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SC 04 Schwabach
TSV Buch
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Das 1:1 in Feucht am 9. August war, obwohl aus Sicht des SC 04 wegen des späten Gegentores ärgerlich, doch so etwas wie der Wendepunkt einer Saison, die nicht immer nach Wunsch verlaufen war. In den acht darauffolgenden Spielen gab es nur einmal (0:3 in Neudrossenfeld) nichts Zälbares. Schwabach hat sich im oberen Tabellendrittel positioniert, durchaus noch mit der Option auf Tabellenplatz zwei. Für Freitag (19 Uhr) steht im heimischen Stadion gegen den punktgleichen Tabellennachbarn TSV Buch ein weiteres Schlüsselspiel auf der Agenda. In den restlichen Wochen vor Weihnachten könnten die Schwabacher die Weichen stellen, zumal dann die Aufgaben von der Papierform leichter werden Nacheinander geht es dann gegen ASV Vach (12.), SC Großschwarzenlohe (13.), Vorwärts Röslau (10.) TSV Kornburg (16.) und Baiersdorfer SV (18.). Allesamt Mannschaften aus dem zweistelligen Tabellenbereich. Ähnlich wie in der Vorsaison, als die Schwabacher zwischen dem 10. und 20. Spieltag elf Siege am Stück eingefahren haben, könnte es also wieder ein „ertragreicher“ Herbst werden. Das hofft auch der Trainer. „Wir sind gut drauf, der Konkurrenzkampf ist groß, was mir natürlich die Aufgabe nicht unbedingt leichter macht, die richtige Formation zu finden“, so Jochen Strobel. Auch für die Partie am Freitagabend gegen den TSV Buch hat er wieder die Qual der Wahl, zumal ja bis auf Jakob Söder alle Mann an Bord sind und auf ihren Einsatz brennen. „Da ist doch klar, dass nicht alle in der Startelf stehen können — aber besser ein Konkurrenzkampf als eine Mannschaft, die sich von selbst aufstellt,“ so der Trainer. Auch Michael Weiß, der Torjäger der vergangenen Spielzeiten, hat in der Mannschaft eine neue Rolle finden müssen und diese im Sinne eines Teamplayers angenommen. Tore erzielt jetzt vor allem Anton Shynder, der vor dem Tor absolut effektiv ist. Das 1:0 in Selb war bereits der achte Saisontreffer des Ukrainers, der immer wieder davon profitiert, dass Michael Weiß mit seiner Dynamik Löcher in die gegnerische Abwehr reißt. „Das passt“, bestätigte Trainer Strobel, um anerkennend zu ergänzen: „Immerhin hat Michael ja auch schon drei Mal in dieser Saison getroffen.“ Weiß erinnert sich bestimmt noch an das letztjährige Heimspiel gegen Buch, als er nach sieben Minuten das 1:0 erzielt hat. Am Ende stand ein 2:1-Erfolg der Schwabacher. Ein Blick zum Gegner: Buch-Coach Manuel Bergmüller gab vor zwei Wochen auf die Frage, wo es für seinen TSV in dieser Spielzeit noch hingehen könnte, eine Prognose ab: "Die nächsten Wochen werden entscheidend sein", sagte er damals. Die folgende Partie beim TuS Feuchtwangen ging prompt verloren (1:2), ebenso das jüngste Heimspiel gegen Neudrossenfeld (0:1). Deutet sich also an, dass es für seinen TSV nicht reicht für die vorderen Plätze? "Wenn wir gegen Feuchtwangen nicht so dusselig aufgetreten wären, wären wir Dritter. Und diese Frage würde so jetzt nicht kommen", ordnet Bergmüller die Situation ein, "denn gegen Neudrossenfeld hat die Leistung gepasst, wir haben auch da mitgehalten." Zu leicht habe man an diesem Tag in der Offensive die Bälle verloren, schiebt er in ruhigem Tonfall hinterher. Und er hat ja völlig recht: Noch liegen seine Bucher, denen er in der laufenden Saison eine "extrem positive Entwicklung" bescheinigt, tabellarisch aussichtsreich, zumal das Verfolgerfeld der zunehmend enteilenden Feuchter ("Sie machen den Eindruck, jederzeit noch eine Schippe drauflegen zu können" - O-Ton Bergmüller) sich wohl noch lange Zeit eng gestalten wird. Kein Grund am Wegfeld also, voreilige Schlüsse zu ziehen. Den kommenden Gegner zählt Bergmüller zu den Top-4 der Liga: "Schwabach ist eine robuste Mannschaft, fußballerisch extrem gut, vor allem vorne und auf der Außenbahn mit unheimlich viel Qualität", lobt er, "die Trauben hängen wieder hoch, aber die Jungs sind heiß, wollen auch mal gegen einen der vermeintlich Großen gewinnen." Fehlen werden ihm dabei der nach wie vor verletzte Fabian Schreiner; auch Philip Lang kann aus beruflichen Gründen nicht mit von der Partie sein. // rj, jam