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SpVgg Jahn Forchheim
DJK Don Bosco Bamberg
15.
30.
45.
60.
75.
90.

Immerhin ein Punkt und im vierten von fünf Spielen nicht verloren, konnten sich die Forchheimer Bayernliga-Fußballer trösten, als ein von eigenen Unzulänglichkeiten geprägtes Aufeinandertreffen in die Schlussminuten ging. 180 Sekunden vor Abpfiff jedoch versetzte das 0:1 für Don Bosco Bamberg der Gemütslage beim Jahn noch einen Wirkungstreffer. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich der Trainer zu Beginn der Halbzeitpause nur noch kurz bei seinem Abteilungsleiter erkundigen wollte, wo er die drei bequemen Garten-Stühle für die Verantwortlichen an der Seitenlinie erstanden hat. Vielmehr hatte Christian Springer Redebedarf, was den Vortrag seiner Mannschaft angeht. Fünf Minuten dauerte der Austausch mit Uwe Schüttinger und Torwarttrainer Thomas Oppelt, ehe das Trainer-Duo in Richtung Kabine marschierte. So grüblerisch wie die Miene des Übungsleiters geriet zuvor die behäbige Vorstellung seiner Spieler. Bis zur Trinkpause Mitte des Durchgangs kamen sie in der Offensive kaum über Ansätze hinaus, sparten sich Laufwege. Gefahr erzeugte allein der Moment, in dem der erheblich unterbeschäftigte Tom Jäckel bei einer Direktabnahme von der eigenen Brust die Qualitäten eines Torjägers zeigte. Bambergs Torhüter konnte den Versuch lediglich zur Seite abprallen lassen und musste ungestüm nacharbeiten, doch Flügel-Sprinter Jens Wartenfelser ging beim Kontakt nicht zu Boden. Beinahe wäre ihnen die Konfusion um den nicht erhaltenen Elfmeter in der Defensive zum Verhängnis geworden. Ein Abwehrbein stellte dann rechtzeitig in die freie Schussbahn an der Strafraumkante. „Bei der Hitze war es absolut nicht einfach. Du wusstest im Prinzip, dass die erste Führung entscheidend sein wird“, konstatiert hinterher Kapitän Patrick Hagen. Die Frische fehlte ihm und seinen Kollegen tatsächlich auch im Kopf, wie Trainer Springer an der Seite zwischendurch bemerkte. Obwohl auf dem Taktikbrett kein Risiko verlangt war, gab der Jahn plötzlich Räume in empfindlichen Zonen frei. Im Abschluss wies der Gegner allerdings bis dato die gleiche Inkonsequenz auf wie die Hausherren. Weil der besten Kombination über den energisch angetretenen Steffen Müller durch eine Flugeinlage des Keepers die Krönung verwehrt blieb, kämpften die Forchheimer zunehmend mutloser gegen die Unzufriedenheit an. „Wir haben zehn Neuzugänge und ein paar Verletzte. Das ist es normal, dass nicht alles flüssig läuft“, äußert Patrick Hagen zwar Verständnis für die spielerischen Probleme, aber muss sich aufgrund des späten 0:1, das Bamberg aus einer eigentlich unbedenklichen Situation per Flanke und Kopfball erzielt, in Selbstkritik üben. „Wenn es nicht an der Konzentration liegt, weiß ich auch nicht. Schon gegen Seligenporten ist uns das passiert“, erklärt Hagen. Gut, sagt er noch, immerhin biete sich schon am Samstag die Chance zur Wiedergutmachung. Sein Trainer war da schon in Rekordzeit vom Platz geeilt. Kevin Gudd