Trainer des Baiersdorfer SV auch, „ist die Stimmung bei uns gut.“ Angespannt, natürlich, aber gut. Der Sieg in der ersten Relegationsrunde im Kampf um den Klassenverbleib in der Landesliga hat Selbstvertrauen gebracht. Einer Mannschaft, die zuvor von sechs Ligapartien nur eine gewann, die reguläre Saison mit einem Torverhältnis von 1:8 aus den letzten beiden Spielen beendete. „Jetzt“, sagt Thomas Luckner, „haben wir uns zwei echte Endspiele erkämpft.“ Am Mittwochabend um 18.30 Uhr geht es da gegen den SV Erlenbach, der vor zwei Jahren noch in der Bayernliga kickte, sich derzeit aber offenbar im freien Fall befindet: Nur 23 Zähler sammelte der Absteiger, gewann gar nur eine der vergangenen neun Partien in der Nordwest-Staffel. Mit zwei Siegen über die DJK Hain (4:2, 2:1) aber hat sich auch Erlenbach dieses Finale erkämpft. „Es sind anstrengende, spannende Wochen“, sagt Thomas Luckner. Am Samstag, 16 Uhr, folgt das alles entscheidende Rückspiel. Da versprüht der Europapokal-Modus mit Hin- und Rückspiel auch bei abstiegsbedrohten Mannschaften ungewohnten Glanz – und neue Rechnungen: „Ich glaube“, sagt Luckner, „es ist ein Vorteil, dass wir erst zu Hause ran müssen: Es ist ein Mittwochabend. Wir werden versuchen, eine gute Ausgangsposition zu holen.“ Sätze, die man so ähnlich nur in der Champions League hört. Für Baiersdorf geht es aber nicht um Königsklasse, Fußballzauber, Schönspielerei – es ist Abstiegskampf angesagt. Noch zwei Spiele lang. Noch 180 Minuten. chb