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1. SC Feucht
TSV Neudrossenfeld
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Der 1. SC Feucht ist nach dem 0:0-Ausrutscher in Coburg mit einem eminent wichtigen Heimdreier zurück in die Erfolgsspur gebogen. Am Freitagabend gastierte kein Geringerer als Spitzenreiter TSV Neudrossenfeld im Waldstadion, die perfekte Chance also für die Männer aus der Zeidler-Gemeinde, ihre Aktien im Aufstiegsrennen ein großes Stück wertvoller zu machen. Doch kurz nach Beginn lief es völlig anders als geplant für die Feuchter: Ein langer Ball wurde von Sascha Engelhardt gegen eine zu passiv agierende Abwehr per Kopf zu Stefan Kolb verlängert, der frei vor SC-Torhüter Andreas Sponsel zur frühen Gästeführung traf (3.). Doch die Hausherren brauchten nicht lange, um nach dieser frühen kalten Dusche trocken zu werden: Felix Spielbühler glich auf Vorarbeit von Michael Eckert schon in der 10. Minute aus. Gut sechs Minuten später hatten die Feuchter Fans ein weiteres Mal den Torschrei auf den Lippen, doch Spielbühlers Lupfer misslang und Gäste-Keeper Tobias Grüner parierte. Im Anschluss kam etwas Härte und Hektik ins Spiel. Gästestürmer Engelhardt (25.) und Feuchts Eckert (29.) gingen im Strafraum zu Boden, beide Male ließ Schiedsrichter Markus Haase weiterlaufen. Sekunden vor dem Pausenpfiff kam Eckert im Strafraum frei zum Abschluss, doch seine Direktabnahme nach einem langen Ball trudelte knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei. Die Gäste reklamierten vehement Abseits. Nach Wiederanpfiff legte der SC gleich eine hohe Schlagzahl an den Tag und Stephan König hätte in der 47. Minute beinahe die Führung erzielt, wenn Grüner den zugegeben nicht allzu platzieren Schuss aus zentraler Position nicht souverän abgewehrt hätte. Neun Zeigerumdrehungen später wäre Grüner geschlagen gewesen, doch einen Querpass erwischte König vor dem leeren Tor um Millimeter nicht mehr und so blieb es beim 1:1. Auch defensiv hatte die Mannschaft von Trainer Florian Schlicker alles im Griff, Neudrossenfeld hatte in dieser Phase keine nennenswerten Torannäherungen. Ein weiteres Mal kochten die Emotionen in der 68. Minute hoch: Eckert kam halbrechts im Strafraum zu Fall und diesmal gab Haase den Elfmeter. Neudrossenfeld sah das komplett anders, protestierte heftig, half nur alles nichts. König blieb vom Punkt cool und brachte Feucht mit einem kernigen Schuss in Führung (70.). Es liegt in der Natur der Sache, dass danach die Gastmannschaft verstärkt den Weg in die Offensive suchte und gehörig Druck machte. Doch der SC um Abwehrschef Bastian Leikam machte einen guten Job. Die schwerste Aufgabe hatte wohl der Mann in Gelb, Referee Haase, zu verrichten, der die erhitzten Gemüter auf beiden Seiten immer wieder runterkühlen musste. Richtiger Spielfluss kam jedenfalls nicht mehr auf, da beide Mannschaften oft zum Stilmittel des Fouls griffen. Selbstverschuldet fing sich Feucht in der Nachspielzeit beinahe noch den Ausgleich: Torhüter Andreas Sponsel kam nach einer weiten Freistoßflanke aus seinem Tor, erwischte die Kugel am Fünfmeterraum aber nicht richtig, sodass Leikam zwei Meter vor der Linie den Richtung Tor kullernden Ball wegschlagen musste. In der dritten Minute der Nachspielzeit stand wieder Haase im Blickpunkt, als einige TSV-Akteure wütend auf ihn zustürmten, nachdem der Schiedsrichter bei einem Zweikampf im Feuchter Strafraum weiterspielen ließ anstatt den von Neudrossenfeld geforderten Elfmeter zu geben. Dann war es vollbracht, der SC Feucht schlägt den Spitzenreiter, alles in allem hochverdient, da gerade in der zweiten Halbzeit Feucht die gefährlicheren Offensivaktionen hatte und die Hausherren auch den späten Dauerdruck der Oberfranken relativ souverän abmoderierten. stw