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SC 04 Schwabach
FSV Stadeln
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Die Vorzeichen gleichen der Situation in der vergangenen Saison: Schwabach schaut nach oben. SC-04-Trainer Jochen Strobel und sein Team gehen mit breiter Brust in die Partie gegen Stadeln, die in vier Spielen bislang vier Siege einfahren konnten und deshalb gemeinsam mit den ambitionierten und finanzkräftigen Kickers aus Selb an der Tabellenspitze stehen. Das stellt die üblichen Verhältnisse auf den Kopf, handelt es sich doch bei beiden Vereinen um Aufsteiger. Während aber mit Selb im Aufstiegskampf zu rechnen sein dürfte, ist das bei Stadeln noch nicht so klar. "Die werden auch von der Euphorie getragen gerade", so Coach Strobel, seien aber durchaus "schlagbar". Zumal die Schwabacher zuhause bislang eine Bank sind - mit Siegen gegen Erlangen-Bruck und Kornburg. Heimsieg Nummer Drei soll also am Freitag folgen: "Irgendwann muss Stadeln das erste Mal verlieren, warum nicht gleich gegen uns", schmunzelt Strobel, der kadertechnisch aus dem Vollen schöpfen kann. Die Niederlage in der Vorwoche bei Jahn Forchheim macht Strobel dabei keine großen Sorgen, im Gegenteil: "Wir müssen nur unsere Chancen auch in Tore ummünzen - so hätten wir auch letzte Woche gewonnen." Schnelles Kombinationsspiel ist für den Trainer das Mittel zum Erfolg gegen einen "kompakt und sehr tief stehenden Gegner" aus Stadeln. "Es wird eine harte Nuss, aber wir wollen sie knacken." Zum Gegner: Nein, unheimlich sei es ihm nicht, sagt Stadeln-Coach Manni Dedaj, gefragt nach dem furiosen Vier-Siege-Start in der neuen Liga. Gemeinsam mit Mitaufsteiger Selb grüßt der FSV von ganz oben. "Die Mannschaft hat noch ein paar Prozentpunkte dazugewonnen, der Aufstieg hat sie noch mehr zusammengeschweißt", lobt Dedaj seine Truppe, die den Schwung aus den letzten Bezirksliga-Wochen und der erfolgreich absolvierten Relegation mit in die Landesliga Nordost nahm. Natürlich stellt sich die Frage, wie lange dieser Schwung anhalten kann - und ob nicht im Herbst ein aufgrund von mangelnder Sommerpause einstellender Kräfteeinbruch sichtbar wird. "Nein, das befürchte ich nicht", sagt Dedaj, aber: "Es kann natürlich sein, dass uns ein paar Verletzte, ein paar Ausfälle Probleme bereiten werden." Was zählt, ist ohnehin die Gegenwart: Nachdem zuletzt mit Neudrossenfeld auch einer der Liga-Favoriten besiegt werden konnte (4:2), hatte es der FSV nun mit Teams aus allen Stärke-Kategorien der Staffel Nordost zu tun: Ist nun Stadeln so stark, oder liegt es vielmehr daran, dass viele Teams noch nicht in ihren Rhythmus gefunden haben? "Es ist nach vier Partien noch zu früh, das zu sagen," so Dedaj. Nach zehn Spielen erst wolle er seine persönliche, erste Zwischenbilanz ziehen: "Dann werden wir mehr wissen." Ohnehin sei diese Frage zweitrangig für sein Team: "Wir gehen in jedes Spiel und wollen uns die drei Punkte erkämpfen." Das gilt auch für eine anspruchsvolle Auswärtsaufgaben wie die kommende. Gegner Schwabach sieht Dedaj als "spielstarke Mannschaft mit Top-Stürmern vorne. Sie werden uns alles abverlangen. Aber wir haben nichts zu verlieren." Und auch wenn die Laune beim FSV derzeit hervorragend ist - einen Wermutstropfen gibt es: Dem bislang stark aufspielenden Sven Reischl wurden unter der Woche operativ Platten aus dem Gesicht entfernt, die ihm nach einem in der Vorsaison erlittenem Jochbeinbruch eingesetzt wurden. Ausfallzeit: Etwa vier bis fünf Wochen. // Thomas Correll, jam